Pallade Veneta - Siebte Parlamentswahl in Bulgarien innerhalb von vier Jahren abgehalten

Siebte Parlamentswahl in Bulgarien innerhalb von vier Jahren abgehalten


Siebte Parlamentswahl in Bulgarien innerhalb von vier Jahren abgehalten
Siebte Parlamentswahl in Bulgarien innerhalb von vier Jahren abgehalten / Foto: Nikolay DOYCHINOV - AFP

In Bulgarien haben die Menschen am Sonntag zum siebten Mal innerhalb von weniger als vier Jahren ein neues Parlament gewählt. Kurz nach der Schließung der Wahllokale um 20.00 Uhr Ortszeit (19.00 Uhr MEZ) sollen die Ergebnisse von Nachwahlbefragungen veröffentlicht werden. Wie bei der vorherigen Wahl im Juni dürfte wieder die Partei Gerb des konservativen dreimaligen Ministerpräsidenten Bojko Borissow stärkste Kraft werden. In Umfragen kam sie auf rund 26 Prozent.

Textgröße ändern:

Der Gerb-Partei war es nach der Wahl im Juni aber nicht gelungen, eine stabile Regierung aufrecht zu erhalten. Den liberalen Reformern des Bündnisses PP-DB und der pro-russischen rechten Partei Wiedergeburt wurden in den Umfragen jeweils rund 14 Prozent vorhergesagt.

Angesichts der weitverbreiteten Befürchtungen, dass es zu Wahlbetrug kommen könnte, wurde von einer niedrigen Wahlbeteiligung ausgegangen. Bei der vorherigen Wahl hatte die Beteiligung mit nur 34 Prozent auf dem niedrigsten Stand seit dem Ende des Kommunismus vor 35 Jahren gelegen.

Bis zum Mittag hatten rund zehn Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, rund zwei Prozent mehr als zur gleichen Zeit bei der Wahl im Juni. "Die Menschen wollen eine Regierung, Stabilität und Sicherheit", sagte Gerb-Parteichef Borissow bei der Stimmabgabe. Es gilt jedoch als sehr wahrscheinlich, dass die Gerb Schwierigkeiten haben wird, Koalitionspartner zu finden.

Einer jüngsten Umfrage zufolge halten rund 60 Prozent der Bulgaren den politischen Stillstand in ihrem Land für "äußerst besorgniserregend". Auf den Straßen der Hauptstadt Sofia war die zunehmende Ermüdung der Wähler mit Händen zu greifen. "Wir haben es satt, in einem Karussell festzusitzen, das sich immer wieder dreht, und jedes Mal kommt das gleiche Ergebnis heraus", sagte die 33-jährige Anelija Iwanowa der Nachrichtenagentur AFP.

Das ärmste Land der EU kommt politisch nicht zur Ruhe, seit Anti-Korruptions-Proteste im Jahr 2021 die damalige Regierung Borissows zu Fall gebracht hatten. Die politische Instabilität könnte die Bewerbung Bulgariens um den Beitritt zur Eurozone im Jahr 2025 und die Zuteilung von Milliarden Euro durch die EU gefährden.

D.Bruno--PV

Empfohlen

Iran bekräftigt harte Haltung in Streit um Straße von Hormus

Der Iran hat seine harte Haltung im Streit um die Straße von Hormus bekräftigt. Die Blockade der strategisch wichtigen Meerenge werde so lange fortgesetzt, "bis der Feind alle unsere Bedingungen erfüllt", sagte der Sprecher der iranischen Revolutionsgarden, Hossein Mohebi, am Sonntag nach Angaben des Staatsfernsehens. "Die Meerenge ist für uns derzeit ein Kriegsschauplatz und nicht nur eine Wasserstraße."

Iran stellt harte Bedingungen für Öffnung der Straße von Hormus

Inmitten der diplomatischen Bemühungen für ein Ende des Iran-Kriegs hat Teheran harte Bedingungen für eine Öffnung der Straße von Hormus gestellt. Außenminister Abbas Araghtschi forderte am Samstag unter anderem "Entschädigungen" für Verstöße der USA gegen das im Juni besiegelte Rahmenabkommen zwischen Teheran und Washington. Der Chef des Nationalen Sicherheitsrats, Mohammad Bagher Solghadr, legte eine ganze Liste an Bedingungen für ein Ende der Blockade der strategisch wichtigen Meerenge vor.

Zwei Bombenanschläge in Kolumbien an erstem Tag im Amt des neuen Präsidenten Espriella

In Kolumbien sind am ersten Tag im Amt des neuen rechtsgerichteten Präsidenten Abelardo de la Espriella zwei Bombenanschläge verübt worden. Bei den Anschlägen in verschiedenen Teilen des Landes wurde am Samstag mindestens ein Polizist getötet, wie die Armee mitteilte. Weitere Menschen seien verletzt worden.

Explosion mutmaßlich ukrainischer Drohne in Bulgarien löst diplomatische Verstimmung aus

Die Explosion einer mutmaßlich ukrainischen Drohne nahe einer strategisch wichtigen Gaspipeline in Bulgarien hat zu diplomatischen Verstimmungen zwischen Sofia und Kiew geführt. Nach einer ersten Untersuchung der Trümmer erklärte das bulgarische Verteidigungsministerium am Samstag, es handle sich um einen Drohnentyp, der von den ukrainischen Streitkräften "häufig verwendet" werde. Außenministerin Welislawa Petrowa bestellte daraufhin die ukrainische Botschafterin für Montag ein. Kiew bestritt, vorsätzlich ein Fluggerät nach Bulgarien gelenkt zu haben.

Textgröße ändern: