Pallade Veneta - FDP-Chef Lindner dringt auf Bundestagsbeschluss zu Steuerentlastungen

FDP-Chef Lindner dringt auf Bundestagsbeschluss zu Steuerentlastungen


FDP-Chef Lindner dringt auf Bundestagsbeschluss zu Steuerentlastungen
FDP-Chef Lindner dringt auf Bundestagsbeschluss zu Steuerentlastungen / Foto: RALF HIRSCHBERGER - AFP/Archiv

Der FDP-Vorsitzende und frühere Bundesfinanzminister Christian Lindner dringt darauf, dass noch zu Zeiten der Ampel-Koalition ausgearbeitete Steuerfortentwicklungsgesetz vor Jahresende im Bundestag zu beschließen. "Die Rumpf-Koalition sollte sich bewegen, damit zum 1. Januar die Umsetzung erfolgen kann", sagte Lindner der "Rheinischen Post" vom Donnerstag. "Der Abbau der kalten Progression für alle Steuerzahler war ja immer mein Anliegen."

Textgröße ändern:

Das Steuerfortentwicklungsgesetz war bereits im Sommer vom damaligen Ampel-Bundeskabinett beschlossen und Anfang September erstmals im Bundestag diskutiert worden. Es sieht Veränderungen im Einkommensteuertarif vor, um die sogenannte kalte Progression zu bekämpfen. Der Begriff bezeichnet den Effekt, dass Einkommen etwa in gleicher Höhe wie die Inflation steigen und Steuerpflichtige allein deswegen einen höheren Prozentsatz an Einkommensteuer zahlen müssen.

Daneben sieht der Gesetzentwurf auch Erhöhungen von Kinderfreibetrag und Kindergeld vor. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte in seiner Regierungserklärung im Bundestag Mitte November ebenfalls dafür plädiert, das Gesetzesvorhaben noch zu verabschieden.

Lindner kündigte in der "Rheinischen Post" außerdem an, die FDP-Fraktion werde im Bundestag "einen Antrag stellen, dass das Lieferkettensorgfaltsgesetz sofort aufgehoben wird. Also nicht entschlacken oder verschieben, sondern sofort aufheben." Unionsfraktionsvize Jens Spahn (CDU) plädierte in den Zeitungen der Mediengruppe Bayern vom Donnerstag ebenfalls für einen entsprechenden Bundestagsbeschluss. Auch hier hatte sich Scholz bereits aufgeschlossen gezeigt.

Das Lieferkettengesetz verpflichtet deutsche Unternehmen, die Einhaltung von Menschenrechten und Umweltvorgaben entlang ihrer Lieferkette sicherzustellen. Seit der Verabschiedung eines europäischen Lieferkettengesetzes im Mai gibt es viele Forderungen, das deutsche Gesetz anzupassen oder abzuschaffen. Die EU-Staaten müssen die europäischen Vorgaben binnen zwei Jahren in nationales Recht überführen.

A.Rispoli--PV

Empfohlen

Sachsen-Anhalt: SPD beendet Initiative für Regierungsbildung an AfD vorbei

Die SPD in Sachsen-Anhalt hat ihre Initiative für die Bildung einer sogenannten überparteilichen Regierung an der AfD vorbei beendet. "Wir haben nach der Wahl jede demokratische Möglichkeit geprüft und CDU, Grüne, Linke und BSW an einen Tisch eingeladen", erklärte SPD-Landeschefin Juliane Kleemann am Mittwoch in Magdeburg. Inzwischen sei jedoch "die Grundlage für weitere Gespräche weg". Sie fügte hinzu: "Wir werden niemandem hinterherlaufen."

Lange Themenliste: Koalitionsausschuss in Berlin zusammengekommen

Im Berliner Kanzleramt sind am Mittwochabend die Spitzen der Koalition zu ihrem ersten Koalitionsausschuss nach der Sommerpause zusammengekommen. Themen und Streitpunkte gibt es genug - von der Rentenreform über die Flexibilisierung des Arbeitsmarkts bis zur Zuckersteuer. Hier wollen Union und SPD ihre Arbeit für die kommenden Wochen und Monate abstecken.

Jahrestag des Hamas-Angriffs: Appelle für entschlossenen Einsatz gegen Antisemitismus

Solidaritätsbekundungen zum dritten Jahrestag des Hamas-Großangriffs auf Israel am 7. Oktober 2023: Die Bundesregierung hat am Mittwoch vor einem zunehmenden Antisemitismus in Deutschland gewarnt und einen entschlossenen Einsatz gegen Judenfeindlichkeit zugesichert. "Die Bundesregierung wird alles in ihrer Macht Stehende tun, um Antisemitismus in all seinen neuen und alten Formen konsequent zu bekämpfen", erklärte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) warnte bei einer Gedenkveranstaltung in Berlin vor einer Regierungsbeteiligung von Antisemiten.

Mindestens 24 Tote bei russischen Angriffen in der Ukraine - darunter vier Kinder

Bei russischen Angriffen auf die Ukraine sind nach ukrainischen Angaben am Mittwoch mindestens 24 Menschen getötet worden, darunter vier Kinder. Allein 18 Menschen kamen bei einem Raketenangriff auf ein Wohnhaus im Norden des Landes ums Leben, bei dem zudem dutzende Menschen verletzt wurden, erklärte Präsident Wolodymyr Selensky in Onlinediensten. Er nannte die jüngsten Attacken "einen der abscheulichsten Angriffe" seit Kriegsbeginn.

Textgröße ändern: