Pallade Veneta - Namibia steuert nach Wahl auf erste weibliche Präsidentin zu

Namibia steuert nach Wahl auf erste weibliche Präsidentin zu


Namibia steuert nach Wahl auf erste weibliche Präsidentin zu
Namibia steuert nach Wahl auf erste weibliche Präsidentin zu / Foto: SIMON MAINA - AFP

Nach chaotischen Wahlen in Namibia steuert das Land auf seine erste weibliche Präsidentin zu. Nach der Auszählung von zwei Dritteln der Stimmen lag die 72-jährige Vizepräsidentin Netumbo Nandi-Ndaitwah von der seit 34 Jahren regierenden Partei Swapo am Dienstag mit mehr als 54 Prozent vorne. Der frühere Zahnarzt und Anwalt Panduleni Itula von der größten Oppositionspartei Unabhängige Patrioten für den Wandel (IPC) war demnach mit knapp über 28 Prozent der Stimmen weit abgeschlagen.

Textgröße ändern:

Die veröffentlichten Ergebnisse stützen sich auf die Auszählung von 79 der insgesamt 121 Wahlbezirke. Laut der Wahlkommission gaben von den fast 1,5 Millionen registrierten Wählern 73 Prozent ihre Stimme ab.

Sollte Nandi-Ndaitwah nach der Auszählung aller Stimmen doch nicht mehr als 50 Prozent erhalten, käme es innerhalb von 60 Tagen zu einer Stichwahl. Bei einem Sieg wäre sie erste Frau an der Spitze des dünn besiedelten Landes im südlichen Afrika mit seinen rund drei Millionen Einwohnern.

Die Parlaments- und Präsidentschaftswahl am 27. November war von logistischen und technischen Problemen geprägt und musste zweimal verlängert werden. Wegen mangelnder Wahlzettel mussten manche Wähler teilweise bis zu zwölf Stunden in den Schlangen vor den Wahllokalen anstehen.

Die Swapo regiert in Namibia seit der Unabhängigkeit von Südafrika im Jahr 1990. Hohe Arbeitslosigkeit, anhaltende soziale Ungleichheit und das Heranwachsen einer neuen Generation haben dazu geführt, dass die Unterstützung für die Partei in dem Land zurückging - ein Wahlsieg der Vizepräsidentin galt nicht als ausgemacht.

R.Lagomarsino--PV

Empfohlen

14 Tote bei russischem Raketenangriff auf Wohngebäude im Norden der Ukraine

Bei einem Raketenangriff auf ein Wohngebäude im Norden der Ukraine sind ukrainischen Angaben zufolge mindestens 14 Menschen getötet worden. Darunter seien auch vier Kinder, teilten die Rettungsdienste am Mittwoch mit. Landesweit gab es den Angaben zufolge mindestens 20 Tote, der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete die jüngsten Attacken mit Dutzenden Raketen und mehr als hundert Drohnen als "einen der abscheulichsten Angriffe" seit Kriegsbeginn.

Schmerzerfülltes Gedenken in Israel am dritten Jahrestag des Hamas-Überfalls

Schweigende Trauer, schmerzhafte Erinnerungen und fortgesetzte Militärangriffe: Israel hat am Mittwoch den dritten Jahrestag des Hamas-Überfalls begangen. Am Ort des Nova-Musikfestivals hielten die Anwesenden um 06.29 Uhr, der Uhrzeit des Beginns der Massaker, eine Schweigeminute ab. Die israelische Armee setzte unterdessen ihre Angriffe im Gazastreifen fort. Der Jahrestag des Hamas-Überfalls fiel in die Schlussphase des Wahlkampfs zur israelischen Parlamentswahl in drei Wochen.

Thüringer Landtag: AfD-Fraktion scheitert mit Vorstoß für Neuwahlen

Die AfD ist in Thüringen erwartungsgemäß mit einem Vorstoß für Neuwahlen gescheitert. Für einen Antrag der Rechtsaußenfraktion zur Auflösung des Landtags stimmten am Mittwoch in Erfurt 34 Abgeordnete - mindestens 59 Stimmen wären notwendig gewesen. Neben der AfD votierten die beiden verbliebenen BSW-Abgeordneten für eine Auflösung des Parlaments mit dem Ziel Neuwahlen. Alle anderen Abgeordneten - CDU, SPD, der BSW-Nachfolger Thüringen Gerecht, die Linke und fraktionslose Parlamentarier lehnten den Antrag ab.

Thüringens Ministerpräsident Voigt kämpft nicht mehr um Doktortitel

Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) kämpft nicht mehr um seinen wegen Plagiatsvorwürfen entzogenen Doktortitel. Als Regierungschef gehöre seine ganze Kraft, Energie und Aufmerksamkeit den Bürgern Thüringens, sagte Voigt am Mittwoch vor einer Landtagssitzung in Erfurt vor Journalisten. Deswegen habe er sich "entschieden, den Rechtsstreit um meine Dissertation einzustellen".

Textgröße ändern: