Pallade Veneta - Bundesinnenministerin für härteres Durchgreifen gegen häusliche Gewalt

Bundesinnenministerin für härteres Durchgreifen gegen häusliche Gewalt


Bundesinnenministerin für härteres Durchgreifen gegen häusliche Gewalt
Bundesinnenministerin für härteres Durchgreifen gegen häusliche Gewalt / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hat sich für ein härteres Durchgreifen der Ermittlungsbehörden bei häuslicher Gewalt ausgesprochen. "Die Ermittlungsbehörden müssen noch sensibler werden", sagte Faeser der "Bild am Sonntag". Die Täter müssten "direkt, nach dem ersten gewalttätigen Übergriff, aus der gemeinsamen Wohnung verwiesen werden". Außerdem müsse es "flächendeckend bei der Polizei spezielle Ansprechstellen mit extra geschultem Personal" geben.

Textgröße ändern:

"Wir bauen zudem das Hilfesystem für Frauen aus, vor allem die Frauenhäuser", versicherte die Ministerin in der "BamS". Die Tötung von Frauen durch ihre Partner oder Ex-Partner dürfe nicht verharmlost werden. "Das sind Morde! Wir müssen das klar als Femizide benennen", betonte Faeser. "Da werden Frauen umgebracht, weil sie Frauen sind." Der Staat müsse sich eingestehen, dass er hier "ein großes, gefährliches Problem" habe und entsprechend handeln.

Die Bundesinnenministerin forderte die konsequente Verurteilung der Täter wegen Mordes. Solche Verbrechen dürften "nicht als 'Eifersuchtsdramen' oder 'Beziehungstragödien' verbrämt werden", sagte Faeser. Wenn der Täter heimtückisch gehandelt habe oder glaube, die Frau sei sein Besitz, könne eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes aus niedrigen Beweggründen verhängt werden.

H.Ercolani--PV

Empfohlen

Trump: Putin will Nato nicht angreifen - Gesandte mit Ukraine-Plan unterwegs

US-Präsident Donald Trump hält nach den deutschen Vorwürfen gegen Russland wegen des versuchten Drohnen-Anschlags am Flughafen Leipzig an seiner Einschätzung fest, dass Kreml-Chef Wladimir Putin keinen Angriff auf Nato-Gebiet plant. "Ich spreche mit ihm. Ich kenne ihn sehr gut. Putin will kein Nato-Gebiet angreifen", sagte Trump am Freitag im Weißen Haus auf die Frage eines AFP-Reporters.

Vor Abschied bei der UNO: Baerbock fordert erneut UN-Generalsekretärin

Die frühere Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat sich wenige Tage vor ihrem Ausscheiden als Präsidentin der UN-Generalversammlung noch einmal für eine Frau an der Spitze der Vereinten Nationen stark gemacht. Dies sei ein "Testfall für die Glaubwürdigkeit der Organisation", erklärte Baerbock am Freitag in New York. Bislang waren ausschließlich Männer UN-Generalsekretär.

Meloni feiert Amtszeit-Rekord und stimmt auf Wahlkampf 2027 ein

Mit einer Kundgebung in der Hafenstadt Bari hat die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni den Amtszeit-Rekord ihrer Regierung gefeiert und zugleich den Blick auf die Parlamentswahl 2027 gerichtet. "Stabilität ist kein Rekord, den man zur Schau stellt, sondern die Voraussetzung dafür, dass eine Nation planen, entscheiden, ihre Verpflichtungen einhalten und respektiert werden kann", erklärte die 49-jährige Vorsitzende der ultrarechten Fratelli d'Italia (FdI) im Onlinedienst X.

Angriff am helllichten Tag: Russische Drohne trifft Geheimdienst-Zentrale in Kiew

Am helllichten Tag ist der Sitz des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU im Zentrum von Kiew von einer russischen Drohne getroffen worden. Der Angriff am Freitag habe "direkt" auf das Büro des Geheimdienstchefs gezielt, erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj im Onlinedienst Telegram. Nach Behördenangaben wurden zwölf Menschen verletzt. Der Angriff erfolgte kurz vor einem Besuch der US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner in Kiew.

Textgröße ändern: