Pallade Veneta - Klingbeil: Scholz wird SPD als Kanzlerkandiat in Bundestagswahlkampf führen

Klingbeil: Scholz wird SPD als Kanzlerkandiat in Bundestagswahlkampf führen


Klingbeil: Scholz wird SPD als Kanzlerkandiat in Bundestagswahlkampf führen
Klingbeil: Scholz wird SPD als Kanzlerkandiat in Bundestagswahlkampf führen / Foto: Markus Schreiber - POOL/AFP

SPD-Chef Lars Klingbeil hat jegliche Zweifel zurückgewiesen, dass seine Partei bei der Bundestagswahl im kommenden Jahr erneut mit Amtsinhaber Olaf Scholz als Kanzlerkandidat antreten wird. "Er bleibt unser Kanzler und wir werden alles dafür tun, dass er bei der nächsten Bundestagswahl wieder unser Kanzler wird", sagt Klingbeil am Sonntag der ARD. Er räumte aber ein, dass die SPD mit ihren bundesweiten Umfragewerten nicht zufrieden sein könne.

Textgröße ändern:

"Die 15 Prozent im Bund, ja, die sind real und die schmerzen auch", sagte Klingbeil im Interview mit der Sendung "Bericht aus Berlin". Der SPD-Chef betonte, es sei "eine schwierige Zeit". Es gebe Unsicherheiten, Kriege und Krisen. "Es gibt wahnsinnig viel Unsicherheit, die sich im Land ja breit macht." Dies schlage sich auch in der Unzufriedenheit mit der Ampel-Regierung nieder - "da darf man gar nicht darum herumreden".

Es müsse jetzt "alles getan werden", "dass die Bundestagswahl, die wir in 13 Monaten haben werden, anders ausgeht", betonte Klingbeil. Die SPD werde zeigen, dass sie kämpfen könne. Scholz werde dabei "vorneweg marschieren", sagte der SPD-Chef. Die Wahl im kommenden Jahr werde aber "kein Selbstläufer".

Ende Juli hatten in einer Umfrage des Instituts Forsa nur noch ein Drittel der SPD-Mitglieder angegeben, sie hielten Scholz für den richtigen Kanzlerkandidaten. Genauso viele sprachen sich für Verteidigungsminister Boris Pistorius aus.

Scholz selbst hatte darauf klargemacht, dass er erneut als Kanzlerkandidat antritt. "Ich werde als Kanzler antreten, erneut Kanzler zu werden", sagte er in seiner Pressekonferenz vor der Sommerpause. Ein Journalist hatte ihn gefragt, ob er nicht dem Vorbild von US-Präsident Joe Biden folgen und auf eine erneute Kandidatur verzichten wolle.

T.Galgano--PV

Empfohlen

Verfassungsschutz sieht "langfristig angelegten" Angriff Russlands gegen Deutschland

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) rechnet mit einer Fortsetzung verdeckter Angriffe und Destabilisierungsaktionen Russlands gegen Deutschland und andere europäische Staaten. Diese nähmen "an Intensität, Tempo und Reichweite zu", erklärte Verfassungsschutzpräsident Sinan Selen am Montag in Berlin. "Treibende Kraft dahinter ist maßgeblich Russland." Selen betonte, dies sei "keine vorübergehende Entwicklung, sondern ein langfristig angelegter hybrider Angriff." Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) drängte auf eine rasche Stärkung der Befugnisse der deutschen Nachrichtendienste.

Merz nach Wahl von AfD-Landtagspräsident: Unterstützer haben "in CDU keinen Platz"

CDU-Chef Friedrich Merz hat die Wahl des AfD-Politikers Tobias Rausch zum Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt auch mit Stimmen aus anderen Parteien scharf kritisiert. "Das, was in Magdeburg geschehen ist, lässt uns nicht ruhen", sagte Merz am Montag in Berlin. "Das ist ein beispielloser Vorgang." Abgeordnete, "die die Hand reichen für eine solche Wahl", hätten "in der CDU keinen Platz".

Merz verlangt von SPD Ende der Gespräche mit Linken in Berlin über Regierung

CDU-Chef Friedrich Merz hat von der SPD verlangt, die Gespräche mit der Linkspartei in Berlin über eine mögliche Regierungsbildung umgehend zu beenden. Die Ereignisse seien ein "beispielloser Vorgang", sagte Merz am Montag in Berlin. "Was uns alle zutiefst besorgt, ist der weit verbreitete Antisemitismus in dieser Partei", fügte er mit Blick auf die Linke hinzu.

Drei Wochen nach Wahl: Koalitionsverhandlungen in Schwerin gestartet

Drei Wochen nach der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern haben sich SPD, Linke und Grüne erstmals zu Koalitionsgesprächen getroffen. Ministerpräsidentin und SPD-Landeschefin Manuela Schwesig sagte am Montag zur ersten Verhandlungsrunde in Schwerin, die drei Parteien hätten "die Möglichkeit, eine demokratische stabile Koalition zu bilden". Das "Vertrauen und die Zuversicht", dass diese zustande komme, seien nach den ersten Gesprächen gewachsen.

Textgröße ändern: