Pallade Veneta - Israels Rettungsdienst: Mindestens zehn Tote bei Raketenangriff aus Libanon auf Golanhöhen

Israels Rettungsdienst: Mindestens zehn Tote bei Raketenangriff aus Libanon auf Golanhöhen


Israels Rettungsdienst: Mindestens zehn Tote bei Raketenangriff aus Libanon auf Golanhöhen
Israels Rettungsdienst: Mindestens zehn Tote bei Raketenangriff aus Libanon auf Golanhöhen / Foto: Jalaa MAREY - AFP

Bei einem Raketenangriff aus dem Libanon auf die von Israel annektierten Golanhöhen sind am Samstag nach Angaben des israelischen Rettungsdienstes zehn Menschen getötet worden. Sie seien bei einem direkten Treffer in dem arabischen Ort Madschdal Schams gestorben, gab der Rettungsdienst Magen David Adom in einer aktualisierten Bilanz an. 19 weitere Menschen seien verletzt worden.

Textgröße ändern:

"Die Terrororganisation Hisbollah steckt hinter dem Raketenbeschuss eines Fußballfeldes in Madschdal Schams", erklärte die israelische Armee. Die Hisbollah-Miliz wies indes zurück, für den Raketenbeschuss auf die Golanhöhen mit neun Toten am Samstag verantwortlich zu sein. "Der Islamische Widerstand hat keine Verbindung zu diesem Vorfall", gab die Hisbollah in Bezug auf ihren militärischen Flügel an.

Seit Beginn des Krieges zwischen Israel und der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas im Gazastreifen, der durch den beispiellosen Großangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober ausgelöst worden war, feuert die mit der Hamas verbündete Hisbollah aus dem Libanon fast täglich Raketen auf den Norden Israels ab.

Die israelische Armee erklärte, dass Hubschrauber, Krankenwagen und mobile Intensivstationen vor Ort im Einsatz seien. Wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP berichtete, brachten Sanitäter Verletzte auf Tragen fort von der Einschlagsstelle der Rakete. Die Botschaft Israels in Berlin sprach in einem Beitrag im Onlinedienst X zunächst davon, dass neun "Kinder und Jugendliche" getötet worden seien. Nach Angaben der israelischen Polizei und der Armee wurden neben Madschal Schams weitere Orte auf den Golanhöhen getroffen.

Israel hält die strategisch wichtigen, im Grenzgebiet zwischen Israel und Syrien liegenden Golanhöhen, seit dem Ende des Sechstagekriegs im Jahr 1967 besetzt und annektierte sie 1981. Die internationale Staatengemeinschaft erkennt die Annexion bis heute nicht an.

F.M.Ferrentino--PV

Empfohlen

Klingbeil lässt erneute Kandidatur für SPD-Spitze offen

Nach dem Rücktritt von Bärbel Bas als Bundesarbeitsministerin und SPD-Parteichefin lässt sich der Co-Parteivorsitzende Lars Klingbeil eine erneute Kandidatur für die Parteispitze offen. "Ich weiß doch, welche Kritik es auch gibt", sagte Klingbeil am Montag im "heute journal" im ZDF. "Da geht es nicht um mich, und es geht auch nicht darum, dass ich am Amt klebe, sondern es geht um die bestmögliche Aufstellung."

Gericht gestattet Flávio Bolsonaro Besuch seines inhaftierten Vaters wieder

Der rechtsgerichtete brasilianische Präsidentschaftskandidat Flávio Bolsonaro darf seinen Vater, den verurteilten Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro, wieder im Hausarrest besuchen - solange er ihn nicht in den Wahlkampf einbezieht. Der Oberste Gerichtshof Brasiliens genehmigte am Montag eine Wiederaufnahme der Besuche. Wie aus dem Urteil hervorgeht, das der Nachrichtenagentur AFP vorliegt, dürfen die Besuche aber keinem "politischen oder wahlbezogenen Zweck" dienen.

Brand in Starlink-Station in Polen: Tusk gibt zwei Festnahmen in Deutschland bekannt

Nach einem Brand in einer Anlage des Satelliten-Kommunikationssystems Starlink in Polen hat Regierungschef Donald Tusk die Festnahme von zwei Verdächtigen in Deutschland bekanntgegeben. Die deutsche Polizei habe die beiden türkischen Staatsbürger im Auftrag der polnischen Behörden festgenommen, erklärte Tusk am Montag im Onlinedienst X. Sie stehen demnach im Verdacht, die Starlink-Station in der zentralpolnischen Region Masowien in Brand gesetzt zu haben. Tusk sprach von einem "weiteren Akt hybrider Kriegsführung".

Ukraine-Krieg: Merz telefoniert mit Selenskyj

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat am Montag mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj telefoniert. Dieser habe Merz über die massiven russischen Luftangriffe auf zivile Ziele und die ukrainische Energieinfrastruktur am vergangenen Wochenende informiert, erklärte das Kanzleramt. Der Bundeskanzler bekräftigte demnach "die Solidarität Deutschlands mit den Ukrainerinnen und Ukrainern".

Textgröße ändern: