Pallade Veneta - Mutmaßliche Mitglieder dschihadistischer Gruppierungen aus Syrien angeklagt

Mutmaßliche Mitglieder dschihadistischer Gruppierungen aus Syrien angeklagt


Mutmaßliche Mitglieder dschihadistischer Gruppierungen aus Syrien angeklagt
Mutmaßliche Mitglieder dschihadistischer Gruppierungen aus Syrien angeklagt / Foto: ZAC BAILLIE - AFP/Archiv

Die Bundesanwaltschaft hat zwei mutmaßliche frühere Mitglieder dschihadistischer Gruppierungen in Syrien vor dem Oberlandesgericht München angeklagt. Die beiden Männer sollen in den Jahren 2013 und 2014 zunächst dem islamistischen Kampfverband Liwa Dschund al-Rahman in führender Position angehört und später in den Reihen der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) aktiv gewesen sein. Ihnen wird die Mitgliedschaft in ausländischen Terrorvereinigungen vorgeworfen, einem der Beschuldigten darüber hinaus auch Kriegsverbrechen.

Textgröße ändern:

Die Anklage steht dabei nach Angaben der Bundesanwaltschaft im Zusammenhang mit einer bereits im April ebenfalls vor dem Oberlandesgericht München erhobenen Anklage gegen einen der beiden Beschuldigten und ein weiteres mutmaßliches früheres Mitglied von Liwa Dschund al-Rahman. Der Mann namens Basel O. soll demnach eine "führende militärische Position" innerhalb des islamistischen Kampfverbands eingenommen haben, der später im IS aufging.

Der zweite Beschuldigte namens Sohail A. soll laut Anklage den Medien- und Propagandabereich der Rebellengruppe geleitet haben. Nach ihrem Wechsel zum IS sollen beide Angeklagte für diesen Propagandaarbeit betrieben haben. Das Oberlandgericht München muss nun zunächst über eine Prozesseröffnung entscheiden. Beide Männer sitzen bereits seit Monaten in Untersuchungshaft.

Die Vorwürfe der Kriegsverbrechen in Form von Plünderung und Vertreibung beziehen sich auf einen von Liwa Dschund al-Rahman gemeinsam mit weiteren dschihadistischen Gruppierungen verübten Überfall auf ein Dorf in der Region Deir Essor während des syrischen Bürgerkriegs 2013. Dabei starben laut Bundesanwaltschaft bis zu 60 schiitische Bewohner, die übrigen wurden von den islamistischen Angreifern in Todesangst versetzt und vertrieben.

L.Guglielmino--PV

Empfohlen

Jahrestag der Kapitulation: Japans Verteidigungsminister besucht umstrittenen Schrein

Zum 81. Jahrestag der Kapitulation Japans im Zweiten Weltkrieg hat Verteidigungsminister Shinjiro Koizumi demonstrativ den umstrittenen Yasukuni-Schrein besucht - Regierungschefin Sanae Takaichi blieb dem von China und Südkorea immer wieder kritisierten Ort dagegen fern. Koizumi besuchte den Schrein zum Gedenken an die japanischen Kriegstoten am Samstag ebenso wie tausende andere Japaner. An dem Schrein wird auch verurteilten Kriegsverbrechern gedacht.

Trump will Straße von Hormus zu US-Territorium erklären - Iran widerspricht

US-Präsident Donald Trump will die Straße von Hormus nach eigenen Angaben "bald" zu einem Territorium der Vereinigten Staaten erklären. "Nachdem wir den Iran besiegt haben (...), werde ich die Straße von Hormus schon bald zum Territorium der Vereinigten Staaten erklären", sagte er am Freitag mit einem Schmunzeln bei einer politischen Veranstaltung an einer Polizeiakademie im Bundesstaat New York. "Es ist wahr", fuhr er fort.

Nach Dialogrunde: Mehr als 130 politische Gefangene in Venezuela freigelassen

Nach der ersten Runde des nationalen Dialogs zwischen Regierung und Opposition sind in Venezuela mehr als 130 politische Gefangene freigelassen worden. Reporter der Nachrichtenagentur AFP beobachteten am Freitag, wie vor einem Gefängnis in Guatire, rund 50 Kilometer östlich der Hauptstadt Caracas, Familienangehörige auf die Inhaftierten warteten und diese dann nach der Freilassung in die Arme nahmen. Es seien insgesamt 131 Gefangene freigelassen worden, erklärte die Regierung.

Trump: Werde Straße von Hormus "bald" zum US-Territorium erklären

US-Präsident Donald Trump will die Straße von Hormus nach eigenen Angaben "bald" zu einem Territorium der Vereinigten Staaten erklären. "Nachdem wir den Iran besiegt haben (...), werde ich die Straße von Hormus schon bald zum Territorium der Vereinigten Staaten erklären", sagte er am Freitag mit einem Schmunzeln bei einer politischen Veranstaltung an einer Polizeiakademie im Bundesstaat New York. "Es ist wahr", fuhr er fort.

Textgröße ändern: