Pallade Veneta - Zwei Tote und zwei Verletzte bei Messerangriff nahe Tel Aviv

Zwei Tote und zwei Verletzte bei Messerangriff nahe Tel Aviv


Zwei Tote und zwei Verletzte bei Messerangriff nahe Tel Aviv
Zwei Tote und zwei Verletzte bei Messerangriff nahe Tel Aviv / Foto: GIL COHEN-MAGEN - AFP

Inmitten einer extrem angespannten Lage im Nahen Osten sind bei einem Messerangriff bei Tel Aviv zwei Menschen getötet worden. Eine Frau und eine Mann erlagen nach Krankenhausangaben kurz nach dem Angriff in Cholon ihren Verletzungen. Zudem gab es laut Rettungskräften zwei weitere Verletzte. Die Polizei sprach von einem "mutmaßlichen Terroranschlag" in dem Vorort von Tel Aviv.

Textgröße ändern:

Ein Verdächtiger sei noch vor Ort "neutralisiert" worden, erklärte die Polizei. Er sei später im Krankenhaus gestorben. Bei dem Mann handelte es sich laut Polizei um einen Bewohner des von Israel besetzten Westjordanlands.

Der Angriff ereignete sich an mehreren Schauplätzen in Cholon, wie der israelische Rettungsdienst Magen David Adom mitteilte. "Es handelte sich um einen komplexen und schwierigen Terroranschlag, da sich die Opfer an drei verschiedenen Orten befanden, die etwa 500 Meter voneinander entfernt lagen", hieß es weiter.

Bei den getöteten Opfern handelt es sich um eine 66-jährige Frau und einen etwa 80-jährigen Mann, wie das Krankenhaus Wolfson mitteilte. Magen David Adom hatte dagegen zuvor angegeben, beide später verstorbenen Opfer des Angriffs seien 70 Jahre alt gewesen. Zudem wurden dem Rettungsdienst zufolge ein 68-Jähriger schwer und ein 26-Jähriger leicht verletzt.

Israels Minister für die nationale Sicherheit, Itamar Ben Gvir, besuchte den Tatort und kam sagte mit Blick auf Drohungen des Iran mit Vergeltungsschlägen. "Unser Krieg findet nicht nur gegen den Iran statt, sondern auch in den Straßen. Deswegen haben wir die israelische Bevölkerung mit mehr als 150.000 Waffenscheinen bewaffnet", sagte der rechtsextreme Politiker vor Journalisten.

Der tödliche Angriff fand vor dem Hintergrund einer extrem angespannten Situation in der Region statt. Der am 7. Oktober durch den beispiellosen Überfall der Hamas auf Israel ausgelöste Gazakrieg dauert mittlerweile seit fast zehn Monaten an. Infolge der Tötung von Hamas-Chef Ismail Hanija in Teheran und dem Kommandeur der libanesischen Hisbollah-Miliz, Fuad Schukr, in Beirut drohten der Iran und seine Verbündeten mit Vergeltungsschlägen gegen Israel.

L.Barone--PV

Empfohlen

Gericht gestattet Flávio Bolsonaro Besuch seines inhaftierten Vaters wieder

Der rechtsgerichtete brasilianische Präsidentschaftskandidat Flávio Bolsonaro darf seinen Vater, den verurteilten Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro, wieder im Hausarrest besuchen - solange er ihn nicht in den Wahlkampf einbezieht. Der Oberste Gerichtshof Brasiliens genehmigte am Montag eine Wiederaufnahme der Besuche. Wie aus dem Urteil hervorgeht, das der Nachrichtenagentur AFP vorliegt, dürfen die Besuche aber keinem "politischen oder wahlbezogenen Zweck" dienen.

Brand in Starlink-Station in Polen: Tusk gibt zwei Festnahmen in Deutschland bekannt

Nach einem Brand in einer Anlage des Satelliten-Kommunikationssystems Starlink in Polen hat Regierungschef Donald Tusk die Festnahme von zwei Verdächtigen in Deutschland bekanntgegeben. Die deutsche Polizei habe die beiden türkischen Staatsbürger im Auftrag der polnischen Behörden festgenommen, erklärte Tusk am Montag im Onlinedienst X. Sie stehen demnach im Verdacht, die Starlink-Station in der zentralpolnischen Region Masowien in Brand gesetzt zu haben. Tusk sprach von einem "weiteren Akt hybrider Kriegsführung".

Ukraine-Krieg: Merz telefoniert mit Selenskyj

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat am Montag mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj telefoniert. Dieser habe Merz über die massiven russischen Luftangriffe auf zivile Ziele und die ukrainische Energieinfrastruktur am vergangenen Wochenende informiert, erklärte das Kanzleramt. Der Bundeskanzler bekräftigte demnach "die Solidarität Deutschlands mit den Ukrainerinnen und Ukrainern".

Vorfall in Fairford: USA und Verbündete verurteilen "gewaltsame Angriffe" des Iran

Nach dem Zwischenfall auf einem britischen Luftwaffenstützpunkt Ende September haben die USA und ihre Verbündeten, darunter auch Deutschland, "auf das Schärfste Irans Einsatz gewaltsamer Angriffe" verurteilt. Dabei gehe es um "Taten tödlicher Anschlagsplanung, Brandstiftung, Sabotage, Cyberangriffe und andere hybride Aktivitäten gegen uns und unsere Partner", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung, die am Montag vom US-Außenministerium veröffentlicht wurde.

Textgröße ändern: