Pallade Veneta - Eigentümerverband beklagt deutliche Unterschiede bei der Grundsteuerlast

Eigentümerverband beklagt deutliche Unterschiede bei der Grundsteuerlast


Eigentümerverband beklagt deutliche Unterschiede bei der Grundsteuerlast
Eigentümerverband beklagt deutliche Unterschiede bei der Grundsteuerlast / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Die jährliche Grundsteuerlast für Eigentümerinnen und Eigentümer von Wohnungen und Häusern unterscheidet sich je nach Wohnort einer Untersuchung zufolge deutlich. Während in Regensburg 335 Euro fällig werden sind es in Witten für ein vergleichbares Grundstück 771 Euro pro Jahr, wie der Verband Haus & Grund in Berlin am Montag mitteilte. Mit Blick auf die Reform der Grundsteuer kündigte der Verband an "ganz genau hinschauen" zu wollen.

Textgröße ändern:

"Uns beunruhigt vor allem die Entwicklung der kommunalen Hebesätze, die letztlich über die Belastung entscheiden", erklärte Haus & Grund-Präsident Kai Warnecke. In 26 der 100 untersuchten Großstädte seien die Sätze seit der vergangenen Untersuchung angestiegen, lediglich in einer Kommune wurden sie gesenkt. Der durchschnittliche Satz liege mittlerweile bei 589 Prozent und damit 25 Prozentpunkte über dem Wert von 2021.

Vergleichsweise niedrig ist die Grundsteuerlast der Untersuchung von Haus & Grund und dem Institut der deutschen Wirtschaft in Köln zufolge neben Regensburg auch in Koblenz, Erlangen, Ulm und Düsseldorf. Teuer wird es indes in Offenbach am Main, Mülheim an der Ruhr, Darmstadt und Duisburg.

"Es kann nicht sein, dass Politiker landauf, landab steigende Wohnkosten beklagen und dann die Grundsteuerschraube immer fester anziehen", kritisierte Warnecke. Zum kommenden Jahr müssen die Finanzämter die Grundsteuer für 36 Millionen Immobilien neu berechnen. Die Reform war wegen eines Urteils des Bundesverfassungsgerichts nötig geworden, es hatte das bisherige Bewertungssystem 2018 für verfassungswidrig erklärt, weil gleichartige Grundstücke unterschiedlich behandelt würden.

Verbandschef Warnecke warnte nun davor, das neue Berechnungsverfahren dazu zu nutzen, "die kommunalen Kassen zu füllen". Bereits am Sonntag hatte er ein "Staatsversagen" beklagt, weil viele Haushalte immer noch nicht wüssten, wie hoch ihre Grundsteuerlast im nächsten Jahr ausfällt.

F.Amato--PV

Empfohlen

US-Gesandter Witkoff: "Konstruktive Gespräche" mit Kiew und Europäern zum Ukraine-Krieg

Nach dem Eintreffen ukrainischer Unterhändler zu Beratungen über eine Beendigung des Ukraine-Kriegs hat der US-Sondergesandte Steve Witkoff von "konstruktiven Gesprächen" gesprochen. Bei dem Austausch in Miami im Bundesstaat Florida sei es unter anderem um "kurzfristige Maßnahmen zur Vorbereitung auf den Winter" in der Ukraine wie die Stärkung der Energieinfrastruktur und Getreideexporte gegangen, erklärte Witkoff am Freitag (Ortszeit) im Onlinedienst X.

Trump ernennt Katie Zacharia zu seiner neuen Sprecherin

US-Präsident Donald Trump hat die konservative Kommentatorin Katie Zacharia zu seiner neuen Sprecherin ernannt. Er lobte sie am Freitag in seinem Onlinenetzwerk Truth Social als treue Anhängerin seiner Maga-Bewegung (Make America Great Again, Macht Amerika wieder großartig). Zacharia wird damit die Nachfolge von Karoline Leavitt antreten, die im August zurückgetreten war. Leavitt hatte dies damit begründet, dass sie sich nach der Geburt ihres zweiten Kindes mehr auf die Familie konzentrieren wolle.

Trump: Mit Putin russische Diesel-Lieferung für USA und Weltmarkt vereinbart

Russland will nach Angaben von US-Präsident Donald Trump große Mengen Diesel an die USA und den Weltmarkt liefern. Trump erklärte am Freitag in seinem Onlinedienst Truth Social, dies habe er mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vereinbart, um die Preise zu senken. Russland werde "sofort mehr als 300.000 Tonnen Dieselkraftstoff" für die USA und den Weltmarkt liefern und weitere 500.000 Tonnen im November, schrieb Trump.

Ermittler: Copilot von Flydubai-Maschine plante Selbstmordanschlag auf Flughafen Tel Aviv

Der Copilot der in Saudi-Arabien notgelandeten Flydubai-Maschine plante nach Angaben der emiratischen Ermittler einen Selbstmordanschlag auf den Flughafen im israelischen Tel Aviv. Der Mann aus dem Oman habe sich dabei die Anschläge vom 11. September 2001 in den USA zum Vorbild genommen, erklärte Generalstaatsanwalt Hamad Saif al-Schamsi am Freitag. Sein Ziel sei gewesen, so viele Menschen wie möglich zu töten.

Textgröße ändern: