Pallade Veneta - Weiter Kritik an nicht abgestimmten Wirtschaftsgesprächen von Scholz und Lindner

Weiter Kritik an nicht abgestimmten Wirtschaftsgesprächen von Scholz und Lindner


Weiter Kritik an nicht abgestimmten Wirtschaftsgesprächen von Scholz und Lindner
Weiter Kritik an nicht abgestimmten Wirtschaftsgesprächen von Scholz und Lindner / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP

Die nicht abgestimmten Wirtschaftsgespräche von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Finanzminister Christian Lindner (FDP) sorgen weiter für Kritik. "Mein Gefühl ist, dass auch die Teilnehmer dieser Gipfel sich am Ende fragen: Was soll denn der Quatsch, warum machen die nicht einfach ihre Arbeit", sagte der Bewerber um den Grünen-Vorsitz, Felix Banaszak bei RTL und ntv. SPD-Chefin Saskia Esken forderte Linder auf, auf Scholz zuzugehen.

Textgröße ändern:

Banaszak mahnte die Bundesregierung, die im Sommer vereinbarte Wachstumsinitiative nun auch umzusetzen. Diese ermögliche niedrigere Energiepreise und erleichtere Investitionen. Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) wolle die Initiative umsetzen. "Ich kann unsere Koalitionspartner nur einladen, daran teilzuhaben", sagte Banaszak.

SPD-Chefin Esken kritisierte im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, bisher geplante Maßnahmen seien "von zu wenig Mut geprägt, da der Finanzminister den ausgeglichenen Bundeshaushalt über alles stellt und nichts akzeptiert, was die Einnahmesituation des Staates verbessern könnte". Sie forderte, "das obere Prozent der Einkommen" müsse stärker zur Verantwortung gezogen werden. "Das lehnt die FDP ab", sagte die Parteichefin der SPD, die kürzlich Steuerpläne vorgelegt hatte, die vor allem sehr Reiche stärker belasten sollen.

Scholz und Lindner hatten am Dienstag in separaten Treffen mit Wirtschaftsvertretern beraten. Während der Kanzler den Schwerpunkt auf die Industrie legte, war bei den FDP-Gesprächen der Mittelstand im Fokus.

Die Parallelveranstaltungen stießen auch in der Wirtschaft auf Kritik. Die Opposition sah sie als Zeichen für die Handlungsunfähigkeit der Ampel-Regierung. Beide Gesprächsformate sollen aber fortgeführt werden - das mit Lindner am kommenden Montag, das mit Scholz am 15. November.

Kritik kam am Donnerstag von der Linkspartei. Deren Vorsitzende Ines Schwerdtner sagte AFP: "Scholz und Lindner gipfeln weiter abseits des Wirtschaftsministeriums, während der Wirtschaftsminister verlautbaren lässt, in der Ampel herrsche bei der Wirtschaftspolitik große Einigkeit." Die "fortgesetzten Egotrips der Ampel-Köpfe" machten sie "fassungslos".

Die Chefin des Deutschen Gewerkschaftsbundes DGB, Yasmin Fahimi, hofft bei der Fortsetzung des "Industriegipfels" im Kanzleramt im November auf einen raschen Durchbruch. "Alle Teilnehmer sind daran interessiert, dass Deutschland wieder wettbewerbsfähiger wird und die Unternehmen Planungssicherheit bekommen", sagte Fahimi, die bereits am ersten Gespräch mit Scholz teilnahm, der "Augsburger Allgemeinen".

A.Fallone--PV

Empfohlen

Iran stellt harte Bedingungen für Öffnung der Straße von Hormus

Inmitten der diplomatischen Bemühungen für ein Ende des Iran-Kriegs hat Teheran harte Bedingungen für eine Öffnung der Straße von Hormus gestellt. Außenminister Abbas Araghtschi forderte am Samstag unter anderem "Entschädigungen" für Verstöße der USA gegen das im Juni besiegelte Rahmenabkommen zwischen Teheran und Washington. Der Chef des Nationalen Sicherheitsrats, Mohammad Bagher Solghadr, legte eine ganze Liste an Bedingungen für ein Ende der Blockade der strategisch wichtigen Meerenge vor.

Zwei Bombenanschläge in Kolumbien an erstem Tag im Amt des neuen Präsidenten Espriella

In Kolumbien sind am ersten Tag im Amt des neuen rechtsgerichteten Präsidenten Abelardo de la Espriella zwei Bombenanschläge verübt worden. Bei den Anschlägen in verschiedenen Teilen des Landes wurde am Samstag mindestens ein Polizist getötet, wie die Armee mitteilte. Weitere Menschen seien verletzt worden.

Explosion mutmaßlich ukrainischer Drohne in Bulgarien löst diplomatische Verstimmung aus

Die Explosion einer mutmaßlich ukrainischen Drohne nahe einer strategisch wichtigen Gaspipeline in Bulgarien hat zu diplomatischen Verstimmungen zwischen Sofia und Kiew geführt. Nach einer ersten Untersuchung der Trümmer erklärte das bulgarische Verteidigungsministerium am Samstag, es handle sich um einen Drohnentyp, der von den ukrainischen Streitkräften "häufig verwendet" werde. Außenministerin Welislawa Petrowa bestellte daraufhin die ukrainische Botschafterin für Montag ein. Kiew bestritt, vorsätzlich ein Fluggerät nach Bulgarien gelenkt zu haben.

Selenskyj warnt vor Folgen russischer Angriffe - Vucic für Integrität der Ukraine

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat bei seinem ersten offiziellen Besuch in Serbien seit Beginn des Ukraine-Kriegs vor den Folgen der verstärkten russischen Angriffe für den kommenden Winter gewarnt. Die Ukraine habe "praktisch keine intakten Wärmekraftwerke mehr", sagte Selenskyj am Samstag nach Gesprächen mit Präsident Aleksandar Vucic in Belgrad. Vucic schloss eine militärische Zusammenarbeit mit der Ukraine vorerst aus, bekräftigte aber die Unterstützung Serbiens für deren territoriale Integrität.

Textgröße ändern: