Pallade Veneta - EU-Datenschutzverstöße: Weitere Millionenstrafe gegen Facebook-Konzern Meta

EU-Datenschutzverstöße: Weitere Millionenstrafe gegen Facebook-Konzern Meta


EU-Datenschutzverstöße: Weitere Millionenstrafe gegen Facebook-Konzern Meta
EU-Datenschutzverstöße: Weitere Millionenstrafe gegen Facebook-Konzern Meta / Foto: OLIVIER DOULIERY - AFP/Archiv

Der US-Konzern Meta, Mutterhaus der Dienste Facebook, Instagram und Whatsapp, soll eine weitere Millionenstrafe wegen Verstößen gegen EU-Datenschutzgesetze zahlen. Die für Meta zuständige irische Datenschutzbehörde (DPC) verhängte am Freitag ein Bußgeld in Höhe von 91 Millionen Euro. Sie wirft dem Unternehmen vor, die Passwörter der Nutzer seiner Dienste nicht ausreichend geschützt und nicht korrekt auf einen Sicherheitsvorfall reagiert zu haben.

Textgröße ändern:

Die DPC hatte im April 2019 eine Untersuchung eingeleitet, nachdem sie von Meta darüber informiert worden war, dass eine Reihe von Nutzerpasswörtern "versehentlich" unverschlüsselt gespeichert worden waren. Der Vorfall hatte sich demnach im Januar 2019 ereignet, 36 Millionen Nutzerinnen und Nutzer von Facebook und Instagram in den Ländern des europäischen Wirtschaftsraums waren betroffen. Die DPC wirft Meta insbesondere vor, sie erst im März 2019 darüber informiert zu haben.

Meta räumt ein, dass einige Benutzerpasswörter "vorübergehend in einem lesbaren Format in unseren internen Datensystemen gespeichert wurden". Es seien aber, "sofortige Maßnahmen ergriffen worden, um diesen Fehler zu beheben", versicherte das Unternehmen auf Anfrage. "Es gibt keine Beweise dafür, dass diese Passwörter missbraucht oder in unangemessener Weise eingesehen wurden."

Der US-Konzern hat bereits eine ganze Reihe von Strafen - allesamt in Millionenhöhe - wegen Verstößen gegen die seit 2018 geltende Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) kassiert. Die abschreckende Wirkung scheint sich in Grenzen zu halten. Der Nettogewinn von Meta war im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 73 Prozent auf 13,5 Milliarden Dollar gestiegen.

E.M.Filippelli--PV

Empfohlen

Brand auf Schulgelände in Hessen - Polizei vermutet Anschlag auf Ukraine-Hilfe

Nach einem Brand auf einem Schulgelände in Hessen vermuten die Ermittler einen Anschlag auf Hilfsgüter für die Ukraine. Die Ermittler gingen aufgrund der Spurenlage davon aus, dass die Täter den Brand im Frankfurter Stadtteil Dornbusch vorsätzlich gelegt haben, teilte die Polizei am Samstag in Frankfurt mit. Da in dem betroffenen Gebäudeteil Sachspenden und Hilfsgüter für die Ukraine gelagert waren, wurde das Staatsschutzkommissariat eingeschaltet.

CDU-Generalsekretärin Hoppermann dämpft Erwartungen an CDU-Präsidiumsklausur

Vor der CDU-Präsidiumsklausur hat Partei-Generalsekretärin Franziska Hoppermann die Erwartungen an das Treffen gedämpft. Von dem Treffen werde "keine 'Silver Bullet'" ausgehen, "die alle Probleme über Nacht wegzaubert", sagte Hoppermann der "Augsburger Allgemeinen" vom Samstag. Nach den jüngsten Wahlschlappen steht die Partei unter einem hohen Erwartungsdruck. In der CDU umstritten ist weiter der Umgang mit der AfD.

Grünen-Chefin fordert SPD zu Parteiausschluss von Altkanzler Schröder auf

Nach dem Geburtstagsbesuch von Gerhard Schröder bei Kreml-Chef Wladimir Putin drängt die Grünen-Ko-Vorsitzende Franziska Brantner die SPD zu einem Parteiausschluss des Altkanzlers. 2022 sei ein Parteiausschluss noch gescheitert, sagte Brantner der Online-Ausgabe des "Tagesspiegels". Seitdem habe sich die Lage verschärft: "Russland greift mit hybriden Angriffen inzwischen sogar uns in Deutschland an. Schröder hat daraus nichts gelernt. Ein neues Verfahren gehört auf den Tisch."

Ukraine: Mindestens acht Tote bei russischen Angriffen auf Saporischschja

Bei russischen Angriffen auf die Stadt Saporischschja im Südosten der Ukraine sind am Samstag nach Angaben der Regionalbehörden mindestens acht Menschen getötet worden, darunter drei Kinder. Zwölf Menschen würden noch vermisst, mindestens 16 Menschen seien verletzt worden, teilte der Ko-Vorsitzende des Verteidigungsrats der Region Saporischschja, Iwan Fedorow, mit. Die Angriffe erfolgten, während im US-Bundesstaat neue Beratungen zwischen Vertretern der USA, der Ukraine und Europas über eine Beendigung des Ukraine-Krieges laufen.

Textgröße ändern: