Pallade Veneta - Ukrainischer Ex-Präsident Krawtschuk gestorben

Ukrainischer Ex-Präsident Krawtschuk gestorben


Ukrainischer Ex-Präsident Krawtschuk gestorben
Ukrainischer Ex-Präsident Krawtschuk gestorben / Foto: Sergei SUPINSKY - AFP/Archiv

Der frühere ukrainische Präsident Leonid Krawtschuk ist im Alter von 88 Jahren gestorben. "Heute ist der erste Präsident der unabhängigen Ukraine verstorben", schrieb der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko am Dienstag im Onlinedienst Telegram. "Ein großer Verlust für die gesamte Ukraine", fügte er hinzu. Krawtschuk, der von 1991 bis 1994 an der Spitze des Landes stand, habe "den modernen ukrainischen Staat begründet".

Textgröße ändern:

"Er blieb seinem Land bis zum letzten Moment treu und versuchte, mit seiner Erfahrung und seinem Wissen unser Leben zu verbessern. Und das ist ihm gelungen", erklärte Klitschko. Der Leiter des ukrainischen Präsidialamtes, Andrij Jermak, würdigte den Ex-Staatschef als "weisen Patrioten" und eine "wahrhaft historische Figur".

Krawtschuk hatte Ende 1991 zusammen mit dem Vorsitzenden des Obersten Sowjets von Belarus, Stanislaw Schuschkewitsch, und dem russischen Staatschef Boris Jelzin das Abkommen unterzeichnet, das die Auflösung der Sowjetunion besiegelte. Schuschkewitsch starb vergangene Woche im Alter von 87 Jahren.

Krawtschuk habe "stürmische Zeiten für unser Land erlebt" und das Land in die Unabhängigkeit geführt, schrieb der ukrainische Abgeordnete Dmytro Rasumkow auf Facebook. "Für unsere Unabhängigkeit und Freiheit kämpfen wir heute. In einem schrecklichen Krieg gegen die russischen Invasoren."

O.Pileggi--PV

Empfohlen

US-Gesandte Kushner und Witkoff am Wochenende mit Ukraine-Vorschlag in Moskau und Kiew

US-Präsident Donald Trump hat einen neuen diplomatischen Vorstoß zur Beendigung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine angekündigt. Seine Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff würden mit einem Vorschlag "zur Beendigung des Kriegs" am Wochenende Moskau und Kiew besuchen, teilte Trump am Freitag mit. Der US-Präsident zeigte sich zudem sicher, dass Russland nach deutschen Vorwürfen wegen des versuchten Drohnen-Anschlags am Flughafen Leipzig/Halle die Nato nicht angreifen werde.

Trump: Putin will Nato nicht angreifen - Gesandte mit Ukraine-Plan unterwegs

US-Präsident Donald Trump hält nach den deutschen Vorwürfen gegen Russland wegen des versuchten Drohnen-Anschlags am Flughafen Leipzig an seiner Einschätzung fest, dass Kreml-Chef Wladimir Putin keinen Angriff auf Nato-Gebiet plant. "Ich spreche mit ihm. Ich kenne ihn sehr gut. Putin will kein Nato-Gebiet angreifen", sagte Trump am Freitag im Weißen Haus auf die Frage eines AFP-Reporters.

Vor Abschied bei der UNO: Baerbock fordert erneut UN-Generalsekretärin

Die frühere Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat sich wenige Tage vor ihrem Ausscheiden als Präsidentin der UN-Generalversammlung noch einmal für eine Frau an der Spitze der Vereinten Nationen stark gemacht. Dies sei ein "Testfall für die Glaubwürdigkeit der Organisation", erklärte Baerbock am Freitag in New York. Bislang waren ausschließlich Männer UN-Generalsekretär.

Meloni feiert Amtszeit-Rekord und stimmt auf Wahlkampf 2027 ein

Mit einer Kundgebung in der Hafenstadt Bari hat die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni den Amtszeit-Rekord ihrer Regierung gefeiert und zugleich den Blick auf die Parlamentswahl 2027 gerichtet. "Stabilität ist kein Rekord, den man zur Schau stellt, sondern die Voraussetzung dafür, dass eine Nation planen, entscheiden, ihre Verpflichtungen einhalten und respektiert werden kann", erklärte die 49-jährige Vorsitzende der ultrarechten Fratelli d'Italia (FdI) im Onlinedienst X.

Textgröße ändern: