Pallade Veneta - Hisbollah setzt Beschuss Israels nach tödlichem Drohnenangriff fort

Hisbollah setzt Beschuss Israels nach tödlichem Drohnenangriff fort


Hisbollah setzt Beschuss Israels nach tödlichem Drohnenangriff fort
Hisbollah setzt Beschuss Israels nach tödlichem Drohnenangriff fort / Foto: Jalaa MAREY - AFP

Nach dem tödlichen Drohnenangriff der libanesischen Hisbollah auf einen Ausbildungsstützpunkt des israelischen Militärs hat die vom Iran unterstützte Miliz ihre Angriffe auf Israel fortgesetzt. Das israelische Militär fing nach eigenen Angaben am Montag mehrere Geschosse aus dem Libanon ab, in mehreren israelischen Orten wurde Luftalarm ausgelöst. Die Hisbollah erklärte, sie habe einen Marinestützpunkt in der Nähe der nordisraelischen Küstenstadt Haifa sowie eine Militärkaserne in Zentralisrael angegriffen.

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Den israelischen Angaben zufolge wurde in den Regionen Scharon, Menasche und Wadi Ara Alarm ausgelöst. Die Hisbollah-Miliz erklärte, sie habe eine Kaserne in der Nähe der israelischen Küstenstadt Netanja nördlich von Tel Aviv angegriffen und eine "Raketensalve" auf den Marinestützpunkt Stella Maris nahe Haifa abgefeuert. Die Miliz erklärte zudem, sie habe in mehreren Gebieten des Südlibanons israelische Soldaten angegriffen.

Bei einem Angriff der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz auf einen Ausbildungsstützpunkt in Binjamini südlich von Haifa waren am Sonntag mindestens vier israelische Soldaten getötet und mehr als 60 Menschen verletzt worden. Es war der tödlichste Hisbollah-Angriff seit der deutlichen Verschärfung des Konflikts zwischen Israel und der Hisbollah im September.

Nach dem Angriff am Sonntag hatte die Hisbollah gedroht, dieser sei "nur ein Vorgeschmack" darauf, was Israel erwarte, wenn es seine Offensive im Libanon fortsetze.

Der israelische Armeechef Herzi Halevi besuchte am Montag Binjamini. "Wir befinden uns im Krieg, und ein Angriff auf einen Ausbildungsstützpunkt an der Heimatfront ist schwierig, und die Folgen sind schmerzhaft", sagte er den Soldaten.

Seit dem Großangriff der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und dem dadurch ausgelösten Krieg im Gazastreifen hatte die Hisbollah mit ständigen Raketenangriffen auf den Norden Israels eine zweite Front gegen das Land eröffnet, Israel antwortete mit Angriffen auf Hisbollah-Ziele.

In den vergangenen Wochen hat Israel seine Angriffe auf die Hisbollah massiv ausgeweitet und nimmt vor allem Ziele in deren Hochburgen im Südlibanon sowie in südlichen Vororten von Beirut ins Visier. Dadurch wurden seit dem 23. September laut einer AFP-Zählung auf Grundlage von Behördenangaben mehr als 1300 Menschen im Libanon getötet. Ende September wurden bei einem Luftangriff Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah und andere hochrangige Kommandeure der Schiitenmiliz getötet.

In den vergangenen Tagen gerieten wiederholt Unifil-Soldaten zwischen die Fronten, insgesamt fünf von ihnen wurden verletzt. Israel wirft der Hisbollah vor, die Blauhelmsoldaten und Unifil-Anlagen als Schutzschilde zu missbrauchen.

Am Sonntag waren laut der UN-Mission zwei israelische Panzer "gewaltsam" in eine Stellung der Blauhelmsoldaten im Südlibanon eingedrungen. Der israelischen Armee erklärte später, nach bisherigen Erkenntnissen habe einer ihrer Panzer versucht, verletzte Soldaten zu evakuieren, während er unter Beschuss gewesen sei. Dabei habe er sich "mehrere Meter" weit auf einen Unifil-Stützpunkt zurückgezogen.

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell verurteilte die Angriffe auf die UN-Friedenstruppen am Montag. "Es ist völlig inakzeptabel, die Truppen der Vereinten Nationen anzugreifen", sagte er am Rande eines EU-Außenministertreffens in Luxemburg.

UN-Generalsekretär António Guterres erklärte, "Angriffe auf Friedenstruppen verstoßen gegen das Völkerrecht ... (und) können ein Kriegsverbrechen darstellen". Zuvor hatte Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu die UNO aufgefordert, die Blauhelmsoldaten aus der Gefahrenzone abzuziehen.

Das israelische Militär meldete am Montag auch Beschuss aus Syrien. Zwei Drohnen, die sich dem israelischen Staatsgebiet genähert hätten, seien "erfolgreich" von der israelischen Luftwaffe abgefangen worden, hieß es. Seit dem 7. Oktober ist Israel bereits wiederholt von durch den Iran unterstützte Milizen aus Syrien, dem Irak und dem Jemen angegriffen worden.

Die Vereinten Nationen erneuerten unterdessen ihren Aufruf zu einer Waffenruhe im Nahen Osten. "Eine Feuerpause, die von einem sinnvollen Friedensprozess getragen wird, ist der einzige Weg, den Kreislauf der Gewalt, des Hasses und des Elends zu durchbrechen", erklärte UN-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi.

Y.Destro--PV

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