Pallade Veneta - Trump bekräftigt Unterstützung für umstrittenen Kandidaten für Posten des Pentagonchefs

Trump bekräftigt Unterstützung für umstrittenen Kandidaten für Posten des Pentagonchefs


Trump bekräftigt Unterstützung für umstrittenen Kandidaten für Posten des Pentagonchefs
Trump bekräftigt Unterstützung für umstrittenen Kandidaten für Posten des Pentagonchefs / Foto: Samuel Corum - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP

Trotz wachsender Kritik an seinem umstrittenen Kandidaten für das Amt des Verteidigungsministers hält der designierte US-Präsident Donald Trump an seiner Wahl fest. Für Pete Hegseth gebe es, anders als von den "Fake News" berichtet, eine "starke" Unterstützung, schrieb Trump am Freitag in seinem Onlinedienst Truth Social. Der von ihm nominierte 44-Jährige sei ein "Sieger, und es gibt nichts, was man tun kann, um das zu ändern."

Textgröße ändern:

Trump versucht auf diese Weise, eine weitere Debatte um die Eignung Hegseths zu unterbinden. Der Fox-News-Moderator, der praktisch keine Regierungserfahrung hat, würde an der Spitze einer Militärverwaltung mit 3,4 Millionen Soldaten und zivilen Mitarbeitern sowie einem Jahresbudget von mehr als 850 Milliarden Dollar (806,6 Milliarden Euro) stehen.

Seine Nominierung durch Trump muss vom US-Senat bestätigt werden, in dem Trumps Republikaner seit der Wahl vom 5. November mit 53 zu 47 Senatoren die Mehrheit innehaben. Nach Informationen des Senders NBC News sind jedoch mindestens sechs republikanische Senatoren gegen Hegseth als Pentagonchef.

In vorab veröffentlichten Auszügen eines Interviews mit dem Sender NBC News, das am Sonntag in Gänze ausgestrahlt werden soll, bekräftigte Trump erneut seine Unterstützung für Hegseth. "Ich meine, die Leute waren ein wenig besorgt", sagte Trump über den Gegenwind im Senat. "Aber er liebt das Militär, und ich denke, die Menschen beginnen, das zu erkennen."

In den vergangenen Tagen führte der 44-Jährige mehrfach Gespräche im Senat, um seine Kritiker zu überzeugen. "Wir müssen uns die Stimmen verdienen", hatte er gesagt. Am Freitag dankte er Trump für die Unterstützung: "Danke, Herr Präsident", schrieb er im Onlinedienst X. "Genau wie Sie werden wir niemals aufgeben."

Hegseth ist nicht nur wegen seiner fehlenden Erfahrung umstritten, ihm werden auch Alkoholmissbrauch und sexuelle Gewalt gegen eine Frau im Jahr 2017 zur Last gelegt. Nach Informationen der "Washington Post" zahlte Hegseth einen Betrag in unbekannter Höhe an die Frau, um eine Klage und einen Prozess zu verhindern.

Nach Informationen des Magazins "The New Yorker" musste Hegseth in zwei Organisationen seine Chefposten niederlegen, nachdem ihm dort unter anderem exzessiver Alkoholkonsum und sexuelle Belästigung vorgeworfen wurden.

Hegseth ist auch in der Kritik wegen seiner Tätowierungen mit Symbolen und Parolen aus dem Mittelalter, die vielfach auch von weißen Rassisten und Neonazis verwendet wurden. Bei der Vereidigung des scheidenden US-Präsidenten Joe Biden im Januar 2021 wurde Hegseth wegen Sicherheitsbedenken aus dem Korps der Nationalgarde entfernt.

O.Pileggi--PV

Empfohlen

Iran-Krieg: Trump weist Berichte über Munitionsknappheit zurück

US-Präsident Donald Trump hat Medienberichte über eine Munitionsknappheit im Krieg gegen den Iran zurückgewiesen und Journalisten mit hohen Haftstrafen gedroht. Die US-Streitkräfte hätten "riesige Mengen an 'Munition', vor allem bestimmter Arten", schrieb Trump am Donnerstag in seinem Onlinedienst Truth Social. US-Medien hatten zuvor berichtet, ein Mangel an Raketen habe Trump von weiteren Angriffen auf den Iran abgehalten.

Trump-Hubschrauber über Washington womöglich Passagierflugzeug zu nahe gekommen

Ein US-Militärhubschrauber mit Präsident Donald Trump an Bord ist womöglich über Washington einem Passagierflugzeug zu nahe gekommen. Die Transportsicherheitsbehörde erklärte am Mittwoch, sie untersuche einen Vorfall, "bei dem der vorgeschriebene Sicherheitsabstand zwischen der 'Marine One' und einem vom Washington National Airport (DCA) gestarteten Passagierflugzeug unterschritten worden sein soll". Das Weiße Haus betonte, der Präsident habe sich zu keinem Zeitpunkt in Gefahr befunden.

Urteil in Prozess um tödlichen Autoanschlag auf Verdi-Demonstration in München

Im Prozess um den tödlichen Autoanschlag auf eine Demonstration der Gewerkschaft Verdi in München soll am Donnerstag (11.30 Uhr) das Urteil gesprochen werden. Die Bundesanwaltschaft wirft dem aus Afghanistan stammenden Farhad N. in dem vor dem Münchner Oberlandesgericht geführten Verfahren vor, im Februar vergangenen Jahres kurz vor der Bundestagswahl mit einem Auto von hinten in die Demonstration gefahren zu sein und dabei eine 37 Jahre alte Mutter mit ihrem zwei Jahre alten Kind getötet zu haben.

Steinmeier-Nachfolge: Özdemir spricht sich für eine Frau aus

Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) hat sich für eine Frau als Nachfolgerin von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ausgesprochen. "Nach zwölf Männern im Amt des Bundespräsidenten fände ich es ein starkes und wichtiges Zeichen, wenn Deutschland erstmals eine Bundespräsidentin bekäme", sagte Özdemir den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagsausgaben). "Es gibt in unserem Land so viele herausragende Frauen, die die Erfahrung, die Autorität und die verbindende Kraft für dieses Amt mitbringen."

Textgröße ändern: