Pallade Veneta - Nasrallah: Hisbollah-Angriff galt Stützpunkt von Israels Militärgeheimdienst

Nasrallah: Hisbollah-Angriff galt Stützpunkt von Israels Militärgeheimdienst


Nasrallah: Hisbollah-Angriff galt Stützpunkt von Israels Militärgeheimdienst
Nasrallah: Hisbollah-Angriff galt Stützpunkt von Israels Militärgeheimdienst / Foto: Mahmoud ZAYYAT - AFP

Die pro-iranische Hisbollah-Miliz hat bei ihrem Großangriff auf Israel am Sonntag nach den Worten ihres Chefs Hassan Nasrallah einen Militärstützpunkt in der Nähe von Tel Aviv attackiert. Das "Hauptziel des Einsatzes" tief im Landesinneren sei der Stützpunkt Glilot gewesen, "die zentrale Basis des israelischen Militärgeheimdienstes", sagte Nasrallah am Sonntag in einer Fernsehansprache. Der Militärstützpunkt Glilot liegt rund 100 Kilometer von der israelisch-libanesischen Grenze entfernt.

Textgröße ändern:

Ein Sprecher der israelischen Armee sagte der Nachrichtenagentur AFP, er könne "bestätigen, dass der Stützpunkt Glilot nicht getroffen wurde". Israelischen Medienberichten zufolge befindet sich auf dem Militärstützpunkt auch der Sitz des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad.

Hisbollah-Chef Nasrallah wies Aussagen von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu als "falsche Behauptungen" zurück, wonach die israelische Armee tausende Raketen der Hisbollah abgefangen und tausende Raketenwerfer zerstört habe.

Die Hisbollah hatte den Norden Israels am Sonntagmorgen nach eigenen Angaben mit mehr als 300 Raketen angegriffen. Nach Angaben der Miliz handelte es sich dabei um eine Vergeltungsmaßnahme für den Tod ihres Militärchefs Fuad Schukr, der Ende Juli bei einem israelischen Luftangriff in Beirut getötet worden war.

In Israel wurde wegen des massiven Beschusses der Ausnahmezustand ausgerufen, die israelische Armee meldete Präventivangriffe auf Hisbollah-Ziele im Libanon.

M.Romero--PV

Empfohlen

Mehr als 110.000 Kanadier unterstützen Petition zur Ausweisung des US-Botschafters

In Kanada stößt eine Petition auf rege Zustimmung, wonach die Regierung US-Botschafter Pete Hoekstra zur unerwünschten Person erklären und ausweisen soll. Bislang unterzeichneten mehr als 116.000 Menschen das Bürgerbegehren, das noch bis zum 18. November läuft, hieß es am Donnerstag auf der Website des kanadischen Parlaments. Hoekstra ist ein unermüdlicher Verteidiger von US-Präsident Donald Trump, der wiederholt damnit gedroht hat, Kanada den USA einzuverleiben und das Nachbarland mit Zöllen zu überziehen.

Raúl Castro zeigt sich bei Gedenken an Bruder Fidel erstmals seit Monaten öffentlich

Kubas früherer Staatschef Raúl Castro hat sich erstmals seit mehreren Monaten wieder in der Öffentlichkeit gezeigt. Wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten, nahm der 95-Jährige am Donnerstag in der Hauptstadt Havanna an einer Veranstaltung zum 100. Geburtstag seines 2016 gestorbenen Bruders und Revolutionsführers Fidel Castro teil.

"Terrortat": US-Botschafter verurteilt Siedlergewalt gegen Palästinenser ungewöhnlich scharf

Der US-Botschafter in Israel hat die anhaltende Belagerung mehrerer palästinensischer Häuser im Westjordanland durch israelische Siedler in ungewöhnlich scharfer Form kritisiert. Der sonst als Befürworter israelischer Siedlungen bekannte Mike Huckabee schrieb am Donnerstag im Onlinedienst X von einer "schreckliche Terrortat" und nannte die Vorkommnisse "widerlich". Die israelische Armee ging gegen die Siedler vor, diese wichen jedoch laut Augenzeugen nur in die umliegenden Hügel zurück. Vertreter der israelischen Regierung wohnten derweil der Wiedereröffnung einer weiteren Siedlung im Westjordanland bei.

BSW streitet über Umgang mit AfD - Wagenknecht weist Höcke-Angebot zurück

Vor den Landtagswahlen im Osten verschärft sich innerhalb des BSW der Streit über den Umgang mit der AfD. BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht lehnte am Donnerstag zwar das Angebot des thüringischen AfD-Chefs Björn Höcke ab, sich mit den Stimmen der AfD im Landtag zur Ministerpräsidentin wählen zu lassen. Zugleich kritisierte sie die Ausgrenzung der AfD aber als "Brandmauer-Irrsinn". Scharf kritisiert wurde Wagenknecht aus dem thüringischen BSW-Landesverband, der ihr mangelnde Abgrenzung der AfD vorwarf.

Textgröße ändern: