Pallade Veneta - Bundeskriminalamt will Möglichkeiten digitaler Ermittlungen weiter ausbauen

Bundeskriminalamt will Möglichkeiten digitaler Ermittlungen weiter ausbauen


Bundeskriminalamt will Möglichkeiten digitaler Ermittlungen weiter ausbauen
Bundeskriminalamt will Möglichkeiten digitaler Ermittlungen weiter ausbauen / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Das Bundeskriminalamt (BKA) will die Möglichkeiten digitaler Ermittlungen weiter ausbauen. "Kriminalität findet zunehmend im virtuellen Raum statt", sagte BKA-Chef Holger Münch am Montag bei einem Besuch von Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) in Wiesbaden. Das betreffe vor allem Abbildungen von sexuellem Missbrauch von Kindern, Cybercrime, aber auch Hasskriminalität.

Textgröße ändern:

Für die Täter entstünden im Netz neue Tatmöglichkeiten, sie agierten ortsunabhängiger, vernetzter und schneller. Darauf müsse die Kriminalitätsbekämpfung reagieren. Das BKA habe sich - "getrieben durch die Digitalisierung" - in den vergangenen Jahren weiterentwickelt und sei ein "Netzknoten" für andere Ermittlungsbehörden auch in den Ländern. Diese könnten beispielsweise auf Beweismittel auf Servern zugreifen. Künftig solle auch die automatisierte Auswertung von Massendaten etwa aus Chatgruppen ausgebaut werden, um Tätergruppierungen aufzudecken.

Faeser bekräftigte, dass das BKA weiter gestärkt und die Auswertung von Daten durch künstliche Intelligenz verbessert werde. "Wir brauchen einen höchstmöglichen Ermittlungsdruck, um Täter und ihre Netzwerke aufzudecken", sagte die Ministerin in Wiesbaden. Die Sicherheitsbehörden müssten einerseits zielgerichtet gegen Täter und ihre Netzwerke vorgehen können, dürften zugleich aber nicht in die verschlüsselte private Kommunikation unbescholtener Bürgerinnen und Bürger eindringen. Es sei wichtig, hier die "rechtsstaatliche Balance" zu halten.

S.Urciuoli--PV

Empfohlen

Trump: Putin will Nato nicht angreifen - Gesandte mit Ukraine-Plan unterwegs

US-Präsident Donald Trump hält nach den deutschen Vorwürfen gegen Russland wegen des versuchten Drohnen-Anschlags am Flughafen Leipzig an seiner Einschätzung fest, dass Kreml-Chef Wladimir Putin keinen Angriff auf Nato-Gebiet plant. "Ich spreche mit ihm. Ich kenne ihn sehr gut. Putin will kein Nato-Gebiet angreifen", sagte Trump am Freitag im Weißen Haus auf die Frage eines AFP-Reporters.

Vor Abschied bei der UNO: Baerbock fordert erneut UN-Generalsekretärin

Die frühere Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat sich wenige Tage vor ihrem Ausscheiden als Präsidentin der UN-Generalversammlung noch einmal für eine Frau an der Spitze der Vereinten Nationen stark gemacht. Dies sei ein "Testfall für die Glaubwürdigkeit der Organisation", erklärte Baerbock am Freitag in New York. Bislang waren ausschließlich Männer UN-Generalsekretär.

Meloni feiert Amtszeit-Rekord und stimmt auf Wahlkampf 2027 ein

Mit einer Kundgebung in der Hafenstadt Bari hat die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni den Amtszeit-Rekord ihrer Regierung gefeiert und zugleich den Blick auf die Parlamentswahl 2027 gerichtet. "Stabilität ist kein Rekord, den man zur Schau stellt, sondern die Voraussetzung dafür, dass eine Nation planen, entscheiden, ihre Verpflichtungen einhalten und respektiert werden kann", erklärte die 49-jährige Vorsitzende der ultrarechten Fratelli d'Italia (FdI) im Onlinedienst X.

Angriff am helllichten Tag: Russische Drohne trifft Geheimdienst-Zentrale in Kiew

Am helllichten Tag ist der Sitz des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU im Zentrum von Kiew von einer russischen Drohne getroffen worden. Der Angriff am Freitag habe "direkt" auf das Büro des Geheimdienstchefs gezielt, erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj im Onlinedienst Telegram. Nach Behördenangaben wurden zwölf Menschen verletzt. Der Angriff erfolgte kurz vor einem Besuch der US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner in Kiew.

Textgröße ändern: