Pallade Veneta - Beirut: Mindestens acht Tote und 59 Verletzte bei israelischem Angriff

Beirut: Mindestens acht Tote und 59 Verletzte bei israelischem Angriff


Beirut: Mindestens acht Tote und 59 Verletzte bei israelischem Angriff
Beirut: Mindestens acht Tote und 59 Verletzte bei israelischem Angriff / Foto: FADEL ITANI - AFP

Bei einem israelischen Angriff am Freitag in Beirut sind nach Angaben der libanesischen Regierung mindestens acht Menschen getötet und 59 verletzt worden. Das libanesische Gesundheitsministerium teilte weiter mit, mindestens acht Menschen seien lebensgefährlich verletzt worden.

Textgröße ändern:

Aus Kreisen der pro-iranischen Hisbollah hatte es zuvor geheißen, bei dem israelischen Angriff im Süden von Beirut sei einer der derzeit ranghöchsten Militärchefs der Miliz getötet worden - der Kommandeur der Hisbollah-Elite-Einheit Radwan, Ibrahim Akil.

Offiziell bestätigte die Hisbollah den Tod Akils allerdings nicht. Die Miliz teilte aber mit, sie habe als Reaktion auf nicht näher beschriebene "Attentate" Katjuscha-Raketen auf einen Geheimdienststützpunkt im Norden Israels abgefeuert. Der Angriff sei "eine Antwort auf die Angriffe des israelischen Feindes" auf den Südlibanon, erklärte die Hisbollah.

Die israelische Armee hatte zuvor einen "gezielten Angriff" in Beirut bestätigt. Weitere Angaben zur Art des Angriffs oder dessen Ziel wurden von israelischer Seite zunächst nicht gemacht. Weiter hieß es in der Armee-Erklärung lediglich, dass es derzeit "keine Änderung in den Anweisungen" des für den Zivilschutz zuständigen israelischen Heimatfrontkommandos gebe.

Die Spannungen zwischen Israel und der Hisbollah hatten sich zuletzt deutlich zugespitzt, nachdem am Dienstag und Mittwoch hunderte Pager und Walkie-Talkies der Hisbollah-Miliz gleichzeitig explodiert waren. Bei den in zwei Wellen erfolgten Explosionen wurden 37 Menschen getötet und fast 3000 verletzt.

Hisbollah-Anführer Hassan Nasrallah macht Israel für die Explosionen der Kommunikationsgeräte verantwortlich und drohte mit Vergeltung. Israel äußerte sich nicht zu den Explosionen, kündigte aber an, den Kampf gegen die mit der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen verbündete Hisbollah fortzusetzen.

Am Freitag verstärkten beide Seiten ihre Angriffe. Nach israelischen Angaben feuerte die Hisbollah rund 140 Raketen binnen einer Stunde aus dem Libanon auf Israel ab. Zuvor hatten israelische Kampfjets nach Armeeangaben rund hundert Raketenwerfer der pro-iranischen Miliz im Libanon bombardiert.

P.Colombo--PV

Empfohlen

Ex-Mossad-Chef: Israelische Agenten waren mehrmals in iranischer Atomanlage Fordo

Israelische Spione haben dem früheren Mossad-Chef Yossi Cohen zufolge bereits mehrfach die iranische Atomanlage in Fordo aufgesucht. "Wir haben Fordo viele Male in Augenschein genommen, um den Komplex besser zu durchblicken", sagte Cohen israelischen Medien zufolge am Dienstag. Genauere Angaben zu den Begutachtungen machte er nicht. Cohen leitete den israelischen Auslandsgeheimdienst von 2015 bis 2021.

Dobrindt verteidigt Geheimdienstreform - Kritik an massiver Ausweitung der Befugnisse

Vor der geplanten Kabinettsentscheidung hat Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) die umfassende Reform der deutschen Nachrichtendienste verteidigt. "Die hybride Bedrohungslage, die Versuche der Destabilisierung durch Sabotage, Spionage, Cyberangriffe und verdeckte Aktionen fremder Mächte bekommen eine neue Antwort", sagte Dobrindt am Dienstag der "Bild"-Zeitung. Die Reform mache "aus unseren Nachrichtendiensten echte Geheimdienste".

Orban-Kritiker Baka ist neuer ungarischer Staatspräsident

Das Parlament in Ungarn hat den ehemaligen Präsidenten des Obersten Gerichtshofes, Andras Baka, zum neuen Staatspräsidenten gewählt. Der Kritiker des im April abgewählten langjährigen Regierungschefs Viktor Orban erhielt bei der Abstimmung in Budapest am Dienstag 140 Ja- und sechs Nein-Stimmen. Orbans Fidesz-Partei und deren Verbündete KDNP boykottierten die Wahl.

Weiter Forderungen nach Schließung von Russischem Haus in Berlin

Aus CDU, Grünen und FDP kommen weiter Forderungen nach einer Schließung des Russischen Hauses in Berlin. Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter sagte am Dienstag dem TV-Sender Welt, er gehe davon aus, dass die Einrichtung als Spionagezentrale genutzt werde. Es lebten dort mehr als hundert Menschen, "wo keiner weiß, wer das ist" und der Energieverbrauch sei unangemessen hoch, nannte er zwei Indizien.

Textgröße ändern: