Pallade Veneta - SPD-Abgeordneter räumt Kokainkonsum ein - und verzichtet auf Bundestagskandidatur

SPD-Abgeordneter räumt Kokainkonsum ein - und verzichtet auf Bundestagskandidatur


SPD-Abgeordneter räumt Kokainkonsum ein - und verzichtet auf Bundestagskandidatur
SPD-Abgeordneter räumt Kokainkonsum ein - und verzichtet auf Bundestagskandidatur / Foto: CRIS BOURONCLE - AFP/Archiv

Der Osnabrücker Bundestagsabgeordnete Manuel Gava (SPD) hat eingeräumt, regelmäßig Kokain konsumiert zu haben - und zieht seine erneute Kandidatur zurück. Er habe dem Druck im Berliner Politikbetrieb und privaten Problemen entfliehen wollen, erklärte der 33-Jährige im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Dienstagsausgabe). Das Geständnis folgte nach Recherchen der "NOZ" und des Berliner "Tagesspiegel", in denen sich Hinweise auf Gavas Drogenkonsum verdichtet hatten.

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"Ich habe Scheiße gebaut", sagte der SPD-Politiker den Zeitungen. "Das war vor allem am Wochenende. Ich habe abends viel Gas gegeben, um mich abzulenken." Er räumte ein, die Dauerbelastung als Bundestagsabgeordneter und öffentliche Person nicht ausgehalten und über eine mehrmonatige Phase von Sommer bis Ende 2023 "mit einer gewissen Regelmäßigkeit" Kokain konsumiert zu haben.

Seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur für den Bundestag begründete Gava mit "gesundheitlichen Gründen". Anfang September 2024 hatte Gava öffentlich gemacht, dass er an der Autoimmunerkrankung Lupus leide, die ihn in seiner Arbeit stark einschränke. Einen Nachweis über die Erkrankung blieb Gava schuldig, wie "NOZ" und "Tagesspiegel" berichten.

Gava vertritt seit 2021 den Wahlkreis Osnabrück, Heimatstadt von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius, im Bundestag. Damals hatte Gava überraschend das Direktmandat errungen und damit Mathias Middelberg, in der CDU-Bundestagsfraktion Vorsitzender der Landesgruppe Niedersachsen, ausgestochen.

In der SPD in der niedersächsischen Großstadt wuchs im Sommer 2024 jedoch die Unzufriedenheit über ihren Kandidaten, wie die "NOZ" berichtet: Gava habe Termine versäumt, die Parteiarbeit vernachlässigt und sei selten im Bundestag zu sehen gewesen. Zeitgleich wurde öffentlich spekuliert, Verteidigungsminister Boris Pistorius könnte als Kandidat in seiner Heimatstadt antreten. Pistorius kandidiert jetzt aber in Hannover.

C.Grillo--PV

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