Pallade Veneta - CSU-Politiker Herrmann: Keine gut integrierten Syrer des Landes verweisen

CSU-Politiker Herrmann: Keine gut integrierten Syrer des Landes verweisen


CSU-Politiker Herrmann: Keine gut integrierten Syrer des Landes verweisen
CSU-Politiker Herrmann: Keine gut integrierten Syrer des Landes verweisen / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat sich in der Debatte um den Umgang mit Geflüchteten aus Syrien für eine differenzierte Betrachtungsweise ausgesprochen. "Selbstverständlich kommt niemand auf die Idee, jemanden, der hier schon selbstständig geworden ist, der einen Arbeitsplatz hat, jetzt wieder aus dem Land bringen zu wollen", sagte Herrmann am Montag im Deutschlandfunk. Diese Menschen seien "herzlich eingeladen, hier zu bleiben".

Textgröße ändern:

Mit Blick auf die Lage in Syrien nach dem Sturz des Assad-Regimes sagte Herrmann: "Noch wissen wir nicht, was von den neuen Machthabern zu erwarten ist." Es gelte daher zunächst, "die Lage genau zu beobachten". Insofern sei auch "nachvollziehbar", dass das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) neue Entscheidungen über Asylanträge von Menschen aus Syrien vorerst auf Eis gelegt habe.

Der Landesinnenminister wies darauf hin, dass Geflüchtete aus Syrien aus unterschiedlichen Gründen in Deutschland ein Aufenthaltsrecht haben. Einige seien vor dem Assad-Regime geflohen sind, hier sei der Fluchtgrund offensichtlich jetzt entfallen. Andere seien aber "vor dem islamistischen Terror geflohen". Auf jeden Fall habe "ja niemand gesagt, dass jetzt morgen mit Abschiebungen begonnen werden sollte".

Wenn sich in Syrien aber "die Lage stabil entwickelt, dann ist es natürlich auch richtig, Menschen zu helfen, in ihre Heimat zurückzukehren", fügte Herrmann hinzu. Dafür könne es dann "auch finanzielle Unterstützung geben".

"Umgekehrt gibt es auch eine ganze Reihe von syrischen Flüchtlingen, die inzwischen bestens integriert sind in diesem Land, die einen Arbeitsplatz haben, die hier gebraucht werden", fügte der CSU-Politiker hinzu. "Kein Mensch wird auf die Idee kommen, die jetzt des Landes zu verweisen." Viele von ihnen verfügten ohnehin "über einen verfestigten Aufenthaltsstatus, der nicht abhängig ist von ihrer Flüchtlingsanerkennung und das ist auch gut so". Viele hätten auch längst den deutschen Pass erhalten.

C.Conti--PV

Empfohlen

Bundestags-Debatte zu drittem Jahrestag des Hamas-Überfalls auf Israel

Drei Jahre nach dem Überfall der radikalislamischen Hamas auf Israel debattiert der Bundestag am Mittwoch (17.30 Uhr) über den Kampf gegen Antisemitismus und den Schutz jüdischen Lebens in Deutschland. Zu Beginn der Parlamentssitzung (14.00 Uhr) stellen sich die Bundesminister für Wirtschaft und Verkehr, Katherina Reiche und Steffen Bilger (beide CDU) den Fragen der Abgeordneten.

Bundesgerichtshof prüft Verurteilung wegen Handels mit Dopingmittel Ibutamoren

Der Bundesgerichtshof (BGH) verhandelt am Mittwoch (09.30 Uhr) in Karlsruhe über die Verurteilung von zwei Angeklagten, die mit Dopingmitteln gehandelt haben sollen. Das Landgericht in Frankfurt am Main verhängte Haftstrafen gegen sie - unter anderem, weil sie Präparate mit dem Mittel Ibutamoren verkauft hätten. Dieses Mittel, auch MK-677 genannt, soll den Muskelaufbau beschleunigen. Es gilt als riskant für die Gesundheit und ist verboten. (Az. 2 StR 276/25)

Thüringer Landtag entscheidet über AfD-Antrag zu Parlamentsauflösung

Im Thüringer Landtag stimmen die Abgeordneten am Mittwoch (12.00 Uhr) über einen Antrag der AfD-Fraktion zur Auflösung des Parlaments ab. AfD-Fraktionschef Björn Höcke begründete den Vorstoß mit dem Zerfall der BSW-Fraktion, womit aus Sicht der AfD auch die CDU-geführte Landesregierung keine Legitimation mehr hat. Mit der Auflösung des Parlaments will die AfD eine Neuwahl ermöglichen. Allerdings dürfte der Antrag kaum Erfolg haben. Eine Auflösung des Landtags müsste mit einer Mehrheit von zwei Dritteln seiner Mitglieder beschlossen werden.

Koalitionsausschuss trifft sich am Mittwochabend im Kanzleramt

In Berlin trifft sich am Mittwochabend der Koalitionsausschuss, um über die anstehenden Reformvorhaben zu debattieren. Union und SPD betonten, es gehe darum, die Arbeit für die kommenden Wochen und Monate abzustecken. Ob es konkrete Beschlüsse geben wird, war zunächst unklar. Auch eine Presseunterrichtung im Anschluss an das Treffen war zunächst nicht geplant.

Textgröße ändern: