Pallade Veneta - FDP-Fraktionschef Dürr will im Haushalt bei Bürgergeld und Subventionen kürzen

FDP-Fraktionschef Dürr will im Haushalt bei Bürgergeld und Subventionen kürzen


FDP-Fraktionschef Dürr will im Haushalt bei Bürgergeld und Subventionen kürzen
FDP-Fraktionschef Dürr will im Haushalt bei Bürgergeld und Subventionen kürzen / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

FDP-Fraktionschef Christian Dürr hat für die abschließenden Beratungen zum Bundeshaushalt für 2025 Kürzungen bei den Ausgaben für Bürgergeld, Subventionen und Nichtregierungsorganisationen gefordert. Gegenüber der "Bild am Sonntag" schlug Dürr unter anderem Einsparungen bei der Kostenübernahme für die Unterkunft von Bürgergeld-Empfängern vor. "Man kann darüber nachdenken, das Ganze zu pauschalieren und zu sagen: Wir stellen das Geld zur Verfügung, aber übernehmen nicht einfach alle Kosten", sagte Dürr. Das könnte möglicherweise ein bis zwei Milliarden Euro einsparen.

Textgröße ändern:

Die Koalition müsse sich außerdem "natürlich die Subventionen anschauen", forderte Dürr. Er wollte keine einzelne Subventionen herausheben, betonte aber: "Das Ganze muss einhergehen mit einem radikalen Bürokratieabbau. Diese ganzen Regeln führen dazu, dass die Subventionen überhaupt erst nötig geworden sind."

Außerdem sprach sich Dürr für Kürzungen bei Nichtregierungsorganisationen (NGO) aus: "Wir müssen uns alles anschauen. Was diese Zahlung auch an NGOs betrifft: Das muss man immer kritisch hinterfragen."

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hatte nach der Steuerschätzung erklärt, im Etat für 2025 müsse noch ein höherer einstelliger Milliardenbetrag eingespart werden. Innerhalb der Koalition ist strittig, wo gespart werden soll. Die Haushälter im Bundestag müssen dafür kommenden Monat eine Lösung finden. Sollten den Ampel-Parteien SPD, Grünen und FDP keine Einigung gelingen, könne dies zum Platzen der Koalition führen.

Am 14. November kommt der Haushaltsausschuss des Bundestags zu seiner entscheidenden Bereinigungssitzung zusammen, bei der der Etatentwurf finalisiert werden soll. Am 29. November soll der Bundestag den Etat dann offiziell beschließen.

Dürr betonte gegenüber der "Bild am Sonntag", der 14. November sei nicht das Datum, an dem sich die Zukunft der Koalition zu entscheide. "Ich teile die Auffassung nicht und auch nicht meine Fraktion, dass der 14. November ein magisches Datum ist", sagte er. Der Bundeshaushalt selbst werde erst Ende November beschlossen, und danach gebe es auch noch bis Anfang Januar Zeit, das von der Koalition anvisierte Wachstumspaket umzusetzen.

F.Abruzzese--PV

Empfohlen

Papst fordert humanitäre Korridore im Sudan

Papst Leo XIV. hat die Einrichtung humanitärer Korridore für Zivilisten im Bürgerkrieg im Sudan gefordert. "Mit Sorge verfolge ich weiter die tragische Situation im Sudan, vor allem in der Stadt Al-Obeid", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Sonntag. In der Stadt hatte es in den vergangenen Wochen heftige Drohnenangriffe gegeben. UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk hat angesichts einer sich abzeichnenden "Katastrophe" dort eine "rote Alarmstufe" ausgerufen.

Iran bekräftigt harte Haltung in Streit um Straße von Hormus

Der Iran hat seine harte Haltung im Streit um die Straße von Hormus bekräftigt. Die Blockade der strategisch wichtigen Meerenge werde so lange fortgesetzt, "bis der Feind alle unsere Bedingungen erfüllt", sagte der Sprecher der iranischen Revolutionsgarden, Hossein Mohebi, am Sonntag nach Angaben des Staatsfernsehens. "Die Meerenge ist für uns derzeit ein Kriegsschauplatz und nicht nur eine Wasserstraße."

Iran stellt harte Bedingungen für Öffnung der Straße von Hormus

Inmitten der diplomatischen Bemühungen für ein Ende des Iran-Kriegs hat Teheran harte Bedingungen für eine Öffnung der Straße von Hormus gestellt. Außenminister Abbas Araghtschi forderte am Samstag unter anderem "Entschädigungen" für Verstöße der USA gegen das im Juni besiegelte Rahmenabkommen zwischen Teheran und Washington. Der Chef des Nationalen Sicherheitsrats, Mohammad Bagher Solghadr, legte eine ganze Liste an Bedingungen für ein Ende der Blockade der strategisch wichtigen Meerenge vor.

Zwei Bombenanschläge in Kolumbien an erstem Tag im Amt des neuen Präsidenten Espriella

In Kolumbien sind am ersten Tag im Amt des neuen rechtsgerichteten Präsidenten Abelardo de la Espriella zwei Bombenanschläge verübt worden. Bei den Anschlägen in verschiedenen Teilen des Landes wurde am Samstag mindestens ein Polizist getötet, wie die Armee mitteilte. Weitere Menschen seien verletzt worden.

Textgröße ändern: