Pallade Veneta - Libanon: Israelische Angriffe auf mehrere Bezirke von Beirut

Libanon: Israelische Angriffe auf mehrere Bezirke von Beirut


Libanon: Israelische Angriffe auf mehrere Bezirke von Beirut
Libanon: Israelische Angriffe auf mehrere Bezirke von Beirut / Foto: Ibrahim AMRO - AFP

Kurz vor den geplanten Beratungen des israelischen Sicherheitskabinetts über eine Waffenruhe im Libanon sind am Dienstag mehrere Bezirke von Beirut von israelischen Luftangriffen getroffen worden. AFP-Reporter berichteten von Einschlägen im Süden der Hauptstadt, einem libanesischen Regierungsvertreter zufolge wurde auch ein Ziel im Zentrum getroffen. Die israelische Armee sprach von Angriffen auf mit der Hisbollah in Verbindung stehende Ziele in der Region Beirut. Zuvor hatte sie Evakuierungsaufrufe für 20 Gebiete im Süden von Beirut veröffentlicht.

Textgröße ändern:

Im Süden des Libanon griff die Armee nach eigenen Angaben rund 30 Hisbollah-Ziele an. Darunter seien Stellungen zum Abfeuern von Geschossen auf Israel, "Terrorinfrastruktur" sowie Kommandozentren der Miliz gewesen.

Zudem nahm die israelische Armee nach eigenen Angaben Razzien in der Gegend um den Fluss Litani vor. Die Soldaten seien gegen mehrere "Terrorziele" vorgegangen, zudem hätten sie sich "Nahkämpfe mit Terroristen geliefert" und "Dutzende von Abschussvorrichtungen, Tausende von Raketen und Flugkörpern sowie in den Bergen versteckte Waffenlager" lokalisiert und zerstört.

Der im Südlibanon 30 Kilometer nördlich von Israel verlaufende Fluss Litani hat im Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah große strategische Bedeutung: Das erklärte Ziel Israels ist es, die pro-iranische Miliz in das Gebiet nördlich des Flusses zurückzudrängen. Die nach dem Libanonkrieg 2006 vom UN-Sicherheitsrat verabschiedete Resolution 1701 sieht vor, dass die Hisbollah sich hinter den Fluss zurückzieht, diesen Rückzug sicherzustellen gehört seither zu den erklärten Aufgaben der UN-Friedensmission Unifil. Die Hisbollah blieb ungeachtet dessen im libanesisch-israelischen Grenzgebiet.

Nach dem Großangriff der Hamas auf Israel vom 7. Oktober hatte die mit der islamistischen Palästinenserorganisation verbündete Hisbollah mit regelmäßigen Raketenangriffen vom Süden des Libanon aus eine zweite Front gegen Israel eröffnet. Als Reaktion beschoss Israel seinerseits Hisbollah-Ziele im Nachbarland.

Seit September hat die israelische Armee ihre Angriffe deutlich verstärkt, zudem startete sie Ende September Bodeneinsätze im Süden des Libanon.

In den vergangenen Tagen hatten sich in dem Konflikt die Anzeichen auf eine möglicherweise bevorstehende Einigung auf eine Waffenruhe verdichtet. Am Dienstag erklärte die stellvertretende israelische Außenministerin Scharren Haskel, das israelische Sicherheitskabinett wolle "heute Nachmittag" zusammentreten, um darüber zu beraten. Nähere Angaben machte sie zunächst nicht.

G.Riotto--PV

Empfohlen

Erdogan reist zu Dreier-Gipfel mit Pakistan nach Saudi-Arabien

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan reist am Freitag zu Gesprächen mit dem saudiarabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman und dem pakistanischen Regierungschef Shebaz Sharif nach Saudi-Arabien. Bei dem eintägigen Arbeitsbesuch werde Erdogan mit beiden Regierungschefs zusammentreffen, teilte der Kommunikationsdirektor des türkischen Präsidentenamts, Burhanettin Duran, am Donnerstagabend im Onlinedienst X mit. Riad bestätigte ein Gipfeltreffen in Dschiddah am Freitag.

58 Soldaten im Jemen bei Huthi-Angriffen getötet - Regierung kündigt Vergeltung an

Bei Angriffen mit Drohnen und Raketen der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz auf jemenitische Regierungskräfte sind am Donnerstag nach Angaben der Armee mindestens 58 Menschen getötet worden. Dutzende Menschen seien zudem verletzt worden, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus Armeekreisen. Es handelt sich um den Angriff mit den meisten Todesopfern seit vier Jahren. Die Huthis reklamierten die Attacke für sich. Die jemenitische Regierung kündigte Vergeltung an.

Jemen: 38 Soldaten bei Huthi-Angriffen getötet - Regierung kündigt Vergeltung an

Bei Angriffen der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz auf jemenitische Regierungskräfte sind am Donnerstag nach Angaben von Medizinern mindestens 38 Soldaten getötet worden. Wie es weiter hieß, wurden mindestens 29 weitere Menschen verletzt. Es handelt sich um den folgenschwersten Angriff mit den meisten Todesopfern seit vier Jahren. Die Huthis reklamierten die Angriffe für sich. Die jemenitische Regierung kündigte Vergeltung an.

Höhere Trassenpreise: Länder drohen mit Klage

Die Verkehrsminister der Länder haben mit einer Klage gegen die neuen Trassenpreise gedroht, sollte der Bund nicht die Mehrkosten für die plötzlich deutlich erhöhte Schienenmaut übernehmen. "Wir senden heute gemeinsam ein Signal der Geschlossenheit: Die massiven Trassenpreissteigerungen sind so nicht akzeptabel", erklärte Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter nach einer digitalen Verkehrsministerkonferenz. "Da der Bund bisher nicht bereit ist, die Mehrkosten auszugleichen, sind die Länder bei weiterer Weigerung des Bundes gezwungen zu klagen."

Textgröße ändern: