Pallade Veneta - Zwei Monate vor US-Wahl: Harris und Trump in Umfragen Kopf an Kopf

Zwei Monate vor US-Wahl: Harris und Trump in Umfragen Kopf an Kopf


Zwei Monate vor US-Wahl: Harris und Trump in Umfragen Kopf an Kopf
Zwei Monate vor US-Wahl: Harris und Trump in Umfragen Kopf an Kopf / Foto: Patrick T. Fallon, ROBERTO SCHMIDT - AFP/Archiv

Zwei Monate vor der US-Präsidentschaftswahl liefern sich die beiden Kontrahenten in den Umfragen ein knappes Kopf-an-Kopf-Rennen. Nach einer am Mittwoch vom US-Sender CNN veröffentlichten Erhebung liegen die beiden Kandidaten in drei Bundesstaaten, die für die Wahl entscheidend werden könnten, fast gleichauf.

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Harris und Trump kamen demnach in Pennsylvania jeweils auf 47 Prozent, während in Georgia und Nevada Harris mit 48 Prozent einen Prozentpunkt vor Trump lag. Der US-Präsident wird nicht direkt gewählt, sondern von einem Kollegium, in das die Bundesstaaten ihre Repräsentanten, die Wahlleute, entsenden.

Für den Wahlsieg wird die Mehrheit von 270 der insgesamt 538 Wahlleute benötigt, so dass den einzelnen Bundesstaaten und manchmal nur ein paar zehntausend Wählern große Bedeutung für den Ausgang der Wahl zukommt, während Millionen andere US-Bürger mehr oder weniger eine Rolle als Zuschauer einnehmen.

Die Lager beider Parteien investieren derzeit Millionen für Wahlwerbung in den umkämpften Schlüsselstaaten. Am kommenden Dienstag steht das erste TV-Duell der beiden Kontrahenten an, das der Sender ABC News ausstrahlt.

Das TV-Duell zwischen Trump und Joe Biden im Juni endete mit einer krachenden Niederlage für den Amtsinhaber, da dieser seine Sätze nicht zu Ende brachte, kaum zu verstehen war und teils mit offenem Mund vor sich hinstarrte.

Angesichts der wachsenden Zweifel an seiner körperlichen und geistigen Fitness für das Amt sah sich Biden Ende Juli zum spektakulären Verzicht auf seine Kandidatur gezwungen. Statt Biden stieg Vizepräsidentin Harris in das Rennen um das Weiße Haus ein und entfachte unter den Anhängern der Demokratischen Partei neue Euphorie. In den Umfragen holte sie gegenüber Trump auf, so dass der Ausgang der Wahl am 5. November nun wieder völlig offen ist.

Die 59-Jährige, die bei einem Wahlsieg die erste Frau und die erste Politikerin indisch-afroamerikanischer Herkunft im Weißen Haus wäre, zwang Trump dazu, seine gegen Biden und dessen hohes Alter ausgerichtete Kampagne völlig neu auszurichten. Der Milliardär tritt mit seinen 78 Jahren nun selbst als ältester Präsidentschaftskandidat in der US-Geschichte an.

Trotz zahlreicher Skandale, einer Verurteilung in einem Strafprozess und mehrerer weiterer Anklagen in Strafverfahren kann der für seinen rüden Umgangston berüchtigte Republikaner auf eine Basis leidenschaftlicher Anhänger im rechten Wählerspektrum zählen. Am Mittwochabend wurde Trump in Harrisburg, der Hauptstadt von Pennsylvania, zu einem Treffen mit Bürgern erwartet, das von Fox News und dem Trump-Vertrauten Sean Hannity ausgerichtet wird.

Vizepräsidentin Harris wollte am Mittwochnachmittag einen Wahlkampfauftritt in New Hampshire absolvieren, um dort ihre Pläne zur Unterstützung kleinerer und mittlerer Unternehmen vorzustellen. Diese sehen vor, Steuergutschriften für Unternehmensgründer um das Zehnfache auf 50.000 Dollar (45.100 Euro) zu erhöhen.

Harris präsentiert sich als Kandidatin der Mittelschicht im Gegensatz zum milliardenschweren Immobilienunternehmer Trump, dem vorgeworfen wird, sich vor allem um die Reichen und die Großkonzerne zu sorgen. Trump nennt die demokratische Kandidatin seinerseits eine "Kommunistin" und "radikale Linke".

L.Barone--PV

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