Pallade Veneta - G7-Außenminister bekräftigen Solidarität mit der Ukraine

G7-Außenminister bekräftigen Solidarität mit der Ukraine


G7-Außenminister bekräftigen Solidarität mit der Ukraine
G7-Außenminister bekräftigen Solidarität mit der Ukraine / Foto: Kay Nietfeld - POOL/AFP

Am zweiten Tag ihrer Beratungen im schleswig-holsteinischen Wangels haben die Außenministerinnen und Außenminister der G7 ihre Solidarität mit der Ukraine bekräftigt. "Es ist zum jetzigen Zeitpunkt sehr wichtig, dass wir den Druck auf (Kreml-Chef) Wladimir Putin aufrechterhalten, indem wir mehr Waffen an die Ukraine liefern und die Sanktionen verschärfen", sagte Großbritanniens Außenministerin Liz Truss vor Beginn der Beratungen am Freitag. Die EU kündigte zusätzliche Militärhilfen für die Ukraine im Wert von 500 Millionen Euro an.

Textgröße ändern:

Truss bezeichnete die "Einigkeit der G7" in der aktuellen Krise als "entscheidend, um Freiheit und Demokratie zu schützen". Ähnlich äußerte sich Frankreichs Außenminister Jean-Yves Le Drian. Die G7-Staaten seien "sehr stark geeint" in ihrem Bestreben, den "Kampf der Ukraine für ihre Souveränität langfristig bis zum Sieg zu unterstützen", sagte er.

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell kündigte eine Aufstockung der EU-Militärhilfen für Kiew um 500 Millionen auf zwei Milliarden Euro an. Das Geld sei für "schwere Waffen" bestimmt, sagte er. Es gehe dabei um "Waffen, die für diese Art des Krieges" benötigt würden. Kampfjets würden mit dem Geld nicht finanziert.

An den Beratungen der G7 auf dem Schlossgut Weissenhaus nehmen als Gäste zeitweise auch der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba und sein moldauischer Kollege Nicu Popescu teil. Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) sagte bei der Begrüßung Popescus am Freitagmorgen, es sei "sehr wichtig", ihn und den ukrainischen Minister in Schleswig-Holstein dabei zu haben, "um unsere Solidarität mit der Ukraine, aber auch" mit der Republik Moldau zu zeigen.

International wird eine Ausweitung des Ukraine-Krieges auf das benachbarte Moldau befürchtet, in dessen Osten sich die von pro-russischen Separatisten kontrollierte Region Transnistrien befindet. Zum Auftakt des G7-Außenministertreffens am Donnerstagabend hatte Baerbock gesagt, die Gefahr, dass der Konflikt auf Moldau überschwappen könne, sei "zu Beginn dieses Krieges sehr, sehr groß" gewesen. Inzwischen habe die "hochfragile" Situation in dem Land mit internationaler Unterstützung "etwas stabilisiert werden" können.

Deutschland hat derzeit die G7-Präsidentschaft inne. Weitere Mitglieder der Staatengruppe sind die USA, Großbritannien, Frankreich, Kanada, Italien und Japan. Die Beratungen auf dem Schlossgut Weissenhaus dauern noch bis Samstagmittag. Direkt im Anschluss beginnt in Berlin das zweitägige Treffen der Nato-Außenministerinnen und -Außenminister.

Zentrales Thema der G7-Beratungen sind auch die Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf die weltweite Ernährungssicherheit. Baerbock hatte am Donnerstag vor einer globalen Ernährungskrise gewarnt. In ukrainischen Häfen seien derzeit 25 Millionen Tonnen Getreide blockiert, die dringend im Nahen Osten und Afrika benötigt würden, sagte die Grünen-Politikerin. Die Ukraine gehört zu den wichtigsten Getreide-Exportnationen weltweit.

O.Merendino--PV

Empfohlen

US-Gesandte Kushner und Witkoff am Wochenende mit Ukraine-Vorschlag in Moskau und Kiew

US-Präsident Donald Trump hat einen neuen diplomatischen Vorstoß zur Beendigung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine angekündigt. Seine Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff würden mit einem Vorschlag "zur Beendigung des Kriegs" am Wochenende Moskau und Kiew besuchen, teilte Trump am Freitag mit. Der US-Präsident zeigte sich zudem sicher, dass Russland nach deutschen Vorwürfen wegen des versuchten Drohnen-Anschlags am Flughafen Leipzig/Halle die Nato nicht angreifen werde.

Trump: Putin will Nato nicht angreifen - Gesandte mit Ukraine-Plan unterwegs

US-Präsident Donald Trump hält nach den deutschen Vorwürfen gegen Russland wegen des versuchten Drohnen-Anschlags am Flughafen Leipzig an seiner Einschätzung fest, dass Kreml-Chef Wladimir Putin keinen Angriff auf Nato-Gebiet plant. "Ich spreche mit ihm. Ich kenne ihn sehr gut. Putin will kein Nato-Gebiet angreifen", sagte Trump am Freitag im Weißen Haus auf die Frage eines AFP-Reporters.

Vor Abschied bei der UNO: Baerbock fordert erneut UN-Generalsekretärin

Die frühere Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat sich wenige Tage vor ihrem Ausscheiden als Präsidentin der UN-Generalversammlung noch einmal für eine Frau an der Spitze der Vereinten Nationen stark gemacht. Dies sei ein "Testfall für die Glaubwürdigkeit der Organisation", erklärte Baerbock am Freitag in New York. Bislang waren ausschließlich Männer UN-Generalsekretär.

Meloni feiert Amtszeit-Rekord und stimmt auf Wahlkampf 2027 ein

Mit einer Kundgebung in der Hafenstadt Bari hat die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni den Amtszeit-Rekord ihrer Regierung gefeiert und zugleich den Blick auf die Parlamentswahl 2027 gerichtet. "Stabilität ist kein Rekord, den man zur Schau stellt, sondern die Voraussetzung dafür, dass eine Nation planen, entscheiden, ihre Verpflichtungen einhalten und respektiert werden kann", erklärte die 49-jährige Vorsitzende der ultrarechten Fratelli d'Italia (FdI) im Onlinedienst X.

Textgröße ändern: