Pallade Veneta - Von Polizei in Hessen erschossene 20-Jährige hatte keine scharfe Waffe

Von Polizei in Hessen erschossene 20-Jährige hatte keine scharfe Waffe


Von Polizei in Hessen erschossene 20-Jährige hatte keine scharfe Waffe
Von Polizei in Hessen erschossene 20-Jährige hatte keine scharfe Waffe / Foto: INA FASSBENDER - AFP/Archiv

Eine vor der Polizeistation im nordhessischen Schwalmstadt erschossene 20-Jährige hat keine scharfe Waffe bei sich gehabt. Ihre Waffe habe einer scharfen Waffe "zum Verwechseln ähnlich" gesehen, teilte das hessische Landeskriminalamt am Freitag in Wiesbaden mit. Ob sie vor den tödlichen Schüssen auf sie am Donnerstag tatsächlich auf die Polizisten geschossen habe, sei unklar.

Textgröße ändern:

Den bisherigen Ermittlungen zufolge sei die Frau in der Nacht zum Donnerstag bereits aufgefallen, weil sie betrunken Auto gefahren und von einem Unfall geflüchtet sei. In der Polizeistation sei ihr Blut abgenommen worden. Anschließend sei sie wieder entlassen worden.

Gegen 06.00 Uhr am Donnerstagmorgen sei sie auf den Hof der Polizeistation zurückgekehrt und im Auto sitzen geblieben. Als sich vier Polizisten dem Auto näherten, sei sie ausgestiegen und habe eine Waffe auf die Beamten gerichtet. Daraufhin sollen zwei Polizisten auf die Frau geschossen haben.

Eine Obduktion der Leiche ergab, dass die 20-Jährige von mindestens zwei Kugeln getroffen wurde. Dabei wurden Organe verletzt, sie verblutete. Der Polizei war sie zuvor wegen Straßenverkehrsdelikten bekannt gewesen. Die Motive der Frau waren weiter unklar. Gegen die vier Beamten wird wegen des Verdachts des Totschlags ermittelt.

F.Dodaro--PV

Empfohlen

Papst fordert humanitäre Korridore im Sudan

Papst Leo XIV. hat die Einrichtung humanitärer Korridore für Zivilisten im Bürgerkrieg im Sudan gefordert. "Mit Sorge verfolge ich weiter die tragische Situation im Sudan, vor allem in der Stadt Al-Obeid", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Sonntag. In der Stadt hatte es in den vergangenen Wochen heftige Drohnenangriffe gegeben. UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk hat angesichts einer sich abzeichnenden "Katastrophe" dort eine "rote Alarmstufe" ausgerufen.

Iran bekräftigt harte Haltung in Streit um Straße von Hormus

Der Iran hat seine harte Haltung im Streit um die Straße von Hormus bekräftigt. Die Blockade der strategisch wichtigen Meerenge werde so lange fortgesetzt, "bis der Feind alle unsere Bedingungen erfüllt", sagte der Sprecher der iranischen Revolutionsgarden, Hossein Mohebi, am Sonntag nach Angaben des Staatsfernsehens. "Die Meerenge ist für uns derzeit ein Kriegsschauplatz und nicht nur eine Wasserstraße."

Iran stellt harte Bedingungen für Öffnung der Straße von Hormus

Inmitten der diplomatischen Bemühungen für ein Ende des Iran-Kriegs hat Teheran harte Bedingungen für eine Öffnung der Straße von Hormus gestellt. Außenminister Abbas Araghtschi forderte am Samstag unter anderem "Entschädigungen" für Verstöße der USA gegen das im Juni besiegelte Rahmenabkommen zwischen Teheran und Washington. Der Chef des Nationalen Sicherheitsrats, Mohammad Bagher Solghadr, legte eine ganze Liste an Bedingungen für ein Ende der Blockade der strategisch wichtigen Meerenge vor.

Zwei Bombenanschläge in Kolumbien an erstem Tag im Amt des neuen Präsidenten Espriella

In Kolumbien sind am ersten Tag im Amt des neuen rechtsgerichteten Präsidenten Abelardo de la Espriella zwei Bombenanschläge verübt worden. Bei den Anschlägen in verschiedenen Teilen des Landes wurde am Samstag mindestens ein Polizist getötet, wie die Armee mitteilte. Weitere Menschen seien verletzt worden.

Textgröße ändern: