Pallade Veneta - Bundestagspräsidentin Bas gedenkt in Kiew der Opfer des Zweiten Weltkriegs

Bundestagspräsidentin Bas gedenkt in Kiew der Opfer des Zweiten Weltkriegs


Bundestagspräsidentin Bas gedenkt in Kiew der Opfer des Zweiten Weltkriegs
Bundestagspräsidentin Bas gedenkt in Kiew der Opfer des Zweiten Weltkriegs / Foto: Genya SAVILOV - AFP

Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) hat an einer Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus in Kiew teilgenommen. An der Holocaust-Gedenkstätte Babyn Jar und am Grabmal des Unbekannten Soldaten legte Bas am Sonntag Kränze nieder. Gemeinsam mit dem ukrainischen Parlamentschef Ruslan Stefantschuk gedachte die SPD-Politikerin "aller Opfer des Zweiten Weltkrieges", wie der Bundestag mitteilte. Bas besuchte zudem die Kiewer Vororte Irpin und Butscha, die wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen Symbole des russischen Angriffskrieges in der Ukraine wurden.

Textgröße ändern:

"Es berührt mich tief, dass ich heute hier sein kann – als Repräsentantin des Landes, das den Zweiten Weltkrieg und die Schoa zu verantworten hat", erklärte Bas. "Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass wir gemeinsam der Millionen Opfer des Holocaust und des nationalsozialistischen Vernichtungskrieges gedenken."

Der brutale Angriffskrieg, dem sich die Ukraine heute ausgesetzt sehe, erfülle sie mit Entsetzen, betonte Bas, die in Kiew auch den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und Regierungschef Denys Schmyhal traf. Den ukrainischen Politikern versicherte sie die Unterstützung Deutschlands. "Mein Besuch ist ein Zeichen der Solidarität mit der Ukraine und dem ukrainischen Volk in diesem Existenzkampf", erklärte sie.

Der Krieg müsse "so schnell wie möglich" ein Ende finden, forderte Bas. "Das Grauen des 20. Jahrhunderts darf sich nicht wiederholen."

"Erschüttert" zeigte sich die Bundestagspräsidentin nach einem Besuch der Kiewer Vororte Irpin und Butscha. "Die zahlreichen Hinweise auf Kriegsverbrechen der russischen Streitkräfte machen mich fassungslos", erklärte sie. Solche gezielten Angriffe gegen die Zivilbevölkerung seien "schwere Verstöße gegen das Völkerrecht", die unabhängig untersucht werden müssten. Die Verantwortlichen müssten angeklagt werden.

Nach den schweren Irritationen infolge der Ausladung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier durch die Regierung in Kiew ist Bas die erste hohe Repräsentantin Deutschlands, die inmitten des russischen Angriffskriegs in der ukrainischen Hauptstadt zu Besuch ist. Der Besuch von Bas war schon seit April geplant. Inzwischen hat Selenskyj den Bundespräsidenten und die gesamte Bundesregierung in die Ukraine eingeladen.

P.Colombo--PV

Empfohlen

US-Gesandte Kushner und Witkoff am Wochenende mit Ukraine-Vorschlag in Moskau und Kiew

US-Präsident Donald Trump hat einen neuen diplomatischen Vorstoß zur Beendigung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine angekündigt. Seine Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff würden mit einem Vorschlag "zur Beendigung des Kriegs" am Wochenende Moskau und Kiew besuchen, teilte Trump am Freitag mit. Der US-Präsident zeigte sich zudem sicher, dass Russland nach deutschen Vorwürfen wegen des versuchten Drohnen-Anschlags am Flughafen Leipzig/Halle die Nato nicht angreifen werde.

Trump: Putin will Nato nicht angreifen - Gesandte mit Ukraine-Plan unterwegs

US-Präsident Donald Trump hält nach den deutschen Vorwürfen gegen Russland wegen des versuchten Drohnen-Anschlags am Flughafen Leipzig an seiner Einschätzung fest, dass Kreml-Chef Wladimir Putin keinen Angriff auf Nato-Gebiet plant. "Ich spreche mit ihm. Ich kenne ihn sehr gut. Putin will kein Nato-Gebiet angreifen", sagte Trump am Freitag im Weißen Haus auf die Frage eines AFP-Reporters.

Vor Abschied bei der UNO: Baerbock fordert erneut UN-Generalsekretärin

Die frühere Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat sich wenige Tage vor ihrem Ausscheiden als Präsidentin der UN-Generalversammlung noch einmal für eine Frau an der Spitze der Vereinten Nationen stark gemacht. Dies sei ein "Testfall für die Glaubwürdigkeit der Organisation", erklärte Baerbock am Freitag in New York. Bislang waren ausschließlich Männer UN-Generalsekretär.

Meloni feiert Amtszeit-Rekord und stimmt auf Wahlkampf 2027 ein

Mit einer Kundgebung in der Hafenstadt Bari hat die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni den Amtszeit-Rekord ihrer Regierung gefeiert und zugleich den Blick auf die Parlamentswahl 2027 gerichtet. "Stabilität ist kein Rekord, den man zur Schau stellt, sondern die Voraussetzung dafür, dass eine Nation planen, entscheiden, ihre Verpflichtungen einhalten und respektiert werden kann", erklärte die 49-jährige Vorsitzende der ultrarechten Fratelli d'Italia (FdI) im Onlinedienst X.

Textgröße ändern: