Pallade Veneta - Neuer Präsident in Botsuana nach historischem Sieg der Opposition vereidigt

Neuer Präsident in Botsuana nach historischem Sieg der Opposition vereidigt


Neuer Präsident in Botsuana nach historischem Sieg der Opposition vereidigt
Neuer Präsident in Botsuana nach historischem Sieg der Opposition vereidigt / Foto: Monirul Bhuiyan - AFP

Nach dem historischen Sieg der Opposition hat der neue Präsident im südafrikanischen Botsuana sein Amt angetreten. Der 54 Jahre alte Menschenrechtsanwalt Duma Boko vom Oppositionsbündnis Koalition für Demokratischen Wandel (UDC) wurde am Freitag vor dem höchsten Gericht des Landes vereidigt. Die Opposition hatte sich bei der Parlamentswahl am Mittwoch gegen die seit fast sechs Jahrzehnten regierende Demokratische Partei Botsuanas (BDP) durchgesetzt.

Textgröße ändern:

Das Oppositionsbündnis habe "die Mindestvoraussetzungen für die Ernennung zur nächsten Regierung erreicht", teilte der Sprecher der Unabhängigen Wahlkommission, Osupile Maroba, der Nachrichtenagentur AFP mit. Demnach gewann die linksgerichtete UDC mehr als 31 der insgesamt 61 Parlamentssitze. Das Wahlsystem in Botsuana sieht vor, dass die erste Partei, die 31 Sitze bekommt, zur Siegerin erklärt und ihr Kandidat als Präsident eingesetzt wird.

"Der Wandel ist da", schrieb Boko nach Bekanntwerden der ersten Ergebnisse im Onlinedienst Facebook. In der Hauptstadt Gaborone kam es zu spontanen Straßenfesten.

Der bisherige Staatschef Mokgweetsi Masisi gratulierte der Opposition zu ihrem Sieg. Er wolle die Wahl anerkennen und "alle Verwaltungsverfahren in Gang setzen, um den Übergang zu erleichtern", versicherte der 63-Jährige, der das Amt des Staatschefs seit 2018 innehatte. Seine Partei sei "glücklich", sich nun in die Opposition zu begeben.

Die BDP war in Botsuana seit der Unabhängigkeit von Großbritannien im Jahr 1966 an der Macht. Arbeitslosigkeit und Misswirtschaft gehörten zuletzt zu den größten Kritikpunkten an Masisis Regierung.

Boko lobte den friedlichen Machtwechsel als Beispiel für gelebte Demokratie. "Was heute geschehen ist, hebt unsere Demokratie auf ein höheres Niveau", sagte er der Zeitung "Mmegi". Boko hatte das UDC im Jahr 2012 gegründet, um oppositionelle Gruppen gegen das Bollwerk BDP zu vereinen.

F.Abruzzese--PV

Empfohlen

Iran stellt harte Bedingungen für Öffnung der Straße von Hormus

Inmitten der diplomatischen Bemühungen für ein Ende des Iran-Kriegs hat Teheran harte Bedingungen für eine Öffnung der Straße von Hormus gestellt. Außenminister Abbas Araghtschi forderte am Samstag unter anderem "Entschädigungen" für Verstöße der USA gegen das im Juni besiegelte Rahmenabkommen zwischen Teheran und Washington. Der Chef des Nationalen Sicherheitsrats, Mohammad Bagher Solghadr, legte eine ganze Liste an Bedingungen für ein Ende der Blockade der strategisch wichtigen Meerenge vor.

Zwei Bombenanschläge in Kolumbien an erstem Tag im Amt des neuen Präsidenten Espriella

In Kolumbien sind am ersten Tag im Amt des neuen rechtsgerichteten Präsidenten Abelardo de la Espriella zwei Bombenanschläge verübt worden. Bei den Anschlägen in verschiedenen Teilen des Landes wurde am Samstag mindestens ein Polizist getötet, wie die Armee mitteilte. Weitere Menschen seien verletzt worden.

Explosion mutmaßlich ukrainischer Drohne in Bulgarien löst diplomatische Verstimmung aus

Die Explosion einer mutmaßlich ukrainischen Drohne nahe einer strategisch wichtigen Gaspipeline in Bulgarien hat zu diplomatischen Verstimmungen zwischen Sofia und Kiew geführt. Nach einer ersten Untersuchung der Trümmer erklärte das bulgarische Verteidigungsministerium am Samstag, es handle sich um einen Drohnentyp, der von den ukrainischen Streitkräften "häufig verwendet" werde. Außenministerin Welislawa Petrowa bestellte daraufhin die ukrainische Botschafterin für Montag ein. Kiew bestritt, vorsätzlich ein Fluggerät nach Bulgarien gelenkt zu haben.

Selenskyj warnt vor Folgen russischer Angriffe - Vucic für Integrität der Ukraine

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat bei seinem ersten offiziellen Besuch in Serbien seit Beginn des Ukraine-Kriegs vor den Folgen der verstärkten russischen Angriffe für den kommenden Winter gewarnt. Die Ukraine habe "praktisch keine intakten Wärmekraftwerke mehr", sagte Selenskyj am Samstag nach Gesprächen mit Präsident Aleksandar Vucic in Belgrad. Vucic schloss eine militärische Zusammenarbeit mit der Ukraine vorerst aus, bekräftigte aber die Unterstützung Serbiens für deren territoriale Integrität.

Textgröße ändern: