Pallade Veneta - Ukrainischer Botschafter fordert "viel mehr Mut" von westlichen Partnern

Ukrainischer Botschafter fordert "viel mehr Mut" von westlichen Partnern


Ukrainischer Botschafter fordert "viel mehr Mut" von westlichen Partnern
Ukrainischer Botschafter fordert "viel mehr Mut" von westlichen Partnern / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Der ukrainische Botschafter in Berlin, Oleksii Makeiev, hat vor dem Hintergrund der ukrainischen Offensive in der russischen Grenzregion Kursk die westlichen Partner aufgefordert, ihre Angst vor einer Eskalation zu überwinden. Der ukrainische Vorstoß in Kursk habe "sehr viel in der Wahrnehmung verändert", sagte Makeiev am Donnerstag im Deutschlandfunk. "Wir brauchen viel mehr Mut von unseren Partnern", fügte der Botschafter hinzu.

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Der Einsatz in Kursk habe "viele Mythen und rote Linien weggewischt", sagte Makeiev. Die Ukraine habe der ganzen Welt gezeigt, dass Russland besiegbar sei, "wenn man seine Schwächen sieht und sie auch nutzt".

Die ukrainische Armee hatte am 6. August eine Militäroffensive in der russischen Grenzregion Kursk begonnen und kontrolliert dort eigenen Angaben zufolge mittlerweile mehrere Dutzend Ortschaften. Der Vorstoß war der erste dieser Art seit Beginn der russischen Offensive in der Ukraine im Februar 2022.

Die Ukraine habe "den russischen Bluff durchschaut", argumentierte Makeiev. Kiew spreche derzeit mit den westlichen Unterstützern, dass die ukrainischen Soldaten auch weitreichende Waffen einsetzen können, "um ganz konkrete Stützpunkte und zum Beispiel militärische Flughäfen" im russischen Kernland "zerstören zu können".

Zu den russischen Vorwürfen, ukrainische Soldaten hätten das Atomkraftwerk in Kurtschatow in der Region Kursk beschossen, sagte der Botschafter: "Das ist Quatsch." Moskau habe Kiew schon bei der russischen Besetzung des ukrainischen Akw in Saporischschja "alles mögliche vorgeworfen". Sein Appell an die Deutschen sei: "Bitte glaubt nicht das, was Russland sagt, denn Russland lügt." Die Ukraine sei sich "ganz im Klaren", was der Beschuss eines Akw für verheerende Folgen haben würde.

P.Colombo--PV

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