Pallade Veneta - Djir-Sarai: Empfehlung von Geywitz für Umzug aufs Land "grenzt an Hohn"

Djir-Sarai: Empfehlung von Geywitz für Umzug aufs Land "grenzt an Hohn"


Djir-Sarai: Empfehlung von Geywitz für Umzug aufs Land "grenzt an Hohn"
Djir-Sarai: Empfehlung von Geywitz für Umzug aufs Land "grenzt an Hohn" / Foto: Christof STACHE - AFP

FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai hat Bauministerin Klara Geywitz (SPD) für ihren Vorschlag zum Umzug aufs Land scharf kritisiert. "Die Empfehlung von Frau Geywitz, die Menschen sollten einfach aus Großstädten wegziehen, grenzt an Hohn", sagte Djir-Sarai den Zeitungen der Funke Mediengruppe nach Angaben vom Montag. "Viele Personen sind aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit, ihrer Ausbildung oder ihres familiären Umfeldes auf Wohnraum in der Stadt angewiesen."

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Die jüngsten Prognosen zum Einbruch des Wohnungsbaus seien erschütternd, sagte Djir-Sarai. Schon jetzt entstünden viel zu wenig neue Gebäude, viele Menschen in deutschen Städten suchten händeringend nach Wohnraum. Um das Problem an der Wurzel zu packen, müssten endlich die bürokratischen Hürden bei der Schaffung neuen Wohnraums radikal abgebaut werden, forderte der FDP-Politiker. "Daran sollte die Bauministerin mit Nachdruck arbeiten."

Geywitz hatte am Wochenende in einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" erklärt, sie wolle die Menschen aufgrund der Wohnungsnot zum Umzug aus der Großstadt ins Umland oder in kleinere Städte bewegen. Dort sei "das Potenzial groß". Neue Möglichkeiten für das Leben und Arbeiten auf dem Land böten dabei Homeoffice und Digitalisierung.

Vor allem in den Großstädten herrscht Wohnungsmangel. Die Bundesregierung hatte sich deshalb eigentlich zum Ziel gesetzt, dass 400.000 neue Wohnungen pro Jahr gebaut werden, davon 100.000 Sozialwohnungen. Im vergangenen Jahr wurden jedoch nur etwas mehr als 294.000 Wohnungen gebaut.

A.dCosmo--PV

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