Pallade Veneta - Zentralratspräsident Schuster: AfD bedroht jüdisches Leben in Deutschland

Zentralratspräsident Schuster: AfD bedroht jüdisches Leben in Deutschland


Zentralratspräsident Schuster: AfD bedroht jüdisches Leben in Deutschland
Zentralratspräsident Schuster: AfD bedroht jüdisches Leben in Deutschland / Foto: RALF HIRSCHBERGER - POOL/AFP/Archiv

Der Zentralrat der Juden in Deutschland sieht im Erstarken der AfD eine Bedrohung für das jüdische Leben hierzulande. Er habe die Sorge, "dass die AfD bewusst gegen jüdisches Leben vorgehen würde, wenn es in ihr Konzept passt", sagte Zentralratspräsident Josef Schuster der "Welt am Sonntag". Schon heute biete die AfD "Antisemiten eine Heimat".

Textgröße ändern:

Nachdrücklich warnte Schuster vor einer Regierungsbeteiligung der AfD auf Bundesebene, auch wenn dies die demokratischen Parteien übereinstimmend ausgeschlossen haben. "Die AfD in der Bundesregierung würde jüdisches Leben in Deutschland infrage stellen", sagte der Zentralratspräsident. Er würde sich dann die Frage stellen, "ob jüdisches Leben in Deutschland noch möglich wäre".

"Mit Aussagen von Funktionären zur Erinnerungskultur an den Nationalsozialismus, rechtsextremen und unwidersprochen bleibenden Forderungen zahlreicher Funktionäre und dem Reden von 'millionenfacher Remigration' positioniert sich die AfD außerhalb des demokratischen Spektrums", betonte Schuster weiter. Um deren weiteres Erstarken zu verhindern, riet er den übrigen Parteien, sie sollten "die Sorgen der Menschen mit Blick auf die Migration ernst nehmen und dieses Feld nicht der AfD überlassen".

Der Zentralratspräsident warnte neben der AfD auch vor dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW). "Ich halte beide Parteien für gefährlich, auch wenn sie unterschiedlich in ihrem Wesen sein mögen", sagte er der "WamS". In einigen Feldern seien sich beide auch "sehr nah, etwa im Verständnis für die Politik Putins und dem populistischen Hang zu Verschwörungsideologien". Das BSW sei zudem stark antiisraelisch. Parteichefin Wagenknecht vertrete Standpunkte, "die Israel dämonisieren und delegitimieren".

P.Colombo--PV

Empfohlen

Trump-Hubschrauber über Washington womöglich Passagierflugzeug zu nahe gekommen

Ein US-Militärhubschrauber mit Präsident Donald Trump an Bord ist womöglich über Washington einem Passagierflugzeug zu nahe gekommen. Die Transportsicherheitsbehörde erklärte am Mittwoch, sie untersuche einen Vorfall, "bei dem der vorgeschriebene Sicherheitsabstand zwischen der 'Marine One' und einem vom Washington National Airport (DCA) gestarteten Passagierflugzeug unterschritten worden sein soll". Das Weiße Haus betonte, der Präsident habe sich zu keinem Zeitpunkt in Gefahr befunden.

Urteil in Prozess um tödlichen Autoanschlag auf Verdi-Demonstration in München

Im Prozess um den tödlichen Autoanschlag auf eine Demonstration der Gewerkschaft Verdi in München soll am Donnerstag (11.30 Uhr) das Urteil gesprochen werden. Die Bundesanwaltschaft wirft dem aus Afghanistan stammenden Farhad N. in dem vor dem Münchner Oberlandesgericht geführten Verfahren vor, im Februar vergangenen Jahres kurz vor der Bundestagswahl mit einem Auto von hinten in die Demonstration gefahren zu sein und dabei eine 37 Jahre alte Mutter mit ihrem zwei Jahre alten Kind getötet zu haben.

Steinmeier-Nachfolge: Özdemir spricht sich für eine Frau aus

Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) hat sich für eine Frau als Nachfolgerin von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ausgesprochen. "Nach zwölf Männern im Amt des Bundespräsidenten fände ich es ein starkes und wichtiges Zeichen, wenn Deutschland erstmals eine Bundespräsidentin bekäme", sagte Özdemir den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagsausgaben). "Es gibt in unserem Land so viele herausragende Frauen, die die Erfahrung, die Autorität und die verbindende Kraft für dieses Amt mitbringen."

US-Kriegsschiffe der neuen "Trump"-Klasse könnten 275 Milliarden Dollar kosten

Die von US-Präsident Donald Trump geplanten und nach ihm benannten neuen Kriegsschiffe für die Armee könnten 275 Milliarden Dollar (rund 238 Milliarden Euro) kosten. Das teilte die Behörde CBO am Mittwoch mit, die den US-Kongress in Haushalts- und Wirtschaftsfragen berät. Die Schiffe der "Trump"-Klasse wären somit die teuersten US-Kriegsschiffe aller Zeiten.

Textgröße ändern: