Pallade Veneta - US-Diplomat warnt Maduro vor Verhaftung von Oppositionsführern in Venezuela

US-Diplomat warnt Maduro vor Verhaftung von Oppositionsführern in Venezuela


US-Diplomat warnt Maduro vor Verhaftung von Oppositionsführern in Venezuela
US-Diplomat warnt Maduro vor Verhaftung von Oppositionsführern in Venezuela / Foto: DANIEL DUARTE - AFP/Archiv

Nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl in Venezuela hat ein hochrangiger US-Diplomat den erklärten Wahlsieger Nicolás Maduro vor der Verhaftung der Oppositionsführer gewarnt. "Sollte sich Maduro dazu entscheiden, wird dies die internationale Gemeinschaft auf eine Art und Weise zusammenbringen, die er sich nicht vorstellen kann", sagte der US-Botschafter bei der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), Francisco Mora, am Donnerstag bei einer Veranstaltung der US-Denkfabrik Atlantic Council.

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Die internationale Gemeinschaft würde ihren Druck auch innerhalb der OAS erhöhen, sollten der oppositionelle Präsidentschaftskandidat Edmundo González Urrutia und Oppositionschefin María Corina Machado verhaftet werden, so wie Maduro es gefordert hatte. Selbst Staaten, die mit Venezuela irgendwie sympathisierten, würden sich diesem Druck anschließen, sagte Mora weiter.

Gegen beide Oppositionspolitiker hat die venezolanische Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen "Anstachelung zum Aufstand" eingeleitet. Angesichts einer drohenden Festnahme sind beide seit Tagen nicht mehr in der Öffentlichkeit erschienen.

Die USA und weitere Staaten sehen in González Urrutia den wahren Sieger der Wahl vom 28. Juli. Die von der regierungstreuen venezolanischen Wahlbehörde herausgegeben Wahlergebnisse, nach denen Maduro gewann, halten sie für nicht glaubwürdig. Zu den Staaten, die den Wahlsieg des bekennenden Marxisten Maduro anzweifeln, gehören auch die linksregierten lateinamerikanischen Länder Brasilien, Kolumbien und Mexiko.

Mora sagte, die USA vertrauten zunächst auf die diplomatischen Kanäle dieser drei Staaten und wollten ihnen "den Raum und die Gelegenheit geben, einen Weg nach vorne zu finden". Die Ereignisse in Venezuela hätten in Washington aber eine hohe Priorität.

Der damalige US-Präsident Donald Trump hatte 2018 ebenfalls nicht Maduro, sondern dessen Herausforderer Juan Guaidó als Wahlsieger anerkannt. Der seit 2013 regierende Maduro wird vom Militär im Land und von Kuba, China und Russland unterstützt. Zweifel an der Rechtmäßigkeit seiner Wiederwahl gibt es auch bei europäischen Regierungen.

C.Conti--PV

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