Pallade Veneta - USA und Südkorea fordern von Nordkorea Abzug von Truppen aus Russland

USA und Südkorea fordern von Nordkorea Abzug von Truppen aus Russland


USA und Südkorea fordern von Nordkorea Abzug von Truppen aus Russland
USA und Südkorea fordern von Nordkorea Abzug von Truppen aus Russland / Foto: SAUL LOEB - AFP

Die Verteidigungsminister der USA und Südkoreas haben Nordkorea aufgefordert, seine Truppen aus Russland abzuziehen. US-Verteidigungsminister Lloyd Austin sagte, die Vereinigten Staaten würden "weiterhin mit Verbündeten und Partnern zusammenarbeiten, um Russland davon abzuhalten, diese Truppen im Kampf einzusetzen". Es bestehe jedoch die "hohe Wahrscheinlichkeit", dass Russland dies dennoch tun werde. Die nordkoreanischen Truppen würden mit russischen Uniformen und Waffen ausgestattet.

Textgröße ändern:

Sein südkoreanischer Kollege Kim Yong Hyun sagte, er glaube, dass der nordkoreanische Einsatz "zu einer Eskalation der Sicherheitsbedrohungen auf der koreanischen Halbinsel führen kann". Dies liege daran, dass es eine "hohe Wahrscheinlichkeit" gebe, dass Pjöngjang im Austausch für den Einsatz seiner Streitkräfte Technologietransfers von Moskau verlangen werde, um seine Waffenprogramme zu unterstützen – darunter taktische Atomwaffen, Interkontinentalraketen und Aufklärungssatelliten.

Der südkoreanische Verteidigungsminister kündigte jedoch keine Änderung der langjährigen Politik Seouls an, keine Waffen in aktive Konfliktgebiete zu verkaufen - einschließlich der Ukraine. Die USA und die Ukraine hatten gefordert, dies zu überdenken.

Russland und Nordkorea haben ihre politische und militärische Zusammenarbeit im Laufe des Ukraine-Krieges vertieft. Am Montag hatte das Pentagon erklärt, die Zahl der von Nordkorea nach Russland geschickten Soldaten auf 10.000 zu schätzen. Am Dienstag sagte ein Ministeriumssprecher, dass in der russischen Region Kursk an der Grenze zur Ukraine nach Einschätzung der US-Regierung inzwischen eine "kleine Zahl" nordkoreanischer Soldaten stationiert worden sei.

Der russische UN-Botschafter wies derweil Berichte zurück, wonach nordkoreanische Truppen an den Frontlinien im Krieg gegen die Ukraine präsent seien. Wassili Nebensia bezeichnete entsprechende Äußerungen am Mittwoch vor dem UN-Sicherheitsrat als "dreiste Lügen". Russlands Zusammenarbeit mit Nordkorea im militärischen Bereich und in anderen Bereichen stehe im Einklang mit dem Völkerrecht.

F.Abruzzese--PV

Empfohlen

Polizei: Mann in New York bei Auseinandersetzung mit Bundeskräften angeschossen

In New York ist nach Angaben der örtlichen Polizei ein Mann bei einer Auseinandersetzung mit Einsatzkräften der Bundesbehörden angeschossen worden. Am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) sei es im Stadtviertel Marble Hill in der Bronx "zu einem Schusswaffenvorfall unter Beteiligung" von Bundesmitarbeitern der Strafverfolgungsbehörden gekommen, teilte die New Yorker Polizei mit. Örtlichen Medien zufolge führte die für ihr hartes Vorgehen bekannte Einwanderungsbehörde ICE zum Zeitpunkt des Vorfalls einen Einsatz aus.

Mehr als 70.000 Teilnehmer bei neuen Schülerprotesten in Frankreich

Bei neuen Schülerprotesten in Frankreich sind landesweit mehr als 70.000 Menschen auf die Straße gegangen. Das Innenministerium in Paris sprach am Donnerstag von 71.500 Demonstranten. Etwa 55.000 von ihnen hätten an Protestaktionen vor Schulgebäuden teilgenommen. Die restlichen hätten sich an Protestmärschen beteiligt. Mehr als 500 Menschen seien festgenommen worden, knapp 50 Sicherheitskräfte seien verletzt worden, teilte das Ministerium mit.

Bundestag fordert breitere Datengrundlage bei Pränataltests

Für vorgeburtliche Bluttests, mit denen bestimmte genetische Auffälligkeiten beim ungeborenen Kind festgestellt werden können, sollen nach dem Willen des Bundestages genauere Regeln geschaffen werden. Die Abgeordneten votierten am Donnerstag in namentlicher Abstimmung mit großer Mehrheit für einen entsprechenden fraktionsübergreifenden Antrag. Mehr als hundert Abgeordnete von CDU, CSU, SPD, Grünen und Linken fordern eine genauere Regelung, wann diese sogenannten "nicht invasiven Pränataltests" (NIPT) zur Feststellung von Trisomie-Erkrankungen angewendet werden sollen.

Ukraine-Team zu Gespräch mit Trump-Unterhändlern am Freitag und Samstag in den USA

Inmitten des Ukraine-Kriegs wird ein ukrainisches Verhandlungsteam am Freitag und Samstag in den USA mit den Unterhändlern von US-Präsident Donald Trump zusammentreffen. Die Delegation werde mit Jared Kushner und Steve Witkoff sprechen, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Donnerstag gegenüber Journalisten. Die Gespräche sollten zwei Tage dauern. Auch ein europäisches Team solle dazustoßen.

Textgröße ändern: