Pallade Veneta - Angriffe im Libanon: Mehrstöckiges Gebäude im Süden Beiruts eingestürtzt

Angriffe im Libanon: Mehrstöckiges Gebäude im Süden Beiruts eingestürtzt


Angriffe im Libanon: Mehrstöckiges Gebäude im Süden Beiruts eingestürtzt
Angriffe im Libanon: Mehrstöckiges Gebäude im Süden Beiruts eingestürtzt / Foto: - - AFP

Im Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut hat es am Freitag erneut israelische Angriffe mit schweren Schäden gegeben. Im Vorort Ghobeiri brach ein mehrstöckiges Gebäude zusammen, nachdem es in den unteren Etagen von einem Geschoss getroffen wurde, wie Bilder der Nachrichtenagentur AFP zeigten. Das Haus brach in einer riesigen Feuer- und Rauchwolke in sich zusammen. Einsatzkräfte des Zivilschutzes versuchten, das Feuer zu löschen. Ein Bulldozer rückte zur Beseitigung der Trümmer an. Über Todesopfer oder Verletzte wurde bisher nichts bekannt.

Textgröße ändern:

Die amtliche libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete einen "schweren Luftangriff des israelischen Feindes" im Vorort Ghobeiri in der Nähe einer belebten Kreuzung und eines großen Parks. Zuvor sei dasselbe Ziel von zwei Raketen mittels einer israelischen Drohne angegriffen worden. Über Todesopfer oder Verletzte wurde zunächst nichts bekannt.

Die israelische Armee hatte die Bevölkerung zuvor zur Evakuierung des Gebiets aufgerufen. "An alle Bewohner der südlichen Vororte, besonders (...) in der Region Ghobeiri: Sie befinden sich in der Nähe von Einrichtungen und Orten, die in Verbindung zur Hisbollah stehen", teilte ein Armeesprecher im Onlinedienst X mit.

Am späteren Morgen erfolgte ein zweiter Angriff etwas weiter südlich in Burdsch al-Baradschneh, wie AFP-Reporter beobachteten. NNA zufolge feuerte ein israelisches Flugzeug zwei Raketen ab. Die libanesische Nachrichtenagentur meldete zudem zwei nächtliche Angriffe auf die südlibanesische Stadt Nabatije.

Die israelische Armee erklärte, sie habe in Nabatije "Kommandozentren" der Hisbollah-Eliteeinheit Radwan sowie Raketenwerfer angegriffen, die am Donnerstag für Angriffe auf Israel benutzt worden seien. Innerhalb des vergangenen Tages habe die Luftwaffe mehr als 120 Ziele der Hisbollah im Libanon angegriffen, darunter Waffenlager, Kommandozentren und zahlreiche Raketenwerfer.

Am Freitag sei im Norden Israels Luftalarm ausgelöst worden, vor allem an der Bucht von Haifa. Die Armee habe zwei aus dem Libanon abgefeuerte "Geschosse" abgefangen.

Israel hat seine seit September bereits verstärkten Angriffe auf Hisbollah-Ziele im Libanon zuletzt noch einmal intensiviert. Ende September hatte die Armee zudem Bodeneinsätze gegen Stellungen der Hisbollah-Miliz im Südlibanon begonnen.

Israel reagiert damit auf Raketenbeschuss der Hisbollah. Die Miliz hatte nach dem Großangriff der mit ihr verbündeten islamistischen Palästinenserorganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 mit regelmäßigen Angriffen eine zweite Front gegen Israel eröffnet.

Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums zufolge wurden seit Beginn der israelischen Angriffe vor rund einem Jahr mehr als 3300 Menschen im Libanon getötet.

D.Vanacore--PV

Empfohlen

Medien: Türkischer Präsident Erdogan zu Dreiergipfel in Saudi-Arabien eingetroffen

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ist laut saudiarabischen Medienberichten zu einem Dreier-Gipfel mit Vertretern Saudi-Arabiens und Pakistans in der saudiarabischen Stadt Dschidda eingetroffen. Erdogan kam am Freitag in der Hafenstadt am Roten Meer an, wie der saudiarabische Fernsehsender Alechbarija berichtete. Dort will er nach Angaben aus saudiarabischen Regierungs- und Armeekreisen mit dem saudiarabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman und dem pakistanischen Regierungschef Shebaz Sharif einen Verteidigungspakt schließen.

Urteil: Nähe zu Muslimbruderschaft kann Verbeamtung entgegenstehen

Die ehrenamtliche Arbeit für eine Moschee der islamistischen Muslimbrüderschaft kann einem Gerichtsurteil zufolge der Übernahme in das Beamtenverhältnis entgegenstehen. Das entschied das Verwaltungsgericht Karlsruhe und wies damit die Klage einer Mitarbeiterin der städtischen Ausländerbehörde ab, wie das Gericht am Freitag in der baden-württembergischen Stadt mitteilte.

Regierung und Opposition in Venezuela nehmen offiziellen Dialog auf - ohne Machado

Regierung und Opposition in Venezuela haben offiziell einen von den USA vermittelten Dialog aufgenommen - allerdings ohne Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado. Am Ende der ersten Sitzung am Donnerstag (Ortszeit) teilten beide Seiten in Onlinediensten mit, sie würden eine "politische, friedliche, demokratische und verfassungsgemäße Lösung" anstreben. Die Delegation der Opposition wird von der lange im Exil lebenden Ex-Abgeordneten Dinorah Figuera angeführt.

Angeblicher "Geburtstourismus": Trump unternimmt neuen Vorstoß im Streit um US-Staatsbürgerschaft

Ungeachtet seiner Niederlage vor dem Obersten Gerichtshof in der Frage der US-Staatsbürgerschaft per Geburt hat US-Präsident Donald Trump in dem Streit einen neuen Vorstoß unternommen. Er unterzeichnete am Donnerstag (Ortszeit) ein Dekret, mit dem ein angeblicher "Geburtstourismus" verhindert werden soll. Seinen Angaben zufolge kommen ausländische Frauen als Touristinnen "getarnt" gezielt zum Entbinden in die USA, damit ihr Kind die US-Staatsbürgerschaft erhält. Dies werde nun nicht mehr möglich sein.

Textgröße ändern: