Pallade Veneta - Sachsens Regierungschef Kretschmer stellt sich am Mittwoch in Landtag zu Wiederwahl

Sachsens Regierungschef Kretschmer stellt sich am Mittwoch in Landtag zu Wiederwahl


Sachsens Regierungschef Kretschmer stellt sich am Mittwoch in Landtag zu Wiederwahl
Sachsens Regierungschef Kretschmer stellt sich am Mittwoch in Landtag zu Wiederwahl / Foto: JENS SCHLUETER - AFP/Archiv

Rund dreieinhalb Monate nach der Landtagswahl in Sachsen stellt sich Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Mittwoch kommender Woche im Landtag zu Wiederwahl. Die Abstimmung über einen neuen Regierungschef sei für die Plenarsitzung am 18. Dezember angesetzt worden, teilte das Parlament am Mittwoch in Dresden mit. Kretschmer will an der Spitze einer Minderheitenregierung aus CDU und SPD regieren. Um gewählt zu werden, braucht er Stimmen aus anderen Parteien.

Textgröße ändern:

Nach der Landtagswahl vom 1. September verhandelte die CDU zunächst mit SPD und BSW über einer Dreierkoalition. Da diese unter anderen an Differenzen in der Außen- und Migrationspolitik scheiterten, einigen sich CDU und SPD mangels Alternativen auf die Bildung einer Minderheitenregierung. Formell beschlossen ist auch diese noch nicht: Bei der SPD läuft noch bis Sonntag eine Mitgliederbefragung, die CDU entscheidet Samstag bei einem Parteitag.

Im Landtag fehlen CDU und SPD zehn Stimmen, sie sind also auf Unterstützung anderer Parteien angewiesen. Sie wollen andere Fraktionen deshalb bei Gesetzesvorhaben durch einen sogenannten Konsultationsmechanismus vorab einbinden, wobei sie eine Zusammenarbeit mit der AfD ausschließen. Diese wurde bei der Landtagswahl knapp hinter der CDU zweitstärkste Kraft.

Laut Landesverfassung braucht Kretschmer für seine Wiederwahl eine absolute Mehrheit der Mitglieder des Landtags. Mindestens 61 der 120 Abgeordneten müssten für ihn stimmen. Kommt die Wahl eines Regierungschefs auf diese Weise nicht zustande, reicht in einem weiteren Wahlgang auch die Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Die Wahl erfolgt geheim ohne vorherige Debatte.

Nach der Wahl ist am Mittwoch die Vereidigung des neuen Regierungschefs geplant, anschließend setzt der Landtag seine Beratungen unter anderem mit einer aktuellen Stunde zur Wirtschafts- und Migrationspolitik sowie der Wahl von Ausschussmitgliedern fort. Die Vereidigung der Ministerinnen und Minister der neuen Landesregierung im Landtag soll erst am Donnerstag folgen.

B.Fortunato--PV

Empfohlen

Urteil in Prozess um tödlichen Autoanschlag auf Verdi-Demonstration in München

Im Prozess um den tödlichen Autoanschlag auf eine Demonstration der Gewerkschaft Verdi in München soll am Donnerstag (11.30 Uhr) das Urteil gesprochen werden. Die Bundesanwaltschaft wirft dem aus Afghanistan stammenden Farhad N. in dem vor dem Münchner Oberlandesgericht geführten Verfahren vor, im Februar vergangenen Jahres kurz vor der Bundestagswahl mit einem Auto von hinten in die Demonstration gefahren zu sein und dabei eine 37 Jahre alte Mutter mit ihrem zwei Jahre alten Kind getötet zu haben.

Steinmeier-Nachfolge: Özdemir spricht sich für eine Frau aus

Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) hat sich für eine Frau als Nachfolgerin von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ausgesprochen. "Nach zwölf Männern im Amt des Bundespräsidenten fände ich es ein starkes und wichtiges Zeichen, wenn Deutschland erstmals eine Bundespräsidentin bekäme", sagte Özdemir den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagsausgaben). "Es gibt in unserem Land so viele herausragende Frauen, die die Erfahrung, die Autorität und die verbindende Kraft für dieses Amt mitbringen."

US-Kriegsschiffe der neuen "Trump"-Klasse könnten 275 Milliarden Dollar kosten

Die von US-Präsident Donald Trump geplanten und nach ihm benannten neuen Kriegsschiffe für die Armee könnten 275 Milliarden Dollar (rund 238 Milliarden Euro) kosten. Das teilte die Behörde CBO am Mittwoch mit, die den US-Kongress in Haushalts- und Wirtschaftsfragen berät. Die Schiffe der "Trump"-Klasse wären somit die teuersten US-Kriegsschiffe aller Zeiten.

Dobrindt: Drohnen-Vorfall in Leipzig ist "neue Gefahrenqualität"

Der Fund einer Drohne mit mutmaßlicher Sprengvorrichtung am Leipziger Flughafen stellt nach den Worten von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) "eine neue Gefahrenqualität" dar. Es sei seine Einschätzung, "dass wir es hier mit einem hybriden Anschlagsszenario zu tun haben", sagte Dobrindt am Mittwochabend am Flughafen Leipzig/Halle. Dass eine Drohne "bewaffnet mit Sprengstoff sich hier auf einem Flughafengelände befindet, das ist ein neues Bedrohungsszenario".

Textgröße ändern: