Pallade Veneta - Rechtsextreme Rufe und abgerissene Fahnen: Verdächtige provozieren bei CSD in Köln

Rechtsextreme Rufe und abgerissene Fahnen: Verdächtige provozieren bei CSD in Köln


Rechtsextreme Rufe und abgerissene Fahnen: Verdächtige provozieren bei CSD in Köln
Rechtsextreme Rufe und abgerissene Fahnen: Verdächtige provozieren bei CSD in Köln / Foto: Christof STACHE - AFP/Archiv

Rund ein Dutzend Verdächtige hat am Sonntag beim Christopher Street Day (CSD) in Köln mit rechtsextremen Parolen provoziert und Regenbohnenfahnden abgerissen. Wie die Polizei in der nordrhein-westfälischen Stadt am Sonntagabend mitteilte, stellten Einsatzkräfte nach der Alarmierung durch Zeugen 13 Männer im Alter zwischen 18 und 30 Jahren. Sie fertigten Strafanzeigen und erteilten Platzverweise.

Textgröße ändern:

Wie die Polizei unter Berufung auf Zeugenaussagen berichtete, sollen sich die Verdächtigen im Bereich der CSD-Demonstration in der Kölner Innenstadt "lautstark rechtsradikal und homophob" geäußert sowie die als Symbole der Homosexuellenbewegung bekannten Regenbohnenfahnen heruntergerissen haben.

Der jährliche CSD in Köln ist eine der größten Demonstrationen ihrer Art in Deutschland. Am Sonntag nahmen nach Veranstalterangaben wie bereits im Vorjahr rund 1,4 Millionen Aktivisten und Schaulustige teil.

Laut Polizei sorgten im Vorfeld in diesem Jahr mehrere über das Internet verbreitete Anschlags- und Angriffsdrohungen für Unruhe. Der Staatsschutz der Kölner Polizei sowie Landes- und Bundeskriminalamt ermittelten. Nach eingehender Prüfung hätten sich "keine Hinweise auf eine Ernsthaftigkeit" ergeben, teilten die Beamten mit. Der CSD habe wie geplant stattgefunden.

Die alljährlich in vielen Städten rund um die Welt organisierten CSD-Demonstrationen stehen im Zeichen der Forderung nach gleichen Rechte für homosexuelle, bisexuelle, transsexuelle, intersexuelle und queere Menschen. Der CSD geht zurück auf die Erstürmung der Schwulenbar Stonewall Inn in der New Yorker Christopher Street am 28. Juni 1969 durch die Polizei. Darauf folgten tagelange schwere Zusammenstöße zwischen Aktivisten und Sicherheitskräften.

F.M.Ferrentino--PV

Empfohlen

Nach Dialogrunde: Mehr als 130 politische Gefangene in Venezuela freigelassen

Nach der ersten Runde des nationalen Dialogs zwischen Regierung und Opposition sind in Venezuela mehr als 130 politische Gefangene freigelassen worden. Reporter der Nachrichtenagentur AFP beobachteten am Freitag, wie vor einem Gefängnis in Guatire, rund 50 Kilometer östlich der Hauptstadt Caracas, Familienangehörige auf die Inhaftierten warteten und diese dann nach der Freilassung in die Arme nahmen. Es seien insgesamt 131 Gefangene freigelassen worden, erklärte die Regierung.

Trump: Werde Straße von Hormus "bald" zum US-Territorium erklären

US-Präsident Donald Trump will die Straße von Hormus nach eigenen Angaben "bald" zu einem Territorium der Vereinigten Staaten erklären. "Nachdem wir den Iran besiegt haben (...), werde ich die Straße von Hormus schon bald zum Territorium der Vereinigten Staaten erklären", sagte er am Freitag mit einem Schmunzeln bei einer politischen Veranstaltung an einer Polizeiakademie im Bundesstaat New York. "Es ist wahr", fuhr er fort.

Trump weist Bedenken wegen Bedingungen auf US-Flugzeugträger zurück

US-Präsident Donald Trump hat Bedenken wegen der Bedingungen an Bord des im Krieg gegen den Iran eingesetzten Flugzeugträgers "USS Abraham Lincoln" zurückgewiesen. Auf die Frage von Reportern, ob Familienangehörige sich Sorgen machten, antwortete Trump am Freitag: "Nein, tun sie nicht."

Urlaubsfotos von Macron auf Jetski lösen unter linken Politikern Empörung aus

Eine Fotoreportage, die Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron im Urlaub beim Jetski-Fahren zeigt, während das Land unter Hitze und Waldbränden leidet, hat unter - vor allem linksgerichteten - Politikern Empörung ausgelöst. Frankreich erlebe einen "apokalyptischen Sommer" und "unser Präsident gönnt sich einen Werbeartikel über seinen Urlaub in der Wochenzeitung 'Paris Match'", kritisierte etwa Grünen-Chefin Marine Tondelier am Freitag im Onlinedienst X.

Textgröße ändern: