Pallade Veneta - Baerbock sichert Ukraine bei Besuch in Kiew "felsenfeste" Unterstützung zu

Baerbock sichert Ukraine bei Besuch in Kiew "felsenfeste" Unterstützung zu


Baerbock sichert Ukraine bei Besuch in Kiew "felsenfeste" Unterstützung zu
Baerbock sichert Ukraine bei Besuch in Kiew "felsenfeste" Unterstützung zu / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP

Bei ihrem achten Ukraine-Besuch seit Kriegsbeginn hat Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) die "felsenfeste" Unterstützung Deutschlands zugesichert. "Wir werden die Ukrainerinnen und Ukrainer so lange unterstützen, wie sie uns brauchen, damit sie ihren Weg zu einem gerechten Frieden gehen können", sagte Baerbock am Montag laut Auswärtigem Amt nach ihrer Ankunft in Kiew. Zudem betonte Baerbock die Wichtigkeit, die ukrainische Energieinfrastruktur im anstehenden "dritten Kriegswinter" vor der Zerstörung durch russischem Beschuss zu schützen.

Textgröße ändern:

"Deutschland steht gemeinsam mit vielen Partnern weltweit felsenfest an der Seite der Ukraine", betonte Baerbock. Der "Brutalität" des russischen Präsidenten Wladimir Putin setze Deutschland "Menschlichkeit und Unterstützung entgegen - damit die Ukrainerinnen und Ukrainer nicht nur den Winter überstehen, sondern ihr Land bestehen kann". Die Ukraine verteidige "auch unser aller Freiheit in Europa", hob Baerbock hervor.

Die Außenministerin verwies auf den "Winterschutzschirm" für die Ukraine, zu dem Deutschland zusätzliche 170 Millionen Euro an Nothilfe beigetragen habe - und auf die "Luftverteidigungsinitiative". Es komme "auf jedes Luftverteidigungssystem" an, das die Ukraine erreiche, fügte Baerbock an.

Dem Auswärtigen Amt zufolge hat die Bundesregierung die Ukraine seit Kriegsbeginn insgesamt mit mehr als 37,32 Milliarden Euro an bilateraler Hilfe unterstützt, im zivilen wie im militärischen Bereich. Zudem sei Deutschland größter Einzahler beim Refinanzierungsfonds der Europäischen Friedensfazilität (EPF), über die der ukrainischen Armee bislang Unterstützung im Wert von 11,1 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt wurde.

Nach Angaben ihres Ministeriums stehen bei Baerbocks Ukraine-Besuch unter anderem "politische Gespräche" auf dem Programm. Auf ihrer Reise werde es zudem darum gehen, sich mit Blick auf die Luftverteidigung der Ukraine "ein Bild zu verschaffen, wo die internationale Gemeinschaft weiter zielgerichtet unterstützen kann". Baerbock wolle überdies den Menschen in der Ukraine die weitere Unterstützung Deutschlands auf dem Weg in die EU zusichern.

Deutschland gehört zu den wichtigsten Unterstützern der Ukraine. Sollte bei der US-Präsidentschaftswahl am Dienstag der Republikaner Donald Trump gewinnen, droht der Ukraine der Wegfall entscheidender Unterstützung. Trump ist ein entschiedener Gegner der US-Milliardenhilfen für Kiew.

H.Ercolani--PV

Empfohlen

Militärverwaltung: Mindestens drei Tote durch russische Angriffe in Region Kiew

Durch russische Luftangriffe auf die Region Kiew sind laut Behördenangaben in der Nacht zum Samstag mindestens drei Menschen getötet worden. Unter den Opfern sei auch ein Kind, teilte die Militärverwaltung der ukrainischen Hauptstadtregion mit. Bei den gleichen Angriffen nordöstlich von Kiew seien drei weitere Menschen verletzt worden.

Kolumbien: Neuer Präsident kündigt "unermüdlichen" Kampf gegen Drogengewalt an

Der rechte Hardliner Abelardo de la Espriella hat unmittelbar nach seiner Vereidigung als neuer Präsident Kolumbiens einen "unermüdlichen" Kampf gegen Drogengewalt angekündigt. Der Verbündete von US-Präsident Donald Trump sagte am Freitag in Cali, er werde wieder "Ordnung" in das südamerikanische Land bringen. Der 48-jährige Politik-Neuling trat die Nachfolge des linken Präsidenten Gustavo Petro an.

Trump spricht nach Ballsaal-Urteil von "nationaler Schande"

US-Präsident Donald Trump hat empört auf die Entscheidung eines Bundesberufungsgerichtes reagiert, wonach die Arbeiten an seinem umstrittenen Ballsaal-Projekt vorerst nicht weitergehen dürfen. Die Justizentscheidung sei eine "nationale Schande", erklärte er am Freitag. Außerdem werde dadurch die nationale Sicherheit bedroht, setzte er offensichtlich mit Blick auf einen unterirdischen Militärbunker sowie weitere Sicherheitsvorkehrungen im geplanten Erweiterungsbau des Weißen Hauses hinzu. Zuvor hatte der Präsident bereits angekündigt, in Berufung zu gehen.

Frei: Über Beteiligung an AfD-Regierung entscheidet nicht CDU in Sachsen-Anhalt

Die Entscheidung über die mögliche Beteiligung an einer AfD-Regierung nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt liegt Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) zufolge nicht bei der CDU vor Ort. "Das Kooperationsverbot mit der AfD ist ein Grundsatzbeschluss in der CDU", sagte Frei den Funke-Zeitungen vom Samstag. "Es kann nicht je nach Bundesland anders beantwortet werden."

Textgröße ändern: