Pallade Veneta - Öl-Preis steigt wegen Lage in Nahost - Brent bei fast 80 Dollar

Öl-Preis steigt wegen Lage in Nahost - Brent bei fast 80 Dollar


Öl-Preis steigt wegen Lage in Nahost - Brent bei fast 80 Dollar
Öl-Preis steigt wegen Lage in Nahost - Brent bei fast 80 Dollar / Foto: Michael M. Santiago - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP

Wegen der sich weiter zuspitzenden Lage in Nahost ist der Öl-Preis merklich gestiegen. Ein Barrel der Nordsee-Öl-Sorte Brent wurde am Montagvormittag für knapp 80 Euro gehandelt - ein Anstieg um gut 1,8 Prozent. Die US-Sorte West Texas Intermediate legte um 2,25 Prozent auf gut 76 Dollar zu. Hintergrund sind insbesondere Befürchtungen, die israelische Armee könnte bei dem von ihr geplanten Gegenangriff im Iran die dortigen Ölanlagen ins Visier nehmen.

Textgröße ändern:

"Es wäre nicht überraschend, wenn die Preise bei der geringsten Verschärfung des Konflikts schnell auf über 85 Dollar steigen würden", erklärte Stephen Innes, Analyst bei SPI Asset Management. Auch die 100-Dollar-Marke rücke dann in Sichtweite. "Es zeichnet sich kein Ausweg aus dem Konflikt ab", erklärte auch Susannah Streeter, Analystin bei Hargreaves Lansdown.

Die Anleger treibt besonders ein befürchteter Angriff Israels auf den Iran und womöglich die iranische Öl-Infrastruktur um. Der Iran hatte Israel am vergangenen Dienstag zum zweiten Mal binnen sechs Monaten direkt mit Raketen angegriffen. Teheran reagierte damit nach eigenen Angaben auf die israelische Militäroffensive gegen die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon, die wiederum die radikalislamische Hamas im Gazastreifen unterstützt, die bei einem Großangriff auf Israel vor genau einem Jahr mehr als 1000 Menschen getötet hatte.

Zudem treibt die gute wirtschaftliche Entwicklung in den USA den Öl-Preis. Der Arbeitsmarkt hatte sich nach offiziellen Zahlen vom Freitag zuletzt unerwartet gut entwickelt. Von den Märkten wurde dies als Zeichen für eine gute Entwicklung der US-Nachfrage gedeutet. "Der erhöhte Energiebedarf in den Vereinigten Staaten wird dazu beitragen, die anhaltend niedrige Ölnachfrage in China auszugleichen", erklärte Susannah Streeter.

O.Merendino--PV

Empfohlen

US-Gesandter Witkoff: "Konstruktive Gespräche" mit Kiew und Europäern zum Ukraine-Krieg

Nach dem Eintreffen ukrainischer Unterhändler zu Beratungen über eine Beendigung des Ukraine-Kriegs hat der US-Sondergesandte Steve Witkoff von "konstruktiven Gesprächen" gesprochen. Bei dem Austausch in Miami im Bundesstaat Florida sei es unter anderem um "kurzfristige Maßnahmen zur Vorbereitung auf den Winter" in der Ukraine wie die Stärkung der Energieinfrastruktur und Getreideexporte gegangen, erklärte Witkoff am Freitag (Ortszeit) im Onlinedienst X.

Trump ernennt Katie Zacharia zu seiner neuen Sprecherin

US-Präsident Donald Trump hat die konservative Kommentatorin Katie Zacharia zu seiner neuen Sprecherin ernannt. Er lobte sie am Freitag in seinem Onlinenetzwerk Truth Social als treue Anhängerin seiner Maga-Bewegung (Make America Great Again, Macht Amerika wieder großartig). Zacharia wird damit die Nachfolge von Karoline Leavitt antreten, die im August zurückgetreten war. Leavitt hatte dies damit begründet, dass sie sich nach der Geburt ihres zweiten Kindes mehr auf die Familie konzentrieren wolle.

Trump: Mit Putin russische Diesel-Lieferung für USA und Weltmarkt vereinbart

Russland will nach Angaben von US-Präsident Donald Trump große Mengen Diesel an die USA und den Weltmarkt liefern. Trump erklärte am Freitag in seinem Onlinedienst Truth Social, dies habe er mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vereinbart, um die Preise zu senken. Russland werde "sofort mehr als 300.000 Tonnen Dieselkraftstoff" für die USA und den Weltmarkt liefern und weitere 500.000 Tonnen im November, schrieb Trump.

Ermittler: Copilot von Flydubai-Maschine plante Selbstmordanschlag auf Flughafen Tel Aviv

Der Copilot der in Saudi-Arabien notgelandeten Flydubai-Maschine plante nach Angaben der emiratischen Ermittler einen Selbstmordanschlag auf den Flughafen im israelischen Tel Aviv. Der Mann aus dem Oman habe sich dabei die Anschläge vom 11. September 2001 in den USA zum Vorbild genommen, erklärte Generalstaatsanwalt Hamad Saif al-Schamsi am Freitag. Sein Ziel sei gewesen, so viele Menschen wie möglich zu töten.

Textgröße ändern: