Pallade Veneta - Ungarns Außenminister trifft Gazprom-Chef zu Gesprächen über "Energiesicherheit"

Ungarns Außenminister trifft Gazprom-Chef zu Gesprächen über "Energiesicherheit"


Ungarns Außenminister trifft Gazprom-Chef zu Gesprächen über "Energiesicherheit"
Ungarns Außenminister trifft Gazprom-Chef zu Gesprächen über "Energiesicherheit" / Foto: Olga MALTSEVA - AFP

Ungarns Außenminister Peter Szijjarto ist zu Gesprächen über die Energieversorgung seines Landes nach Russland gereist. "Ohne russisches Gas kann Ungarns Energiesicherheit nicht garantiert werden", schrieb Szijjarto am Freitag im Onlinenetzwerk Facebook und veröffentlichte dort ein Bild von einem Treffen mit dem Chef des russischen Energiekonzerns Gazprom, Alexej Miller, in St. Petersburg. Das sei "keine Frage von Ideologie, sondern von Physik und Mathematik".

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Ungarn ist das einzige EU-Mitgliedsland, das seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine noch enge Verbindungen nach Moskau hält. Das Land ist zudem weiterhin fast vollständig von russischem Erdgas abhängig. In der EU werden die Verbindungen von Budapest nach Moskau kritisch gesehen, das Treffen in Russland dürfte die Spannungen verstärken.

"Es gehört heutzutage in Europa etwas Mut dazu, das zu sagen, aber Ungarn ist mit der Zusammenarbeit mit Russland im Energiebereich zufrieden", schrieb der ungarische Chefdiplomat weiter. Der größte Teil der Gaslieferungen für Ungarn kommt durch das Schwarze Meer über Bulgarien und Serbien, der Rest über eine Pipeline durch die Ukraine. Kiew kündigte jedoch bereits an, den bis Ende dieses Jahres laufenden Transitvertrag mit Russland nicht verlängern zu wollen.

Die Ukraine blockiert außerdem Lieferungen des russischen Konzerns Lukoil, der nach Angaben aus Budapest über die Druschba-Pipeline ein Drittel der ungarischen Ölimporte liefert. Ungarn bezeichnete dies als "inakzeptabel" und erklärte, nach Alternativen suchen zu wollen.

U.Paccione--PV

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