Pallade Veneta - Umfrage: Mehrheit der Bundesländer offen für teureres Deutschlandticket

Umfrage: Mehrheit der Bundesländer offen für teureres Deutschlandticket


Umfrage: Mehrheit der Bundesländer offen für teureres Deutschlandticket
Umfrage: Mehrheit der Bundesländer offen für teureres Deutschlandticket / Foto: Christof STACHE - AFP/Archiv

Einer Umfrage der "Welt am Sonntag" zufolge ist eine Mehrheit der Bundesländer offen für eine Preiserhöhung beim Deutschlandticket. Die Zeitung berichtete am Samstag über eine eigene Abfrage bei den zuständigen Landesministerien. Demnach plädieren acht davon entweder für eine Preiserhöhung oder halten diese angesichts der gegenwärtigen Finanzierungslage für nicht vermeidbar. Bayern als neuntes Land hatte bereits zuvor eine Anhebung des monatlichen Abo-Preises von 49 auf 64 Euro gefordert.

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Dieser Preis gilt nach Informationen der "Welt am Sonntag" aber nicht als nicht realistisch. Für wahrscheinlich wird in Länderkreisen demnach ein Betrag zwischen 54 und 59 Euro gehalten, ab einem noch offenen Datum im kommenden Jahr. Über den künftigen Preis für das Deutschlandticket berät am Montag eine Sondersitzung der Verkehrsministerkonferenz. An der digitalen Sitzung nehmen die Verkehrsministerinnen und Verkehrsminister von Bund und Ländern teil.

Generell offen für eine Preiserhöhung sind laut Umfrage neben Bayern Rheinland-Pfalz und Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg und Berlin, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen. Einige andere Länder, darunter Hamburg, Thüringen, Hessen und das Saarland, wollten sich vor der Verkehrsministerkonferenz den Angaben zufolge nicht zur Preisfrage äußern. Eine Heraufsetzung der Abo-Kosten lehnt kein Land ausdrücklich ab.

"Wir kommen um eine maßvolle Preiserhöhung nicht herum", sagte Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) der "Rheinischen Post" vom Samstag. "Eine Preiserhöhung wäre angesichts der steigenden Kosten nur vermeidbar, wenn der Bund weitere Mittel zur Verfügung stellte."

Die Verkehrsministerinnen und -minister der Länder hatten sich bei ihrer Sonderkonferenz Anfang Juli grundsätzlich darauf verständigt, 2025 eine Preisanpassung beim Deutschlandticket vorzunehmen, das bislang 49 Euro im Monat kostet. Die genaue Höhe könnte nun am Montag verkündet werden. Finanziert wird das Ticket zur Hälfte von Bund und Ländern. Beide Seiten zahlen aktuell jährlich jeweils 1,5 Milliarden Euro für das Deutschlandticket.

A.Saggese--PV

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