Pallade Veneta - Zahl der Toten nach russischem Raketenangriff in Saporischschja auf acht gestiegen

Zahl der Toten nach russischem Raketenangriff in Saporischschja auf acht gestiegen


Zahl der Toten nach russischem Raketenangriff in Saporischschja auf acht gestiegen
Zahl der Toten nach russischem Raketenangriff in Saporischschja auf acht gestiegen / Foto: Handout - Official Telegram channel of the Ministry of Internal Affairs of Ukraine/AFP

Nach einem russischen Raketenangriff auf eine Klinik in der südukrainischen Stadt Saporischschja am Dienstag ist die Zahl der Todesopfer ukrainischen Angaben zufolge auf acht gestiegen. "Die Leiche eines weiteren Menschen wurde aus den Trümmern geborgen", erklärte der staatliche Notfalldienst am Mittwoch im Onlinedienst Telegram. 22 Menschen seien bei dem Angriff verletzt worden, darunter ein fünfjähriges Mädchen, erklärte das Innenministerium in Kiew.

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Laut dem Notfalldienst könnten sich noch weitere Opfer unter den Trümmern befinden. Die Rettungsarbeiten dauerten an, erklärte die Behörde weiter. Polizei, Rettungskräfte, Freiwillige und die zuständigen städtischen Stellen waren vor Ort im Einsatz.

Bei dem Angriff waren ein Krankenhaus und ein Bürogebäude im Zentrum von Saporischschja zerstört worden. Der Notfalldienst veröffentlichte ein Foto von Einsatzkräften, die einen Leichnam in einem weißen Leichensack wegtragen sowie ein Foto eines Psychologen im Gespräch mit einem in Tränen aufgelösten Mann.

Saporischschja ist eine der vier ukrainischen Regionen, die Moskau im Jahr 2022 für annektiert erklärt hat, ohne sie vollständig zu kontrollieren. Die Stadt Saporischschja ist weiter ukrainisch kontrolliert.

Russland hat seine Angriffe auf die Südukraine in den vergangenen Wochen verstärkt. Am Freitag waren bei einem Angriff auf Saporischschja zehn Menschen getötet worden. Beobachter in der Ukraine gehen davon aus, dass die russische Armee eine neue Bodenoffensive an der Front in der Südukraine plant, insbesondere in der Region Saporischschja, wo die Lage seit Monaten praktisch unverändert ist.

Die Ukraine griff ihrerseits am Mittwochmorgen eigenen Angaben zufolge russische Grenzregionen mit Raketen und Drohnen an. Bei den Angriffen wurden ukrainischen Angaben zufolge eine Industrieanlage beschädigt und ein Feuer in einem Öldepot ausgelöst. Die ukrainische Armee erklärte, ein Öldepot zur "Versorgung der russischen Besatzungsarmee" in der Region Brjansk getroffen zu haben. Daraufhin sei ein großes Feuer ausgebrochen.

Der Gouverneur der russischen Region Rostow teilte mit, ein ukrainischer Raketenangriff habe ein "Industrieunternehmen" in der Hafenstadt Taganrog beschädigt.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte am Mittwoch im Onlinedienst Telegram, die ukrainische Armee habe "Treffer erzielt" und militärische Einrichtungen und Energieanlagen getroffen, die "bei der Aggression gegen unseren Staat" genutzt worden seien.

Raffinerien sind ein wichtiger Motor für die russische Wirtschaft. Einige Anlagen sind mit eigenen Luftabwehrsystemen ausgestattet, um Angriffe abzuwehren. Mehrere Unternehmen haben ihre Ölreserven bereits an weiter von der Grenze zur Ukraine entfernte Standorte verlegt, um sie vor Angriffen zu schützen.

Die Ukraine hatte im August in der russischen Grenzregion Kursk eine überraschende Militäroffensive gestartet und rund tausend Quadratmeter Land besetzt. Die Offensive war jedoch bald ins Stocken geraten und Russland konnte mittlerweile etwa die Hälfte seines Gebietes wieder zurückerobern.

Am Mittwoch gab das russische Verteidigungsministerium die Rückeroberung zwei weiterer Ortschaften bekannt. Russische Einheiten hätten "die Siedlungen Darino und Pljochowo befreit", erklärte das Ministerium.

I.Saccomanno--PV

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