Pallade Veneta - Trump: Gefangenenaustausch zwischen Russland und dem Westen "Sieg für Putin"

Trump: Gefangenenaustausch zwischen Russland und dem Westen "Sieg für Putin"


Trump: Gefangenenaustausch zwischen Russland und dem Westen "Sieg für Putin"
Trump: Gefangenenaustausch zwischen Russland und dem Westen "Sieg für Putin" / Foto: Matthew Hatcher - AFP/Archiv

Der frühere US-Präsident Donald Trump hat den Gefangenenaustausch zwischen Russland und dem Westen scharf kritisiert und ihn als "Sieg" für Kreml-Chef Wladimir Putin bezeichnet. "Die Russen haben ein großartiges Geschäft gemacht", sagte der republikanische Präsidentschaftskandidat in einem am Freitagmorgen (Ortszeit) ausgestrahlten TV-Interview mit dem Sender Fox Business. Aber es sei "ein Sieg für Putin".

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"Ich werde das nicht kritisieren, denn es ist gut, dass sie wieder zu Hause sind", sagte Trump mit Blick auf die 16 bei dem Austausch Freigekommenen, darunter der US-Reporter Evan Gershkovich, der frühere US-Soldat Paul Whelan und die US-russische Journalistin Alsu Kurmasheva. Aber die andere Seite habe "ein phänomenales Geschäft gemacht", kritisierte Trump. "Und das ist ein sehr schlechter Präzedenzfall."

Es sei zwar "wunderbar", dass Gershkovich nach Hause zurückgekehrt sei. Aber "diese Deals sind so schlecht, dass diese Deals zu enormen Entführungen führen werden", sagte er bei dem Versuch, den Erfolg von Präsident Joe Biden beim Zustandekommen des Abkommens herunterzuspielen.

Trump hatte in der Vergangenheit wiederholt damit geprahlt, dass nur er in der Lage sei, die Freilassung von Gershkovich zu erwirken - und dies auch nur im Falle seiner Wiederwahl. Nun nutzte er den Gefangenenaustausch, um gegen Biden auszuholen. Über Biden und seine Vizepräsidentin, die voraussichtliche Präsidentschaftskandidatin der Demokraten, Kamala Harris, sagte Trump in dem Interview, sie würden auf der internationalen Bühne "nicht respektiert".

Auf seiner Onlineplattform Truth Social spekulierte der Ex-Präsident zudem über die Einzelheiten des Gefangenenaustauschs. "Zahlen wir ihnen auch Geld", fragte er am Donnerstag. "Lassen wir Mörder, Totschläger oder Schläger frei?".

Der nationale Sicherheitsberater der USA, Jake Sullivan, sagte am Donnerstag vor Journalisten im Weißen Haus, dass für das Zustandekommen des Abkommens keine Zugeständnisse gemacht worden seien. Es sei weder Geld gezahlt noch seien Sanktionen gegen Russland gelockert worden.

Russland und sein Verbündeter Belarus sowie auf der anderen Seite Deutschland, die USA und drei weitere Nato-Staaten hatten den Gefangenenaustausch am Donnerstagnachmittag in der türkischen Hauptstadt Ankara vollzogen. Die Beziehungen des Westens zu Russland sind seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 auf dem Tiefpunkt; die Regierung in Ankara bemüht sich um gute Kontakte sowohl zu Russland als auch der Ukraine.

E.M.Filippelli--PV

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