Pallade Veneta - CDU in Schleswig-Holstein setzt nach Landtagswahl weiter auf Jamaika-Bündnis

CDU in Schleswig-Holstein setzt nach Landtagswahl weiter auf Jamaika-Bündnis


CDU in Schleswig-Holstein setzt nach Landtagswahl weiter auf Jamaika-Bündnis
CDU in Schleswig-Holstein setzt nach Landtagswahl weiter auf Jamaika-Bündnis / Foto: Axel Heimken - AFP/Archiv

Die CDU in Schleswig-Holstein setzt bei ihren Sondierungsgesprächen nach der Landtagswahl weiter auf eine Neuauflage ihrer Jamaika-Koalition mit Grünen und FDP. Für Donnerstagnachmittag seien beide Parteien zu einem gemeinsamen Gespräch eingeladen worden, sagte Ministerpräsident und CDU-Landeschef Daniel Günther am Mittwochabend nach einer Sitzung des geschäftsführenden Landesvorstands in Kiel. Es gebe eine "sehr solide Basis" dafür.

Textgröße ändern:

Die Spitze der CDU war am Dienstag zunächst für erste getrennte Auftaktgespräche mit den Verhandlungsteams von Grünen sowie FDP zusammengekommen. Die drei Parteien regieren in Schleswig-Holstein bereits seit 2017 gemeinsam in einer Dreierkoalition. Bei der Wahl vom 8. Mai war die CDU zur mit Abstand stärksten Kraft geworden, für eine Regierungsmehrheit reicht ihr künftig einer der beiden Partner. Günther setzt trotzdem auf eine Fortsetzung von Jamaika.

Grüne und FDP hatten sich nach der ersten Sondierungsrunde vom Dienstag hingegen klar für Zweierkoalitionen ihrer jeweiligen Parteien mit der CDU als bevorzugtes Modell ausgesprochen. Zugleich hatten sie aber ihre prinzipielle Bereitschaft betont, über ein neues Jamaika-Bündnis zu sprechen. Die Spitzen aller drei Parteien hatten zudem betont, nur über Bündnisse verhandeln zu wollen, die eine gesamte Legislaturperiode lang stabil seien.

Nach der Vorstandsitzung warb Günther erneut für eine Fortsetzung der Jamaikakoalition. Ihm und der CDU sei klar, dass dies angesichts einer ausreichenden Mehrheit mit nur einem Partner ein "ungewöhnlicher Weg" sei. Eine Koalitionsbildung nur "mit dem Rechenschieber" entspringe aus Sicht seiner Partei aber einer "Denke der Vergangenheit, die wir in Schleswig-Holstein glücklicherweise hinter uns gelassen haben", sagte Günther.

Jamaika habe "Meilensteine" gesetzt und nach Überzeugung der CDU könnten gerade diese drei Partner die Herausforderungen der Zukunft gemeinsam am besten angehen, fügte der Regierungschef hinzu. Die CDU habe den Eindruck, dass auch bei Grünen und FDP "der Geist" der vergangenen Jahre noch zu spüren sei. Unüberwindliche Hürden für erfolgreiche Koalitionsgespräche sehe sie nicht.

Günther stellte außerdem erneut einen schnellen Abschluss der Sondierungsphase noch im Laufe der Woche in Aussicht. Seiner Einschätzung nach sei es möglich, in den nächsten Tagen bei den Gesprächen eine "Entscheidungsgrundlage" zu schaffen. In der kommenden Woche könnten dann Koalitionsverhandlungen starten.

R.Zarlengo--PV

Empfohlen

Trump: Putin will Nato nicht angreifen - Gesandte mit Ukraine-Plan unterwegs

US-Präsident Donald Trump hält nach den deutschen Vorwürfen gegen Russland wegen des versuchten Drohnen-Anschlags am Flughafen Leipzig an seiner Einschätzung fest, dass Kreml-Chef Wladimir Putin keinen Angriff auf Nato-Gebiet plant. "Ich spreche mit ihm. Ich kenne ihn sehr gut. Putin will kein Nato-Gebiet angreifen", sagte Trump am Freitag im Weißen Haus auf die Frage eines AFP-Reporters.

Vor Abschied bei der UNO: Baerbock fordert erneut UN-Generalsekretärin

Die frühere Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat sich wenige Tage vor ihrem Ausscheiden als Präsidentin der UN-Generalversammlung noch einmal für eine Frau an der Spitze der Vereinten Nationen stark gemacht. Dies sei ein "Testfall für die Glaubwürdigkeit der Organisation", erklärte Baerbock am Freitag in New York. Bislang waren ausschließlich Männer UN-Generalsekretär.

Meloni feiert Amtszeit-Rekord und stimmt auf Wahlkampf 2027 ein

Mit einer Kundgebung in der Hafenstadt Bari hat die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni den Amtszeit-Rekord ihrer Regierung gefeiert und zugleich den Blick auf die Parlamentswahl 2027 gerichtet. "Stabilität ist kein Rekord, den man zur Schau stellt, sondern die Voraussetzung dafür, dass eine Nation planen, entscheiden, ihre Verpflichtungen einhalten und respektiert werden kann", erklärte die 49-jährige Vorsitzende der ultrarechten Fratelli d'Italia (FdI) im Onlinedienst X.

Angriff am helllichten Tag: Russische Drohne trifft Geheimdienst-Zentrale in Kiew

Am helllichten Tag ist der Sitz des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU im Zentrum von Kiew von einer russischen Drohne getroffen worden. Der Angriff am Freitag habe "direkt" auf das Büro des Geheimdienstchefs gezielt, erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj im Onlinedienst Telegram. Nach Behördenangaben wurden zwölf Menschen verletzt. Der Angriff erfolgte kurz vor einem Besuch der US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner in Kiew.

Textgröße ändern: