Pallade Veneta - Nahost: US-Außenminister Blinken ruft "alle Parteien" zur Deeskalation auf

Nahost: US-Außenminister Blinken ruft "alle Parteien" zur Deeskalation auf


Nahost: US-Außenminister Blinken ruft "alle Parteien" zur Deeskalation auf
Nahost: US-Außenminister Blinken ruft "alle Parteien" zur Deeskalation auf / Foto: Roslan RAHMAN - AFP

Nach dem tödlichen Angriff auf den Hamas-Chef Ismail Hanija hat US-Außenminister Antony Blinken alle Beteiligten des Nahost-Konflikts zur Deeskalation aufgerufen. Ziel müsse ein Waffenstillstand sein, für den "alle Parteien miteinander reden und eskalierende Handlungen beenden müssen", sagte Blinken am Donnerstag in der mongolischen Hauptstadt Ulan Bator. Vertreter der Hamas und aus dem Iran drohten bei einer Trauerfeier für Hanija in Teheran mit Vergeltung.

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Der Chef des Politbüros der islamistischen Palästinenserorganisation und sein Leibwächter waren am Mittwoch (Ortszeit) bei einem Angriff in der iranischen Hauptstadt getötet worden, wo Hanija an der Vereidigung des neuen iranischen Präsidenten Massud Peseschkian teilgenommen hatte. Der Iran machte Israel für den Angriff verantwortlich, von israelischer Seite gab es zunächst keine Bestätigung der Berichte über Hanijas Tod.

In Teheran versammelten sich am Donnerstag tausende Menschen für einen Trauerprozession zu Ehren Hanijas. Wie ein AFP-Korrespondent berichtete, nahmen daran auch der iranische Präsident Peseschkian und der Chef der mächtigen Revolutionsgarden, Hussein Salami, teil.

Irans geistlicher Führer Ayatollah Ali Chamenei befahl einem Bericht der "New York Times" zufolge am Mittwoch bei einer Sondersitzung des nationalen Sicherheitsrats als Reaktion auf die Tötung Hanijas einen direkten Angriff auf Israel.

Katar, das zu den Vermittlern im Gaza-Krieg gehört, verurteilte die Tötung Hanijas als "abscheuliches Verbrechen". Der katarische Regierungschef Mohammed bin Abdelrahman al-Thani erklärte, der Angriff ziehe den gesamten Verhandlungsprozess in Zweifel. "Wie kann eine Vermittlung Erfolg haben, wenn eine Partei den Verhandlungsführer der anderen Seite ermordet?", schrieb al-Thani im Onlinedienst X.

Hanija gilt neben den Hamas-Spitzen Jahja Sinwar und Mohammed Deif als Drahtzieher des beispiellosen Hamas-Angriffs am 7. Oktober, bei dem israelischen Angaben zufolge 1197 Menschen getötet und 251 verschleppt wurden. Israel geht seitdem mit massiven militärischen Angriffen im Gazastreifen vor. Nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, starben dort bereits mindestens 39.445 Menschen.

Auch zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz war der Konflikt zuletzt weiter eskaliert. Die israelische Armee hatte nach eigenen Angaben am Diensten den ranghöchsten Hisbollah-Militärkommandeur Fuad Schukr getötet, den sie für einen tödlichen Raketenangriff auf die von Israel besetzten Golanhöhen am vergangenen Wochenende verantwortlich macht. Die wie die Hamas vom Iran finanzierte und bewaffnete Miliz bestätigte den Tod Schukrs am Mittwoch.

O.Merendino--PV

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