Pallade Veneta - Artensterben: Guterres warnt Menschheit vor "Existenzkrise"

Artensterben: Guterres warnt Menschheit vor "Existenzkrise"


Artensterben: Guterres warnt Menschheit vor "Existenzkrise"
Artensterben: Guterres warnt Menschheit vor "Existenzkrise" / Foto: Luis ACOSTA - AFP

Die Menschheit steht laut UN-Generalsekretär António Guterres angesichts der Zerstörung der Natur vor einer "Existenzkrise". "Jeden Tag verlieren wir mehr Arten. Jede Minute kippen wir einen Müllwagen voller Plastikmüll in unsere Ozeane, Flüsse und Seen", sagte Guterres am Dienstag vor den Delegierten der UN-Artenschutzkonferenz (COP16) im kolumbianischen Cali. "So sieht eine existenzielle Krise aus."

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Die Menschheit müsse von der "Plünderung zur Bewahrung" der Natur kommen, sagte Guterres. "Natur ist Leben. Und trotzdem führen wir Krieg gegen sie." Kein Land, egal ob reich oder arm, sei immun gegen die Auswirkungen des Klimawandels, den Verlust der biologischen Vielfalt oder die Umweltverschmutzung. "Diese Umweltkrisen sind miteinander verwoben", betonte Guterres.

Die noch bis Freitag dauernde Konferenz steht unter dem Motto "Peace with Nature" ("Frieden mit der Natur"). Ziel ist die Vereinbarung eines Plans zur Umsetzung der 23 UN-Ziele der COP15 zur Eindämmung von Umweltzerstörung und weltweitem Artensterben bis 2030. Im Zentrum steht unter anderem die Frage der Finanzierung von Maßnahmen.

Die Delegierten haben keine Zeit zu verlieren. Es bleiben nur noch fünf Jahre, um die 23 UN-Ziele zu erreichen. Sie sehen unter anderem vor, 30 Prozent der globalen Land-, Wasser- und Meeresflächen bis 2030 unter Schutz zu stellen.

Kolumbiens Umweltministerin und COP16-Präsidentin Susana Muhamad erklärte, die Konferenz habe den Verlust der biologischen Vielfalt auf eine Stufe mit der Klimakrise gestellt. Gleichzeitig betonte sie, die Umsetzung der 23 UN-Ziele erfordere mehr finanzielle Mittel.

H.Ercolani--PV

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