Pallade Veneta - Vernünftige Debatten statt Spaltung: Steinmeier und Büdenbender appellieren

Vernünftige Debatten statt Spaltung: Steinmeier und Büdenbender appellieren


Vernünftige Debatten statt Spaltung: Steinmeier und Büdenbender appellieren
Vernünftige Debatten statt Spaltung: Steinmeier und Büdenbender appellieren / Foto: Monika Skolimowska - POOL/AFP/Archiv

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender erleben auch in ihrer Familie kontroverse politische Debatten. "Das hat uns in der Familie aber nicht auseinander gebracht", sagte Steinmeier der Illustrierten "Bunte" laut Vorabmeldung vom Mittwoch. Er mahnte angesichts einer Zerrissenheit in der Gesellschaft, solche Gespräche mit Vernunft und Respekt zu führen.

Textgröße ändern:

Büdenbender sagte der "Bunten": "Wir streiten uns nie so sehr, dass wir danach nicht mehr miteinander können - so etwas würde ich gar nicht aushalten, keiner in unserer Familie könnte das aushalten." Es menschele bei ihnen aber wie in anderen Familien auch.

In dem Gespräch befürwortete Steinmeier in der Debatte über eine Reform der Regeln zur Organspende die sogenannte Widerspruchslösung. "Ich bin heute der Meinung, dass wir uns der Widerspruchslösung öffnen sollten", sagte er. Diese sieht vor, dass grundsätzlich jeder Mensch als Organspender gilt, wenn er nicht zu Lebzeiten einen Widerspruch geäußert hat.

Steinmeier sagte, es sei "ein Widerspruch, wenn wir die Widerspruchslösung im eigenen Land ablehnen und zugleich die Organe aus anderen Ländern gern annehmen". Der Bundespräsident selbst hat seiner Frau 2010 eine Niere gespendet.

Auf die Frage, ob sie die fremde Niere spüre, sagte Büdenbender der "Bunten": "Er ist ein Teil von mir." Ihre Sorge um ihren Mann sei allerdings nun allerdings ein bisschen größer geworden, denn er habe jetzt auch nur noch eine Niere.

A.Saggese--PV

Empfohlen

Spaniens König Felipe VI. besucht Exklave Ceuta in Nordafrika

Der spanische König Felipe VI. und Königin Letizia besuchen am Dienstag die spanische Exklave Ceuta in Nordafrika. Ende Juli waren mehr als 70.000 Menschen aus Marokko zu Fuß oder schwimmend nach Ceuta gelangt, es gab dutzende Tote. Die meisten kehrten zwar nach Marokko zurück oder wurden zurückgebracht. Tausende Migranten blieben aber in der nur 18 Quadratkilometer großen Exklave, wo sie auf der Straße oder an Stränden schlafen.

Wadephul nimmt an internationalem Sicherheitsforum in Warschau teil

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) nimmt am Dienstag an einem internationalen Sicherheitsforum in Warschau teil. Beim Warsaw Security Forum (WSF) will der Minister zusammen mit seinen Kollegen aus Polen, Großbritannien und Norwegen über die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine auf die Sicherheit in Europa diskutieren, wie das Auswärtige Amt ankündigte.

Bundesverfassungsgericht verhandelt über Privilegien von Firmenerben

Das Bundesverfassungsgericht prüft am Dienstag (10.00 Uhr) in Karlsruhe die Privilegien für Firmenerben. Wer betriebliches Vermögen erbt, muss meist deutlicher weniger Steuern darauf zahlen als die Erben von Privatvermögen, teilweise wird die Steuer auch ganz erlassen. Darum zog ein Erbe vor Gericht. Dieses will herausfinden, ob die unterschiedliche Behandlung vom Grundgesetz gedeckt ist. (Az. 1 BvR 804/22)

Klingbeil lässt erneute Kandidatur für SPD-Spitze offen

Nach dem Rücktritt von Bärbel Bas als Bundesarbeitsministerin und SPD-Parteichefin lässt sich der Co-Parteivorsitzende Lars Klingbeil eine erneute Kandidatur für die Parteispitze offen. "Ich weiß doch, welche Kritik es auch gibt", sagte Klingbeil am Montag im "heute journal" im ZDF. "Da geht es nicht um mich, und es geht auch nicht darum, dass ich am Amt klebe, sondern es geht um die bestmögliche Aufstellung."

Textgröße ändern: