Pallade Veneta - Trump-Lager nach Eklat in New York um Schadensbegrenzung bemüht

Trump-Lager nach Eklat in New York um Schadensbegrenzung bemüht


Trump-Lager nach Eklat in New York um Schadensbegrenzung bemüht
Trump-Lager nach Eklat in New York um Schadensbegrenzung bemüht / Foto: ANGELA WEISS - AFP

Nach der rassistischen Entgleisung eines Comedian auf einer Wahlkampfkundgebung von Donald Trump hat sich das Wahlkampfteam des Republikaners am Montag um Schadensbegrenzung bemüht. Eine Sprecherin sagte, der "Scherz" über Puerto Rico spiegele nicht die Meinung des Kandidaten wider. Die demokratische Kandidatin Kamala Harris warf Trump vor, darauf fixiert zu sein, "unser Land zu spalten".

Textgröße ändern:

Puerto Rico in der Karibik ist das größte Außengebiet der USA. Bei der Kundgebung Trumps am Sonntagabend im New Yorker Madison Square Garden hatte der Comedian Tony Hinchcliffe gesagt, Puerto Rico sei eine "Insel aus Müll". Zugleich sagte er über Latinos, sie liebten es, "Babys zu machen". Bei der Veranstaltung vor tausenden fanatischen Trump-Anhängern hatten sich noch weitere Redner rassistisch über Latinos und Afroamerikaner geäußert.

Über die heftige Kritik an seinen Äußerungen zeigte sich Hinchcliffe verwundert: Seine Kritiker hätten offenbar keinen Humor, schrieb er in einem Onlinedienst - was Trumps ältestem Sohn Donald Trump Junior gefiel, weshalb er den Post teilte.

Die demokratische Kandidatin Harris erklärte am Montag, Trump habe mit der Kundgebung in New York einmal mehr unter Beweis gestellt, dass er auf seinen Groll und sich selbst fixiert sei - und darauf, die USA zu spalten. "Und das ist nichts, was die amerikanische Familie, den amerikanische Arbeiter stärken wird", erklärte Harris. Die Menschen in Puerto Rico hätten "einen Präsidenten verdient, der ihre Stärken sieht und fördert", hatte sie zuvor gesagt.

Der puerto-ricanische Sänger Ricky Martin teilte Hinchcliffes Äußerungen sowie Harris' Reaktion im Onlinedienst Instagram mit seinen 18,6 Millionen Followern. "Das denken sie über uns", schrieb er dazu und: "Wählt Kamala Harris".

Die Einwohner von Puerto Rico dürfen sich an der Präsidentschaftswahl am 5. November nicht beteiligen, allerdings leben in den USA nach Angaben des Pew Research Center rund sechs Millionen gebürtige Puerto-Ricaner, die über ein Stimmrecht verfügen.

Der demokratische Senator aus Pennsylvania, John Fetterman, wies darauf hin, dass in seinem Bundesstaat fast eine halbe Million Menschen mit puerto-ricanischen Wurzeln lebten, von denen drei Viertel das Wahlrecht hätten. Diese Menschen seien wichtig, schrieb er im Onlinedienst X und "nicht die Pointe eines verzweifelten Witzes".

Pennsylvania im Nordosten der USA gehört zu den besonders umkämpften Bundesstaaten. Harris und Trump liegen in den Umfragen Kopf an Kopf. Es ist das knappste Rennen um das Weiße Haus in der jüngeren Geschichte der Vereinigten Staaten. Der scheidende US-Präsident Joe Biden nannte die Kundgebung im Madison Square Garden "peinlich" und eines Ex-Präsidenten nicht würdig.

H.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Iran bekräftigt harte Haltung in Streit um Straße von Hormus

Der Iran hat seine harte Haltung im Streit um die Straße von Hormus bekräftigt. Die Blockade der strategisch wichtigen Meerenge werde so lange fortgesetzt, "bis der Feind alle unsere Bedingungen erfüllt", sagte der Sprecher der iranischen Revolutionsgarden, Hossein Mohebi, am Sonntag nach Angaben des Staatsfernsehens. "Die Meerenge ist für uns derzeit ein Kriegsschauplatz und nicht nur eine Wasserstraße."

Iran stellt harte Bedingungen für Öffnung der Straße von Hormus

Inmitten der diplomatischen Bemühungen für ein Ende des Iran-Kriegs hat Teheran harte Bedingungen für eine Öffnung der Straße von Hormus gestellt. Außenminister Abbas Araghtschi forderte am Samstag unter anderem "Entschädigungen" für Verstöße der USA gegen das im Juni besiegelte Rahmenabkommen zwischen Teheran und Washington. Der Chef des Nationalen Sicherheitsrats, Mohammad Bagher Solghadr, legte eine ganze Liste an Bedingungen für ein Ende der Blockade der strategisch wichtigen Meerenge vor.

Zwei Bombenanschläge in Kolumbien an erstem Tag im Amt des neuen Präsidenten Espriella

In Kolumbien sind am ersten Tag im Amt des neuen rechtsgerichteten Präsidenten Abelardo de la Espriella zwei Bombenanschläge verübt worden. Bei den Anschlägen in verschiedenen Teilen des Landes wurde am Samstag mindestens ein Polizist getötet, wie die Armee mitteilte. Weitere Menschen seien verletzt worden.

Explosion mutmaßlich ukrainischer Drohne in Bulgarien löst diplomatische Verstimmung aus

Die Explosion einer mutmaßlich ukrainischen Drohne nahe einer strategisch wichtigen Gaspipeline in Bulgarien hat zu diplomatischen Verstimmungen zwischen Sofia und Kiew geführt. Nach einer ersten Untersuchung der Trümmer erklärte das bulgarische Verteidigungsministerium am Samstag, es handle sich um einen Drohnentyp, der von den ukrainischen Streitkräften "häufig verwendet" werde. Außenministerin Welislawa Petrowa bestellte daraufhin die ukrainische Botschafterin für Montag ein. Kiew bestritt, vorsätzlich ein Fluggerät nach Bulgarien gelenkt zu haben.

Textgröße ändern: