Pallade Veneta - Biden verurteilt Rassismus bei Besuch in Buffalo als "Gift"

Biden verurteilt Rassismus bei Besuch in Buffalo als "Gift"


Biden verurteilt Rassismus bei Besuch in Buffalo als "Gift"
Biden verurteilt Rassismus bei Besuch in Buffalo als "Gift" / Foto: Nicholas Kamm - AFP

US-Präsident Joe Biden hat nach der offenbar gegen Schwarze gerichteten Schusswaffenattacke mit zehn Toten in der Stadt Buffalo den Rassismus im Land als "Gift" bezeichnet. "White Supremacy" - die Theorie von einer angeblichen Überlegenheiten der Weißen - sei "ein Gift, das durch unser Gemeinwesen fließt", sagte Biden am Dienstag bei einem Besuch in Buffalo im Bundesstaat New York. Es sei zugelassen worden, dass Rassismus sich "vor unseren Augen" ausbreite.

Textgröße ändern:

Den Angriff vom Samstag, bei dem ein 18-jähriger Weißer in und vor einem Supermarkt das Feuer auf Afroamerikaner eröffnet hatte, bezeichnete Biden als Fall von "inländischem Terrorismus". Der Präsident verurteilte dabei auch die von Rechten verbreitete Verschwörungstheorie des "Großen Austauschs" ("Great Replacement" oder "Replacement Theorie"), derzufolge Weiße in Europa und in den USA durch den Zuzug von Nicht-Weißen zur Minderheit gemacht werden sollen.

Biden sprach von einer "perversen Ideologie" und "Lüge". "Ich rufe alle Amerikaner auf, diese Lüge zurückzuweisen. Und ich verurteile jene, die diese Lüge für Macht, politische Gewinne und Profit verbreiten."

Der Angreifer von Buffalo hatte im Internet eine Art Manifest veröffentlicht, in dem er sich auch auf den "Großen Austausch" bezog. Die Verschwörungstheorie hat sich in den USA vom rechten Rand aus immer mehr verbreitet. Einzelne Elemente werden auch von Politikern der Republikanischen Partei von Ex-Präsident Donald Trump und von Persönlichkeiten wie dem bekannten Fernsehmoderator Tucker Carlson vom konservativen Nachrichtensender Fox News aufgegriffen.

Der Angriff in Buffalo am Samstag hatte in den USA Entsetzen ausgelöst. Biden und seine Ehefrau Jill besuchten nun die nahe der weltberühmten Niagara-Wasserfälle gelegene Stadt. Sie legten dabei Blumen nahe des attackierten Supermarktes nieder und trafen Angehörige der Opfer und Einsatzkräfte.

Der Angreifer hatte bei seiner Attacke mit einem Sturmgewehr zehn Menschen getötet und drei weitere verletzt. Fast alle Opfer waren Schwarze. Der 18-Jährige wurde nach dem Angriff von der Polizei festgenommen.

A.Graziadei--PV

Empfohlen

Trump: Putin will Nato nicht angreifen - Gesandte mit Ukraine-Plan unterwegs

US-Präsident Donald Trump hält nach den deutschen Vorwürfen gegen Russland wegen des versuchten Drohnen-Anschlags am Flughafen Leipzig an seiner Einschätzung fest, dass Kreml-Chef Wladimir Putin keinen Angriff auf Nato-Gebiet plant. "Ich spreche mit ihm. Ich kenne ihn sehr gut. Putin will kein Nato-Gebiet angreifen", sagte Trump am Freitag im Weißen Haus auf die Frage eines AFP-Reporters.

Vor Abschied bei der UNO: Baerbock fordert erneut UN-Generalsekretärin

Die frühere Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat sich wenige Tage vor ihrem Ausscheiden als Präsidentin der UN-Generalversammlung noch einmal für eine Frau an der Spitze der Vereinten Nationen stark gemacht. Dies sei ein "Testfall für die Glaubwürdigkeit der Organisation", erklärte Baerbock am Freitag in New York. Bislang waren ausschließlich Männer UN-Generalsekretär.

Meloni feiert Amtszeit-Rekord und stimmt auf Wahlkampf 2027 ein

Mit einer Kundgebung in der Hafenstadt Bari hat die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni den Amtszeit-Rekord ihrer Regierung gefeiert und zugleich den Blick auf die Parlamentswahl 2027 gerichtet. "Stabilität ist kein Rekord, den man zur Schau stellt, sondern die Voraussetzung dafür, dass eine Nation planen, entscheiden, ihre Verpflichtungen einhalten und respektiert werden kann", erklärte die 49-jährige Vorsitzende der ultrarechten Fratelli d'Italia (FdI) im Onlinedienst X.

Angriff am helllichten Tag: Russische Drohne trifft Geheimdienst-Zentrale in Kiew

Am helllichten Tag ist der Sitz des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU im Zentrum von Kiew von einer russischen Drohne getroffen worden. Der Angriff am Freitag habe "direkt" auf das Büro des Geheimdienstchefs gezielt, erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj im Onlinedienst Telegram. Nach Behördenangaben wurden zwölf Menschen verletzt. Der Angriff erfolgte kurz vor einem Besuch der US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner in Kiew.

Textgröße ändern: