Pallade Veneta - US-Wahlkampf: Countdown zum TV-Duelle zwischen Harris und Trump

US-Wahlkampf: Countdown zum TV-Duelle zwischen Harris und Trump


US-Wahlkampf: Countdown zum TV-Duelle zwischen Harris und Trump
US-Wahlkampf: Countdown zum TV-Duelle zwischen Harris und Trump / Foto: JEFF KOWALSKY, Mandel NGAN - AFP/Archiv

Countdown zu einem der wichtigsten Momente im US-Wahlkampf: Knapp zwei Monate vor der Präsidentschaftswahl treten die beiden Kandidaten Kamala Harris und Donald Trump am Dienstagabend (Ortszeit) in ihrem ersten und voraussichtlich einzigen TV-Duell gegeneinander an. Die 90-minütige Debatte wird vom Sender ABC in Philadelphia ausgerichtet und beginnt um 21.00 Uhr (Ortszeit, Mittwoch, 03.00 Uhr MESZ).

Textgröße ändern:

Dem Redegefecht wird große Bedeutung beigemessen, da sich die Kandidaten in den Umfragen ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen liefern. Es ist die vielleicht beste Gelegenheit für Harris, in der direkten Auseinandersetzung mit Trump ihr Profil zu schärfen und den US-Wählern zu vermitteln, wofür sie steht.Eine kürzlich von der "New York Times" veröffentlichte Umfrage besagt, dass 28 Prozent der Wählerinnen und Wähler kein klares Bild von der demokratischen Kandidatin haben, während nur neun Prozent dies über den Republikaner Trump sagten.

Die demokratische Vizepräsidentin traf am Montag in Philadelphia ein, Trump wurde wenige Stunden vor Beginn der Debatte in der Ostküstenmetropole erwartet. In den vergangenen Tagen hatte die 59-Jährige in Pittsburgh mit ihrem Team trainiert, während sich der 78-jährige Rechtspopulist angeblich nicht sonderlich auf die Debatte vorbereitete.

Trump-Berater Jason Miller sagte, es sei "unmöglich", sich auf eine Debatte mit Trump vorzubereiten. Dabei setzte er seinen Chef auf eine Stufe mit einem der größten Sportler der US-Geschichte: "Stellen Sie sich einen Boxer vor, der sich auf einen Kampf gegen Muhammad Ali vorbereiten will."

Harris sagte in einem Radio-Interview, Trump kenne im Niveau "nach unten keine Grenze". Ihr sei klar, dass er auch im TV-Duell die Wahrheit verdrehen und mit Lügen agieren werde. "Wir sollten darauf vorbereitet sein, dass er wahrscheinlich viele Unwahrheiten sagen wird", sagte sie.

Wichtige Themen der Debatte dürften die Wirtschafts- und Migrationspolitik sein, aber auch die Abtreibungsfrage und die Außenpolitik dürften zur Sprache kommen sowie die gegen Trump anhängigen Strafverfahren wegen Wahlmanipulation. Persönlich sind sich die beiden Kandidaten noch nie begegnet. Für Harris ist es das erste TV-Duell, für Trump, der zum dritten Mal bei einer Präsidentschaftswahl kandidiert, das siebte.

Viel steht auf dem Spiel, manche TV-Duelle haben die US-Wahl entschieden. Im Fall des scheidenden Amtsinhabers Joe Biden bedeutete seine Fehlleistung im Duell mit Trump am 27. Juni das Ende seines Plans, trotz seines hohen Alters noch einmal für vier Jahre ins Weiße Haus einzuziehen.

Die Regeln für das TV-Gefecht sind minutiös festgelegt. Das Mikrofon wird für den Kandidaten stumm geschaltet, der gerade nicht an der Reihe ist. Das Duell startet sofort ohne Eröffnungsstatements, es wird aber Schlussstatements geben, für welche die Kandidaten jeweils zwei Minuten Zeit haben.

Für ihre Antworten haben die Kandidatin und der Kandidat zwei Minuten Zeit, zwei Minuten werden dann für eine Replik zugestanden. Die Kontrahenten stehen jeweils hinter einem Podium und bekommen dort lediglich einen Stift, einen Schreibblock und eine Flasche Wasser zugestanden.

Zuschauer wird es nicht im Raum geben; es sind zwei Werbepausen geplant, während derer die Mitarbeiter aus den Wahlkampfteams aber nicht mit den Kandidaten sprechen dürfen.

Das Duell Trump-Biden verfolgten 51,3 Millionen Zuschauer in den USA, für das Spektakel am Dienstagabend wird mit deutlich mehr Zuschauern gerechnet. Der Austragungsort Philadelphia liegt im Bundesstaat Pennsylvania, der zu den sogenannten Swing States gehört. In diesen Staaten steht das Ergebnis der Präsidentschaftswahl am 5. November auf der Kippe, weshalb sie besonders umkämpft sind.

F.Amato--PV

Empfohlen

CDU-Innenpolitiker Oster verteidigt Geheimdienstreform gegen Kritik

Vor der Verabschiedung der geplanten Geheimdienstreform im Kabinett hat der CDU-Innenpolitiker Josef Oster das Vorhaben verteidigt. Es gehe nicht, wie von Kritikern behauptet, um die Schaffung einer Geheimpolizei, betonte Oster am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin". "Es geht darum, einen Nachrichtendienst auf rechtsstaatlicher Basis zu haben, der unsere Demokratie und unsere freiheitliche Grundordnung schützt."

Bundeswehr meldet mehrere hundert Zwischenfälle mit Drohnen in vergangenen Jahren

Die Bundeswehr hat in den vergangenen Jahren mehrere hundert sicherheitsrelevante Zwischenfälle mit Drohnen verzeichnet. "Seit Beginn der völkerrechtswidrigen russischen Vollinvasion der Ukraine im Februar 2022 hat das Meldeaufkommen auch zu Drohnensichtungen mit Bezug zur Bundeswehr deutlich zugenommen und sich verstetigt", sagte ein Sprecher des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (Mittwochsausgaben).

Seoul: Nordkorea feuert ballistische Rakete Richtung Japan ab

Wenige Tage von einem gemeinsamen Militärmanöver der USA und Südkoreas hat Nordkorea nach Angaben aus Seoul eine ballistische Rakete abgefeuert. Die nordkoreanische Rakete sei in Richtung Japan geschossen worden und habe über dem Meer eine Strecke von mehr als 700 Kilometern zurückgelegt, erklärte der Generalstab der südkoreanischen Armee am Mittwoch. Die japanische Regierung kritisierte den Vorfall als "Bedrohung für Frieden und Sicherheit".

Trump bestätigt heimlichen Flugzeugwechsel bei Abflug von Nato-Gipfel in Ankara

US-Präsident Donald Trump hat Berichte bestätigt, dass er kurz vor dem Abflug vom Nato-Gipfel in Ankara auf dem Flughafen der türkischen Hauptstadt heimlich die Maschine wechselte. "Sie wollten, dass ich einen anderen Flug nehme, ein anderes Flugzeug", sagte Trump am Dienstag offensichtlich mit Blick auf seine Personenschützer. "Sie wollten es so, also habe ich es gemacht. Ich tue, was sie sagen."

Textgröße ändern: