Pallade Veneta - Russland: Freigelassener Ex-US-Soldat in Abwesenheit wegen "Söldnertums" verurteilt

Russland: Freigelassener Ex-US-Soldat in Abwesenheit wegen "Söldnertums" verurteilt


Russland: Freigelassener Ex-US-Soldat in Abwesenheit wegen "Söldnertums" verurteilt
Russland: Freigelassener Ex-US-Soldat in Abwesenheit wegen "Söldnertums" verurteilt / Foto: Dimitar DILKOFF - AFP/Archiv

Der bei einem Gefangenenaustausch freigekommene Ex-US-Soldat Trevor Reed ist Behördenangaben zufolge in Russland wegen seines Kampfeinsatzes für die Ukraine in Abwesenheit verurteilt worden. Reed habe sich 2023 der "ukrainischen Armee freiwillig als Söldner angeschlossen", teilte das russische Ermittlungskomitee am Mittwoch mit. Wegen "Söldnertums" sei er zu vierzehneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Dem Ermittlungskomitee zufolge war er in der Region Donezk für die ukrainische Armee im Einsatz.

Textgröße ändern:

Das US-Außenministerium hatte im Juli vergangenen Jahres bekannt gegeben, dass der 2022 freigekommene Reed bei Kämpfen in der Ukraine verletzt wurde. Der ehemalige US-Marineinfanteriesoldat war im April 2022 bei einem Gefangenenaustausch freigekommen und konnte in die USA zurückkehren.

Reed war 2019 als Student zusammen mit seiner russischen Freundin nach Russland gereist. Dort wurde er festgenommen, weil er in betrunkenem Zustand zwei Polizisten attackiert haben soll, die zu einer Party in Moskau gerufen worden waren. 2021 war Reed zu neun Jahren Haft verurteilt worden, daraufhin hatte er einen Hungerstreik begonnen.

Bereits am Montag verurteilte das Ermittlungskomitee einen US-Bürger wegen "Söldnertums" im Dienst der ukrainischen Armee. Der 72-jährige Stephen Hubbard erhielt eine Gefängnisstrafe von fast sieben Jahren. Er verbrachte vor dem Urteil bereits zwei Jahre in Haft.

In Russland sitzen mehrere Bürgerinnen und Bürger westlicher Staaten im Gefängnis, darunter die US-Russin Xenia Karelina, die für eine Spende an eine ukrainische Organisation in Höhe von 50 Dollar (45 Euro) zu zwölf Jahren Haft verurteilt wurde.

Washington wirft Moskau vor, US-Bürger zu inhaftieren, um die Befreiung russischer Agenten im Rahmen von Gefangenenaustauschen zu erwirken. Am 1. August kam es zum bisher größten Gefangenenaustausch zwischen Russland und westlichen Staaten, darunter auch Deutschland, seit dem Ende des Kalten Krieges.

H.Lagomarsino--PV

Empfohlen

OVG: Waffenentzug bei AfD-Mitgliedern in Sachsen-Anhalt rechtskräftig bestätigt

Mitgliedern und Unterstützern des AfD-Landesverbands Sachsen-Anhalt kann wegen ihrer Parteibindung ihre waffenrechtliche Erlaubnis entzogen werden. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) von Sachsen-Anhalt bestätigte den Widerruf der waffenrechtlichen Erlaubnis für drei aktuelle und frühere Mitglieder der vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistische Partei, wie aus am Montag in Magdeburg veröffentlichten Bechlüssen hervorgeht. (3 L 44/25; 3 L 45/25; 3 L 51/25)

Anschlag auf italienischen Journalisten: Mutmaßlicher Auftraggeber festgenommen

Zehn Monate nach dem Sprengstoffanschlag auf den bekannten italienischen Investigativjournalisten Sigfrido Ranucci hat die Polizei einen weiteren Verdächtigen festgenommen. Der Unternehmer Valter Lavitola stehe im Verdacht, der Auftraggeber des Anschlags zu sein, teilten die Carabinieri am Montag mit. Lavitola ist in Italien kein Unbekannter: Er war ein Vertrauter des früheren Regierungschefs Silvio Berlusconi und hatte wiederholt Probleme mit der Justiz.

Regierung baut Drohnenabwehr an Flughäfen aus - aber Absage an Bundeswehr-Einsatz

Nach dem Vorfall mit einer Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig/Halle baut die Bundesregierung die Abwehrkapazitäten aus. Die Drohnenabwehreinheit der Bundespolizei soll von 130 auf 300 Einsatzkräfte vergrößert werden, wie eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums am Montag in Berlin bestätigte. Das Bundesverteidigungsministerium wies unterdessen aber Forderungen zurück, auch die Bundeswehr an Flughäfen einzusetzen und verwies auf fehlende Kapazitäten.

Finanzministerium verteidigt Pläne für Steuerreform gegen Kritik

Das Bundesfinanzministerium hat die Pläne von Ressortchef Lars Klingbeil (SPD) für die Reform der Einkommensteuer gegen Kritik verteidigt. Eine Sprecherin betonte am Montag in Berlin, "dass wir genau das umsetzen, was im Koalitionsausschuss auch beschlossen wurde". Dabei gehe es "darum, kleine und mittlere Einkommen zu entlasten" und zwar in der Endstufe 2028 um insgesamt zehn Milliarden Euro.

Textgröße ändern: