Pallade Veneta - Scholz: Israel kann sich auf deutsche Waffenlieferungen "immer verlassen"

Scholz: Israel kann sich auf deutsche Waffenlieferungen "immer verlassen"


Scholz: Israel kann sich auf deutsche Waffenlieferungen "immer verlassen"
Scholz: Israel kann sich auf deutsche Waffenlieferungen "immer verlassen" / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat Zweifel an der Bereitschaft seiner Regierung zurückgewiesen, Israel weiterhin Waffen zu liefern. "Es gibt Lieferungen und wird auch in Zukunft weitere Lieferungen geben. Darauf kann das Land Israel sich immer verlassen", sagte Scholz am Mittwoch im Bundestag

Textgröße ändern:

"Israel kann sich auf unsere Solidarität verlassen, jetzt und in aller Zukunft", versicherte Scholz. Zu dieser Solidarität gehöre auch, "dass wir Israel in die Lage versetzen und in der Lage halten, sein eigenes Land zu verteidigen".

Mit Blick auf den Überfall der radikalen Palästinenserorganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und den daraus folgenden Gaza-Krieg bekräftigte Scholz, dass Israel das Recht habe, "sich gegen diesen Angriff der Hamas zu verteidigen". Er unterstrich zugleich, dass es wichtig sei, dass humanitäre Hilfe in den Gazastreifen gelange und "das immer die Regeln des Völkerrechts beachtet werden". Auch müsse es eine Perspektive geben, "die am Ende zu einer Zweistaatenlösung führen kann".

Nötig sei jetzt "ein Waffenstillstand, der mit der Freilassung der Geiseln endet", sagte der Kanzler weiter. Er verwies auf die Vorschläge des US-Präsidenten Joe Biden zu diesem Thema. Mit Blick auf den Konflikt zwischen der libanesischen Hisbollah-Miliz und der israelischen Armee fügte Scholz hinzu: "Im Norden muss es zu einer Waffenruhe kommen, ganz klar, entlang der Resolution der Vereinten Nationen 1701."

Die Resolution sieht unter anderem vor, dass sich die Hisbollah-Miliz aus dem libanesischen Grenzgebiet zu Israel zurückzieht. Sie ist zudem Grundlage der Stationierung der UN-Friedensmission Unifil in der Region. Nach dem 7. Oktober 2023 hatte die Hisbollah ständige Raketenangriffe gegen Israel begonnen; Israel beschoss in Reaktion darauf Ziele im Libanon. Inzwischen sind die israelischen Streitkräfte auch am Boden im südlichen Libanon im Einsatz.

Scholz schickte in seiner Regierungserklärung auch eine Mahnung in Richtung Teheran: "Wir werden nicht akzeptieren, wenn der Iran mit Raketen Israel angreift", sagte er. "Es darf nicht zu einer weiteren Destabilisierung der Region kommen und der Iran spielt mit dem Feuer. Das muss aufhören."

Der Iran hatte am 1. Oktober etwa 200 Raketen auf Israel abgefeuert; die meisten konnten abgefangen werden. Israel hat eine entschiedene Reaktion darauf angekündigt.

R.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Tausende demonstrieren in Berlin gegen Energiepolitik der Bundesregierung

In Berlin haben am Freitag tausende Menschen gegen die Energiepolitik der Bundesregierung und für einen konsequenten Ausbau der erneuerbaren Energien demonstriert. Der Veranstalter der Aktion, das Bündnis Erneuerbare Energien (BEE), sprach von 8000 Menschen, die Polizei zählte 6000 Teilnehmer. Dem BEE gehören Unternehmen und Industrieverbände sowie Umwelt- und Naturschutzorganisationen an, viele der Protestteilnehmer arbeiten im Bereich der Erneuerbaren.

Gericht: AfD-Fahnenschwenken auf Brücke über Autobahn zu Recht verboten

Eine geplante AfD-Veranstaltung auf einer Fußgängerbrücke über eine Autobahn in Baden-Württemberg ist zu Recht verboten worden. Das Landratsamt Lörrach durfte die für den Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober geplante Versammlung an diesem Ort untersagen, wie das Verwaltungsgericht Freiburg nach Angaben vom Freitag im Eilverfahren entschied. Denn es drohe eine direkte Gefahr für die Verkehrsteilnehmer auf der Autobahn.

Sachsen-Anhalt: BMW stellt AfD-Politiker Rausch keinen Dienstwagen zur Verfügung

Der Autobauer BMW stellt dem in Sachsen-Anhalt zum Landtagspräsidenten gewählten AfD-Politiker Tobias Rausch keinen Dienstwagen zur Verfügung. Wie eine Sprecherin des Landtags in Magdeburg am Freitag bestätigte, zog der Münchner Konzern am Dienstag ein entsprechendes Leasingangebot schriftlich zurück, dass dem Landtag zuvor vorlag. Am selben Tag war der AfD-Politiker gewählt worden.

Mecklenburg-Vorpommern: Rot-Rot-Grün vereinbart Koalitionsverhandlungen

SPD, Linke und Grüne in Mecklenburg-Vorpommern wollen Koalitionsverhandlungen aufnehmen. Die Verhandlungsleiter der drei Parteien empfahlen ihren Parteigremien nach erfolgreichen Sondierungen die Aufnahme von Koalitionsgesprächen, wie es am Freitag in einer gemeinsamen Erklärung aus Schwerin hieß. Ziel sei eine Koalition, "die auf Verlässlichkeit, Stabilität und Vertrauen setzt".

Textgröße ändern: