Pallade Veneta - Trotz Manipulationen: Landeswahlausschuss bestätigt Wahlergebnis in Sachsen

Trotz Manipulationen: Landeswahlausschuss bestätigt Wahlergebnis in Sachsen


Trotz Manipulationen: Landeswahlausschuss bestätigt Wahlergebnis in Sachsen
Trotz Manipulationen: Landeswahlausschuss bestätigt Wahlergebnis in Sachsen / Foto: RALF HIRSCHBERGER - AFP/Archiv

Zwölf Tage nach der Landtagswahl in Sachsen hat der Landeswahlausschuss das endgültige amtliche Ergebnis bestätigt. Ungeachtet der nach der Wahl aufgetauchten manipulierten Stimmzettel bleibt es bei der am Wahlabend ermittelten Sitzverteilung im Landtag, wie der Wahlausschuss am Freitag in öffentlicher Sitzung in Kamenz feststellte. Die CDU erhält im Landtag 41, die AfD 40 und das BSW 15 Sitze. Auf die SPD entfallen zehn Sitze, auf die Grünen sieben und auf die Linke sechs Sitze. Die Freien Wähler sind mit einem Mandat vertreten.

Textgröße ändern:

Die CDU von Ministerpräsident Michael Kretschmer gewann laut amtlichen Ergebnis mit 31,9 Prozent knapp vor der vom Landesverfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestuften AfD, die auf 30,6 Prozent kam. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) erhielt bei ihrem ersten Landtagseinzug 11,8 Prozent. Die SPD kam auf 7,3 Prozent, die Grünen erzielten 5,1 Prozent.

Die Linkspartei, die 4,5 Prozent der Zweitstimmen holten, schaffte durch den Gewinn zweier Direktmandate den Einzug. Zudem gewann ein Kandidat der Freien Wähler ein Direktmandat.

Nach der Abstimmung tauchten in Dresden und Umgebung insgesamt 126 manipulierte Stimmzettel auf, auf denen von Unbekannten Briefwahlstimmen zugunsten der rechtsextremen Partei Freie Sachsen verändert worden waren. Die Generalstaatsanwaltschaft und das Landeskriminalamt ermitteln wegen Wahlfälschung.

Der Kreiswahlausschusses Dresden teilte bereits mit, dass die manipulierten Stimmzettel, die allesamt für ungültig erklärt wurden, keine Auswirkungen auf die Sitzverteilung im Landtag hätten.

Die Regierungsbildung gestaltet sich wegen der Mehrheitsverhältnisse indes schwierig. Eine Fortsetzung der bisherigen Dreierkoalition aus CDU, SPD und Grünen ist in Sachsen nicht möglich. Eine Regierungsbeteiligung ohne die AfD, mit der keine der übrigen Parteien koalieren will, ist nur mit dem BSW denkbar.

BSW-Chefin Sahra Wagenknecht knüpfte das jedoch bereits vor den Wahlen an Bedingungen. So forderte sie beispielsweise eine Festlegung, dass keine US-Mittelstreckenraketen in Deutschland stationiert werden sollen. Dies stößt in Teilen von CDU und SPD auf Widerspruch.

SPD und BSW führten bereits ein erstes Gespräch, am Montag trafen sich auch Ministerpräsident Kretschmer und Wagenknecht persönlich. Für die kommende Woche ist Berichten zufolge auch ein Treffen von CDU und BSW geplant.

N.Tartaglione--PV

Empfohlen

Warken verteidigt Geheimdienstreform - Scharfe Kritik von Kubicki

Vor der geplanten Verabschiedung der Geheimdienstreform durch das Bundeskabinett hat Kanzleramtschefin Nina Warken (CDU) die Pläne verteidigt: "Das Kabinett legt an diesem Mittwoch den Grundstein für die umfangreichste und grundlegendste Reform der Nachrichtendienste seit ihrem Bestehen", sagte Warken der "Rheinischen Post".

Spitzenkandidaten stellen sich in Sachsen-Anhalt Fragen von Bürgern

Knapp vier Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt stellen sich die Spitzenkandidaten von sieben Parteien am Mittwochabend im Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) den Fragen von Bürgerinnen und Bürgern (21.00 Uhr). In der Sendung "Fakt ist! Wahlarena aus Magdeburg" treffen Zuschauer auf die Spitzenleute von CDU, AfD, SPD, Grünen, Linkspartei, FDP und BSW. Neben Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) wird unter anderem auch dessen Kontrahent von der AfD, Ulrich Siegmund, live Fragen aus dem Publikum beantworten.

Kabinett befasst sich mit Geheimdienstreform und Frühstartrente

Inmitten der parlamentarischen Sommerpause will das Bundeskabinett am Mittwoch eine Reihe wichtiger Reformvorhaben auf den Weg bringen (10.00 Uhr). Auf der Tagesordnung steht die Geheimdienstreform, die Verfassungsschutz und Bundesnachrichtendienst (BND) angesichts der verschärften Bedrohungslage deutlich ausgeweitete Kompetenzen geben soll. In einem weiteren Vorhaben will die Regierung im Kampf gegen Geldwäsche und Finanzkriminalität auch dem Zoll mehr Befugnisse verleihen. Er soll künftig Vermögenswerte unklarer Herkunft leichter beschlagnahmen können.

Seoul: Nordkorea startet ballistische Rakete Richtung Japan

Wenige Tage von einem gemeinsamen Militärmanöver der USA und Südkoreas hat Nordkorea nach Angaben aus Seoul eine ballistische Rakete gestartet. Die nordkoreanische Rakete sei in Richtung Japan abgefeuert worden und habe über dem Meer eine Strecke von mehr als 700 Kilometern zurückgelegt, erklärte am Mittwoch der Generalstab der südkoreanischen Streitkräfte. "Unsere Armee hat ihre Wachsamkeit und die Überwachung im Hinblick auf mögliche weitere Starts verstärkt."

Textgröße ändern: